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© I. E. Fischer / Köln
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  • DE-42929 Wermelskirchen
  • Realisiertes Projekt

Erweiterung Seminar- und Freizeithotel Grosse Ledder


Projektbeschreibung:
Holzfachwerk, Grauwacke und Schiefer, das sind die historischen Baumaterialien der Architektur im Bergi-schen Land. In diesem Kontext positioniert sich der Entwurf der Erweiterung des Seminar- und Freizeithotels „Große Ledder“, als eine vermittelnde, aber selbstbewusste, moderne Naturstein-Architektur im Zentrum des Historischen Gebäudeensembles.

Die einzigartige Lage in der Landschaft, die Kleinteiligkeit der Baulichkeiten sowie die Erlebbarkeit der Natur und die Geschichte des Ortes... +
Holzfachwerk, Grauwacke und Schiefer, das sind die historischen Baumaterialien der Architektur im Bergi-schen Land. In diesem Kontext positioniert sich der Entwurf der Erweiterung des Seminar- und Freizeithotels „Große Ledder“, als eine vermittelnde, aber selbstbewusste, moderne Naturstein-Architektur im Zentrum des Historischen Gebäudeensembles.

Die einzigartige Lage in der Landschaft, die Kleinteiligkeit der Baulichkeiten sowie die Erlebbarkeit der Natur und die Geschichte des Ortes prägen hier die Atmosphäre.
Der Einbeziehung der Landschaft und der Inszenierung der Blickbeziehungen kommt daher eine ebenso be-sondere Bedeutung zu wie der harmonischen Integration in die bestehende Bebauungsstruktur und den vorge-fundenen Materialkanon. Zudem sollte die Erlebbarkeit der Gebäudehistorie ebenso ermöglicht werden wie eine Erkennbarkeit späterer Bauteile. Folglich sollte ein Neubau klar als modern erkennbar sein, sich dabei aber keineswegs extrovertiert gegenüber dem Bestand in Szene setzen.

Die Architektur reagiert in Ihrem äußeren Erscheinungsbild mit klassischer Schlichtheit und bescheidener Zurückhaltung. Das Bild der Lochfassade erinnert an das ortstypische „Dreifensterhaus“. Das lokale Fassa-denmaterial Grauwacke berücksichtigt den „Genius Loci“, indem es die traditionelle Art in der Verarbeitung als Bruchsteinwand aufgreift. Im Kontrast zur rauen Bruchsteinwand stehen die präzise in die äußere Schale eingeschnittenen und mit gesägten Marmorplatten gefassten Fensterlaibungen, die darüber hinaus die für bergische Fachwerkhäuser typische Farbigkeit erzeugen.
Nur wenige Kilometer entfernt sind die Steinbrüche zu finden, aus denen die verwandte Grauwacke stammt. Ihre prägende Wirkung entfaltet sie neben der Fassade auch bei der vorgelagerten Terrasse, bei welcher der Naturstein wieder mit dem Erdreich zu verwachsen scheint.
Reduzierte Fugen mit unterschiedlichen Schichthöhen erwecken der Eindruck einer Natursteinwand als Tro-ckenmauer. Sie wirkt monolithisch und unterscheidet sich damit deutlich von üblichen Vorhangfassaden. Die exakte Kalibrierung der Steine ermöglicht diesen Eindruck der Massivität und Schwere, der durch die bruch-raue Oberfläche und die Farbigkeit der Steine noch unterstrichen wird.

Die neue Fassade springt gegenüber den Nachbarn zurück und betont damit den bereits durch das dunkle Fassadenmaterial gewählten zurückhaltenden Charakter. Darüber hinaus fasst sie so auf eine elegante Weise den Raum der vorgelagerten Außenterrasse. Auch in der Höhenentwicklung hält sich der Neubau bewusst zurück und belässt damit seinen historischen Nachbarn deren prägende Rolle. Zudem bleibt der bisherige Rhythmus von „Auf und Nieder“ zwischen den einzelnen Häusern erhalten. -


  • Projektbeteiligte

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    Baubeginn 12/2007
    Fertigstellung 04/2008
    Gebäudetyp Kongress-, Tagungs-, Konferenzgebäude / Hotels (Anbau)
    Projektgröße
    Brutto-Grundfläche (BGF) in m² 220 m2
    Brutto-Rauminhalt (BRI) 752 m3
    Hauptnutzfläche (HNF) 190 m2
    Verkehrsfläche (VF) 14 m2
    Projektkosten
    Baukonstruktionen 538.000 EUR
    Technische Anlagen 301.000 EUR
    Außenanlagen 180.000 EUR
      zzgl. MwSt.
    Projektadresse Grosse Ledder
    DE-42929 Wermelskirchen
  • Gewährleistung

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INFO-BOX

veröffentlicht am 23.08.2011
Zuletzt aktualisiert 24.01.2018
Projekt-ID 5-45993
Seitenaufrufe 1682



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