Umbau und Sanierung des denkmalgeschützten Klockmannhauses und
Erweiterung durch einen 5-geschossigen Neubau
Jugendhotel / Hostel mit ca. 160 Zimmern (ca. 700 Betten) + Läden im EG
Das ehemalige Klockmannhaus bildet den südlichen Schlußstein des gegenüber des Hauptbahnhofs befindlichen Blocks zwischen Kirchenallee und Steintorweg. Es ist im Stadtgefüge nicht nur ein markanter Hochpunkt, sondern mit seiner dunklen Klinkerfassade auch materiell ein Kontrast zu den größtenteils hell...
Umbau und Sanierung des denkmalgeschützten Klockmannhauses und
Erweiterung durch einen 5-geschossigen Neubau
Jugendhotel / Hostel mit ca. 160 Zimmern (ca. 700 Betten) + Läden im EG
Das ehemalige Klockmannhaus bildet den südlichen Schlußstein des gegenüber des Hauptbahnhofs befindlichen Blocks zwischen Kirchenallee und Steintorweg. Es ist im Stadtgefüge nicht nur ein markanter Hochpunkt, sondern mit seiner dunklen Klinkerfassade auch materiell ein Kontrast zu den größtenteils hell verputzten, meist 4 bis 5-geschossigen Nachbarn. Nördlich befand sich am Steintorweg ein dazugehöriges Werkstattgebäude, das im Zuge der Baumaßnahmen abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt wurde.
Ursprünglich ca. 1870 als Savoy Hotel in 4-geschossiger Bauweise errichtet, war das Klockmannhaus mit einer hellen Putzfassade versehen und entsprach im Duktus dem heute noch erhaltenen, benachbarten Hotel “Graf Moltke”. Nach dem Erwerb durch Ernst Klockmann beauftragte dieser die Modernisierung durch eine zeitgenössische Klinkerfassade und die Erweiterung auf insgesamt 8 Geschosse, womit das Gebäude 1925 zum ersten Hochhaus in der Hamburger Innenstadt wurde (Architekten: Klophaus, Schoch, zu Putlitz). Vor allem aus dieser Erweiterung, die statisch durch eine ins Bestandsgebäude getriebene Stahlkonstruktion ermöglicht wurde, resultiert die erhebliche Komplexität der denkmalgeschützten Bausubstanz.
Leitmotiv des gesamten Projekts ist eine expressive Dynamik, die sich zum einen aus dem Backsteinexpressionismus des Bestandsgebäudes ableitet, zum anderen aber auch die Marke “Generator Hostels” verkörpert.
So bezieht sich die Neubaufassade in ihrer Struktur auf den Altbau - verglastes Erdgeschoss, Piano nobile, Regelgeschosse - und erzeugt Spannung und Dynamik ebenfalls über eine Tiefenvarianz. Im Innern des Gebäudekomplexes setzt sich die polygonale Formensprache fort: in den erdgeschossigen Aufenthaltsbereichen werden die beiden Gebäudeteile durch gefaltete Brüstungsbänder und Lichtvouten verknüpft, und auch in den Erschließungs-zonen der oberen Geschosse sorgen verschrägte Aufweitungen für räumliche Spannung.