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  • DE-61381 Friedrichsdorf
  • Realisiertes Projekt

Philipp-Reis-Schule Außenanlagen


Projektbeschreibung:
Die Gestaltung der Freianlagen entwickelt sich aus der örtlichen Gegebenheit, der Landschaftsform und den Nutzungsansprüchen. Die enge Verzahnung der Architektur mit dem Aussenraum, funktionale Anforderungen resultierend aus der Verkehrserschließung und die definierten Anforderungen zum Erhalt der naturräumlichen Potentiale auf dem Grundstück prägen die Gestaltung der Freiflächen. In der weiteren Ausarbeitung zur Entwurfsplanung wurden diese vorgenannten Parameter vertieft und mit... +
Die Gestaltung der Freianlagen entwickelt sich aus der örtlichen Gegebenheit, der Landschaftsform und den Nutzungsansprüchen. Die enge Verzahnung der Architektur mit dem Aussenraum, funktionale Anforderungen resultierend aus der Verkehrserschließung und die definierten Anforderungen zum Erhalt der naturräumlichen Potentiale auf dem Grundstück prägen die Gestaltung der Freiflächen. In der weiteren Ausarbeitung zur Entwurfsplanung wurden diese vorgenannten Parameter vertieft und mit zwischenzeitlich gewonnenen Erkenntnissen und Angaben aus den Abstimmungen mit den Behörden, den Planungspartnern und den Nutzern ergänzt.

Der Haupteingang öffnet sich wie bisher mit seinem einladenden Entree zur Färberstrasse. Ein Teppich aus Werksteinplatten verbindet die räumlichen Zusammenhänge der Magistrale als zentrales Rückgrat von Innen und Außen. Demzufolge orientiert sich die Materialbeschaffenheit und der Verlegeverband der Werksteinplatten an dem Belagsmaterial im Innenbereich. Die Rutschfestigkeitsklasse wird in den Oberflächen für den Aussenbereich beachtet.

Im Vorbereich kennzeichnet die großzügige Treppenanlage mit Sitzstufen den Übergang von der Verkehrsfläche zum Schulhof. Die Dimensionierung der Verkehrsflächen berücksichtigt zugleich die Aufstellflächen für die Feuerwehr und Stellflächen für das Behindertenparken im unmittelbaren Eingangsbereich zur Sporthalle. Ergänzt wurde der Hauptzugang durch eine Behindertenrampe nach DIN 18025.

Innerhalb der Magistrale öffnen sich die Atrienhöfe für das Verweilen im sogenannten Ganztagesbereich. Die Bepflanzung mit silbrig belaubten, mediterran anmutenden Gehölzen geben diesem Bereich seine eigene At-mosphäre und Aufenthaltsqualität. Die Ausgestaltung und Möblierung der Atrien bietet vielfältige Möglichkeiten der Nutzung. Neben dem geschützten Freiraum für Nachmittagsbetreuung wird auch gleichermaßen die Möglich-keit für Unterricht im Aussenklassenzimmer angeboten.

Zur Nordseite öffnet sich das Gebäude ebenfalls mit dem Werksteinbelag wie im Haupteingangsbereich. Aufstellflächen für die Feuerwehr formulieren die Anforderung an die Geometrie und Belastbarkeit der Beläge. Sitzbänke, Klettergerüste und Balancierelemente ergänzen das Angebot zum Verweilen in den Pausenzeiten.

Das angrenzende Kleinspielfeld erhält einen Kunststoffbelag zur ganzjährigen Benutzung für den Schulport. Entlang der Grundstücksgrenze wird der Ballfangzaun berankt und somit zum grünen Vorhang gegenüber der Nachbarbebauung.

Die Magistrale öffnet sich nach Westen und Osten zur Landschaft durch die halboffenen Atrienhöfe. Hier entstehen Schulhöfe die entsprechend den Bedürfnissen der einzelnen Jahrgangsstufen, bzw. den jeweilig angrenzenden Fachbereichen ausgestaltet werden. Die Belagsflächen erhalten Intarsien aus farbigen wasserdurchlässigen Kunststoffbelägen, dazu Möblierung zum Sitzen, Entspannen und Ausstattungen für Aktivitäten wie Ballspiel, Climbing oder Tischtennis. Entlang den Gebäuden gewährleisten Gussaspaltbeläge die Zufahrt für Pflegefahrzeuge und die Fassadenreinigung. Aufgestellt werden lang gestreckte Sitzbänke und ausgestanzt werden Baumscheiben für Kleinbäume, die als grüne Sonnenschirme innerhalb dieser Flächen wandern. Durch ergänzende Sonderthemen wie Schulgarten mit angren-zender Streuobstwiese, oder dem Atelierhof mit den bizarr anmutenden Weidengehölzen bieten diese Atrienhöfe belebte Landschaftsbilder. In der Abfolge der Aus- und Einblicke entsteht ein bewegtes Spiel zwischen Innen und Außen und eine enge Verzahnung von Architektur und Natur als wichtiges Element der Wissenslandschaft am neuen Standort der Philipp-Reis-Schule.

Die Parkplätze, die Tiefgarage und die Anlieferung zur Mensa werden von dem Kreisverkehr aus in Richtung der Färberstrasse angebunden. Die Straßenführung wird gegenüber den begrünten Parkplätzen durch einen entsprechend belastbaren Asphaltbelag ablesbar. Der Standort der Müllbehältnisse wird nördlich dem Küchentrakt angeordnet, somit kann die Anfahrt der Müllfahrzeuge und Belieferung der Hackschnitzelanlage gleichermaßen über die dafür ausgelegte Zufahrt vom Kreisel der Färberstrasse aus erfolgen.

Fahrradstellplätze orientieren sich zu den übergeordneten Wegeanbindungen entlang der Färberstrasse und liegen nun innerhalb der Zaunanlagen. Die Zaunanlagen sind in der Ausdehnung auf das Sicherheitsbedürfnis der Schule abgestimmt und kennzeichnen in ihrem Verlauf die Grundstücksgrenze. Manuell zu betätigende Flügeltore an den Zugängen und eine elektrisch betriebene Schiebetoranlage in der Zufahrt der Müllentsorgung und der Anlieferung für die Hackschnitzelanlage bieten die Öffnungen nach Außen.

Der angrenzende Naturraum zum Spießwald bleibt weitestgehend erhalten und wird ebenfalls durch einen Zaun geschützt. Erforderliche Ausgleichsmaßnahmen werden gemäß der potentiellen natürlichen Vegetation bei den Ansaaten der Wiesenflächen, der extensiven Dachbegrünung und den Baumpflanzungen auf Grundlage der textlichen Festsetzungen zum Bebauungsplan auf dem Grundstück berücksichtigt.

Die Außenbeleuchtung sieht für den Bereich der Verkehrswege in Anlehnung an die DIN EN 13201, zur Gewährleistung der Verkehrssicherungspflicht Mastleuchten vor. Die Flächen der Schulhöfe erhalten eine zurückhaltende indirekte Akzentbeleuchtung im Bereich der Bäume. Bei der Auswahl der Leuchtmittel werden energiesparende Systeme berücksichtigt. -


  • Projektbeteiligte

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  • Projektdaten

    maximieren

    Baubeginn 2009
    Fertigstellung 2012
    Gebäudetyp Schulhöfe (Neubau)
    Projektadresse DE-61381 Friedrichsdorf
  • Gewährleistung

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