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© j.-m. Schlorke Fotografie
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  • DE-66123 Saarbrücken
  • Realisiertes Projekt

Max-Planck-Institut für Softwaresysteme


Projektbeschreibung:
Städtebau
Der Neubau ist ein schlankes, 7-geschossiges Gebäude, das den Bestandsbau nicht verdeckt. Er greift die Höhenentwicklung der Umgebungsbebauung auf und bildet zusammen mit dem Bestand einen identitätsstiftenden, kommunikationsfördernden Platz. Der Kubus, der gleichberechtigt, aber in seinem äußeren Erscheinungsbild monolithischer ausgeformt ist als der Altbau, schafft eine markante Torsituation, die den Zugang zum Campus akzentuiert und stärkt.

Architektur
„Kreativität oder... +
Städtebau
Der Neubau ist ein schlankes, 7-geschossiges Gebäude, das den Bestandsbau nicht verdeckt. Er greift die Höhenentwicklung der Umgebungsbebauung auf und bildet zusammen mit dem Bestand einen identitätsstiftenden, kommunikationsfördernden Platz. Der Kubus, der gleichberechtigt, aber in seinem äußeren Erscheinungsbild monolithischer ausgeformt ist als der Altbau, schafft eine markante Torsituation, die den Zugang zum Campus akzentuiert und stärkt.

Architektur
„Kreativität oder Inspiration kommt aus der Kommunikation. Der Lösungsansatz bei Fragestellungen im Bereich des Themendesign liegt in der Einfachheit der Konzeption trotz der großen Komplexität“. Diese Worte aus dem Auslobungstext aufgreifend wurde die Entwicklung kommunikativer Räume für den informellen Austausch der Wissenschaftler und Mitarbeiter zur übergeordneten Thematik unserer Architektur. Die durch das Gebäude mäandernde Treppe funktioniert wie eine Hauptschlagader und tangiert auf jedem Geschoss zentrale Kommunikationszonen, die sich über alle 7 Geschosse spektakulär zueinander öffnen. Um das zweigeschossige Foyer liegen der abgestufte Hörsaal und die Seminarräume. Glas ist das bestimmende Element im Innenraum, denn sowohl die in alle vier Himmelsrichtungen orientierten Büros als auch die in der mittleren Zone liegenden Besprechungs-, Kopier- und Bibliotheksräume fördern die zufällige oder auch gewollte Kommunikation durch ihre Transparenz. Abgewogene verglaste Fassaden lassen zudem gleichmäßiges Tageslicht tief in das Gebäudeinnere eindringen. Aus einer behutsam aufeinander abgestimmten Mischung industriell vorgefertigter Materialien und vor Ort gegossener Betonflächen entwickelt sich eine spannungsreiche, werkstattcharakterähnliche Atmosphäre. Als Kontrast zur dunklen Aluminiumfassade dominiert die Farbe Weiß die Gebäudeinnenausstattung und –einrichtung in Verbindung mit den Sichtbetonoberflächen. Die Medien werden sowohl im Hohlraumboden als auch in offenen Deckenkanälen geführt und stellen die Flexibilität zukünftiger Nutzungsänderungen sicher. Die Betonkernaktivierung der nicht abgehängten Decken und die Massenträgheit der Betonwände in Verbindung mit der Nachtauskühlung sorgen für die Behaglichkeit in der heißen Sommerperiode.

Die Wissenschaftler haben das Gebäude bezogen und äußern sich höchst zufrieden über die kommunikative Atmosphäre der Räumlichkeiten, besonders die Sichtachse über die Kommunikationsflächen vom Erdgeschoß bis zum 6. Obergeschoss. Die hohe Transparenz aufgrund der komplett verglasten innenliegenden Büroflächen sowie aller Flurtrennwände wird gut angenommen, nach 3-monatiger Benutzung ziert kein Blatt diese gewünschte visuelle Durchgängigkeit. Die Gebäudeform wurde wie ein Maßanzug dem schmalen Grundstück und den Nutzeranforderungen angepasst.



Architekten:
weinbrenner.single.arabzadeh.
Architektenwerkgemeinschaft
Nürtingen

Afshin Arabzadeh
Karl-Heinz Single
Jörg Weinbrenner


Bauherr:
Max-Planck-Gesellschaft
Verein zur Förderung der Wissenschaften e.V.
München

Projektleiter: Karl Lehmann
Projektmitarbeiter: Jochen Maurer, Tilman Raff


Fachplaner:
Tragwerkplaner: Schweizer GmbH, Saarbrücken
HLS: Ing.-büro Hausladen GmbH, Kirchheim b. München
Elektrotechnik/ Brandschutz: KMW Ingenieurgesellschaft mbH, Saarbrücken
Vermessung: Vermessungsbüro Engler, Saarbrücken
Geologe: WPW Geocolsult, Saarbrücken
Bauphysik: Dr. Schäcke + Bayer GmbH, Waiblingen-Hegnach
Medientechnick: Macom GmbH, Stuttgart -



INFO-BOX

veröffentlicht am 03.09.2012
Zuletzt aktualisiert 09.06.2017
Projekt-ID 5-48878
Seitenaufrufe 1203



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