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Außenaufnahme Außenaufnahme, © Christian Richters
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  • DE-14467 Potsdam
  • Realisiertes Projekt

Neubau Bürokomplex für die Landesregierung Brandenburg


Projektbeschreibung:
SEHW und die Architektur für die brandenburgische Landesregierung, das geht schon eine ganze Weile so. Schon in den Neunzigern haben wir die Bibliothek der Staatskanzlei in der Heinrich-Mann-Allee gebaut, Anfang der Nullerjahre kam das Informations- und Eingangsgebäude für diesen Standort dazu. 2007 konnten wir für den Ministeriumsstandort Henning-von-Tresckow-Straße des Landes Brandenburg in Potsdam mehrere Projekte für das Ministerium des Innern fertigstellen. Die Staatssekretäre und... +
SEHW und die Architektur für die brandenburgische Landesregierung, das geht schon eine ganze Weile so. Schon in den Neunzigern haben wir die Bibliothek der Staatskanzlei in der Heinrich-Mann-Allee gebaut, Anfang der Nullerjahre kam das Informations- und Eingangsgebäude für diesen Standort dazu. 2007 konnten wir für den Ministeriumsstandort Henning-von-Tresckow-Straße des Landes Brandenburg in Potsdam mehrere Projekte für das Ministerium des Innern fertigstellen. Die Staatssekretäre und Minister kamen und gingen, SEHW blieb. Nun wurden wir mit der Aufgabe betraut, als ÖPP-Modell in ARGE mit deluse architects einen Neubau in das denkmalgeschützte Ensemble einer ehemaligen Kaserne einzuschreiben.
In Nachbarschaft zum Frühwerk ist nun in zeitgemäßer Formensprache sozusagen eine Minister-WG entstanden. Die Ressorts Umwelt, und Gesundheit sowie Arbeit, Soziales und Familie teilen sich ein Haus, so dass sich Synergien nutzen lassen.
Der Neubau vermittelt zwischen innerstädtischer Dichte und dem Grünraum der Havelauen. Der Gebäudekomplex schließt an der Hoffbauer Straße mit einer dem umgebenden Kontext entsprechenden preussisch-friedrizianisch strengen Fassade die Strassenflucht und zeigt sich differenziert zum Blockinneren. Je nach Blickwinkel des Betrachters zeigt er ein anderes Gesicht. Im Inneren charakterisieren drei Innenhöfe das Gebäude, die sich ebenfalls unterschiedlich gestalten. Der mittlere Hof öffnet sich zum Forum auf dem Campus und ist als offener, einladender Erschließungshof konzipiert, der in ein zweigeschossiges Foyer führt. Der westliche Hof erlaubt Einblicke von der Straße und Ausblicke auf die Straße und der östliche Hof ist als eher introvertierter Hof den Mitarbeitern der Ministerien vorbehalten.
Nicht nur im Grundriss, sondern auch in der Höhenentwicklung gestaltet sich der Baukörper vielschichtig und variationsreich. Die Straßenseite nimmt die umgebenden Höhen auf, im Blockinneren wird das Gebäude höher. Es duckt sich, um dahinterliegenden Bereichen Ausblicke zu gewähren, es hebt sich, um darunter hindurchgehen zu können.
Das Innere des Gebäudes ist geprägt von der klaren Organisationsstruktur der Verwaltungsbereiche, durchbricht aber immer wieder das Serielle und lässt Raum für Kommunikation und Austausch. Die öffentlichen Bereiche mit Veranstaltungssaal und Bibliothek befinden sich einfach zugänglich im Erdgeschoß. Farb- und Materialkonzept unterstreichen durch erdige Töne und Holzoberflächen sowie Glas die positive warme Atmosphäre des Hauses sowie Offenheit und Bürgernähe der Ministerien.

Der Neubau wurde mit Vorbildfunktion für Bauen im Land Brandenburg als barrierefreies Gebäude errichtet sowie in Anlehnung an den energetischen Standard eines Niedrigenergiehauses geplant und nutzt Sonnenenergie als regenerative Energiequelle. Bereits während der Errichtung wurde das Gebäude mit dem Preis für vorbildliche Projekte in öffentlich privater Partnerschaft ausgezeichnet.

Nun wird der Gebäudekomplex nach nur knapp zweijähriger Bauzeit feierlich eingeweiht. Die Staatssekretäre und Minister können kommen. Übrigens: Es gibt noch ein zu bebauendes Grundstück auf dem Gelände. Wir bleiben! -



INFO-BOX

veröffentlicht am 12.11.2013
Zuletzt aktualisiert 07.10.2016
Projekt-ID 5-52595
Seitenaufrufe 1368



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