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© Foto: Hanns Joosten
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  • DE-14482 Potsdam
  • Realisiertes Projekt

Hausgarten Potsdam Babelsberg


Projektbeschreibung:
In Zusammenarbeit mit Planorama Landschaftsarchitektur

Lage
Das Gebiet um den Griebnitzsee gehört zu der mit großen Parkanlagen und ausgedehnten Wald- und Wiesenlandschaften beeindruckenden Kulisse der Potsdamer Schlösserlandschaft. Bereits im 19. Jahrhundert zieht das Umfeld der ehemaligen Residenzstadt zahlreiche Bürger aus Berlin an, die sich mit Villen im italienischen oder klassizistischen Stil um die Seen und Wasserwege niederlassen und die Villenkolonie Neubabelsberg begründen. Diese... +
In Zusammenarbeit mit Planorama Landschaftsarchitektur

Lage
Das Gebiet um den Griebnitzsee gehört zu der mit großen Parkanlagen und ausgedehnten Wald- und Wiesenlandschaften beeindruckenden Kulisse der Potsdamer Schlösserlandschaft. Bereits im 19. Jahrhundert zieht das Umfeld der ehemaligen Residenzstadt zahlreiche Bürger aus Berlin an, die sich mit Villen im italienischen oder klassizistischen Stil um die Seen und Wasserwege niederlassen und die Villenkolonie Neubabelsberg begründen. Diese Mischung aus gewachsener historischer Bebauung, die vom späten 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert reicht, und die abwechslungsreiche und stark von ihren neuen und alten Anwohnern überformte Landschaft wurde 1990 in die UNESCO Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.

Konzept
Die prägnante Kubatur des Neubaus teilt das Grundstück in einen schmaleren straßenseitigen und einen breiteren seeseitigen Streifen. Mit Ausnahme der Maisonettewohnung im Erd- und Obergeschoss liegen alle Zugänge zum Gebäude seitlich nach Nordwesten, beziehungsweise Südosten. Die Erschließung erfolgt über Stufen und Wegebänder an diesen Seiten, die bis zur untersten Terrasse am See führen. Im Südosten ist das Band durchgängig und rollt nach Norden und nach Süden großzügige Terrassen auf. Im Nordwesten beginnt das Band an der Zufahrt und wird zum See hin brüchig, bis sich schließlich eine im Hang verlorene Stufenanlage skulptural herauslöst.
Der straßenseitige Vorbereich des Gebäudes nimmt die stark konzentrierten und gärtnerisch gestalteten Bereiche und die Zufahrt und Zuwegungen zum Gebäude auf. Der seeseitige Bereich erhält durch eine zurückhaltend landschaftliche Struktur einen naturhafteren Charakter.
Durch den Höhenunterschied von nahezu 5 Metern vom Straßenniveau bis zur Uferkante fällt das Grundstück in modellierten und stark gefassten Wellen parallel zum Gebäude von Südwesten nach Nordosten.

Entwurf
Zwei Themen prägen die Gestaltung und differenzieren den Garten nach seiner Nutzungsintensität und dem Wunsch nach unterschiedlich verdichteten Raumwirkungen.
Das gesamte Gebäude ist von einer Schüttung aus hellem Kalkschotter und nach Südwesten von einer farblich angepassten Fläche aus Perlkies gefasst. Daran grenzen südlich und nördlich die Erschließungen an. Das südliche Band aus hellen Fertigbetonteilen rollt sich gegenüber den Balkontüren zu betongefassten Eichenholzterrassen auf, deren Ende von einem unterleuchteten Betonsitzelement markiert wird. Im Bereich der wassergebundenen Wegedecke entlang der Strasse taucht der Bewohner in den tiefer gelegenen Sunken Garden. Die künstlich bewässerten Hochbeete sind in lackiertem Stahl gefasst und bilden eine Einheit mit dem Material der Fassade und dem Zaun aus wellenförmig gedrehten Lamellen. Durch die gleichbleibende Höhe von Gebäudesockel, Zaunsockel und Hochbeeten, steht der Besucher 40 cm unterhalb der angrenzenden Flächen umgeben von den üppigen Pflanzungen. Dieser stark inszenierte Gartenraum, der durch hohe Rosen Stauden- und Gräserpflanzungen in den Beeten auf einer kleinen Fläche einen üppigen Gartenraum bildet, kontrastiert mit dem naturnah gestalteten Seeufer.
Das Seeufer und die zum Ufer liegende Böschung haben eine natürliche und ökologisch wertvolle Bepflanzung aus verschiedenen Sorten von Deschampsia und Molinia erhalten.

Materialien
Die verwendeten Materialien leiten sich überwiegend aus der Architektur und den Farbwerten des Gebäudes ab. Neben hellem Kalkschotter, Travertinpflaster und der Verwendung von anthrazitfarben lackierten Stahlelementen für Zaun, Hochbeete und Müllbehältnisse bildet die Verwendung von weißen Betonfertigteilen und durch Verwitterung vergrauenden Eichenbohlen eine harmonische Ergänzung. Die Kontrastierung von hellen und dunklen Materialien findet sich auch in der Verwendung glatter und rauer bis grober Oberflächen wieder. So bildet die hohe Ausführungsqualität der glatten, hellen Betonfertigteile einen starken Kontrast zur Lebendigkeit von Eiche und grobem Kalkschotter -


  • Projektbeteiligte

    bewegen maximieren

  • Projektdaten

    maximieren

    Baubeginn 2011
    Fertigstellung 2012
    Gebäudetyp Wohnumfeld
    Projektadresse DE-14482 Potsdam
  • Gewährleistung

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INFO-BOX

veröffentlicht am 17.04.2014
Zuletzt aktualisiert 17.04.2014
Projekt-ID 5-54411
Seitenaufrufe 851



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