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Löneke Architekten Löneke Architekten, © bullahuth Fotografie und Gestaltung
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  • DE-22081 Hamburg
  • Realisiertes Projekt

Kita Frieberg


Projektbeschreibung:
Kita Frieberg der Stiftung Kindergärten Finkenau in Hamburg

Der Neubau für zwei Krippengruppen und drei Elementargruppen für insgesamt 144 Kinder befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Schön-Kliniken. Der dreigeschossige dunkle Klinkerbau hat ein Staffelgeschoss für die Verwaltung und ist zur Straßenseite zweigeschossig. Da das Gelände einen üppigen Bestand von alten Bäumen aufweist, war es unser Ziel, den Neubau in den Baumbestand zu integrieren.
Wenn Kinder aus dem Fenster... +
Kita Frieberg der Stiftung Kindergärten Finkenau in Hamburg

Der Neubau für zwei Krippengruppen und drei Elementargruppen für insgesamt 144 Kinder befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Schön-Kliniken. Der dreigeschossige dunkle Klinkerbau hat ein Staffelgeschoss für die Verwaltung und ist zur Straßenseite zweigeschossig. Da das Gelände einen üppigen Bestand von alten Bäumen aufweist, war es unser Ziel, den Neubau in den Baumbestand zu integrieren.
Wenn Kinder aus dem Fenster schauen, sind sie dicht an der Natur, was ein wenig die Atmosphäre eines Waldkindergartens vermittelt. Gleichzeitig wurde mit dem Bau nicht versucht, die Natur nachzuahmen. Vielmehr soll seine klare massive moderne
Ästhetik gerade einen Gegenpol zu der wildüppigen Natur bilden.
Die Gruppenräume sind an den Eckpunkten großzügig verglast, um den Kontrast zwischen Innen und Außen für die Kinder erlebbar zu machen. Der Baukörper weist feine, kleine Details auf: So verlaufen die Fallrohre fassadenbündig und werden die Fenster von kleinen Versätzen im Klinkerverband gefasst. Weiterhin gibt es im Eingangsbereich einen Rücksprung in der Fassade oder einen Einschnitt der
Attika zum Staffelgeschoss.

„Der Raum als dritter Erzieher“
In der Vergangenheit wurde der Raum in seiner Bedeutung für die Bildung häufig unterschätzt. Schon die italienische Ärztin und Reformpädagogin Maria Montessori betonte den Zusammenhang von Raumgestaltung und der geistigen Entwicklung der Kinder. Sie prägte die Auffassung vom „Raum als dritten Erzieher“ und wies ihm damit neben den Erwachsenen und den anderen Kindern eine zentrale Rolle im pädagogischen Wirken zu. Da Kinder noch am Anfang ihres Lebens stehen, hat ihre räumliche Umgebung einen ganz erheblichen Einfluss auf ihre Entwicklung. Tassilo Knauf, der im deutschsprachigen Raum zu den Pionieren im Bereich der frühkindlichen Pädagogik zählt, sagt dazu: „Räume wirken auf unsere Sinne. Unsere Kreativität kann
durch einen Raum beflügelt oder eingefroren werden [...] Wir erkunden Räume mit unserem ganzen Körper. Unser Körper steht in jedem Moment in Verbindung mit dem uns umgebenden Raum“.

Kindergärten sind vertraute Orte, an denen die Jüngsten unserer Gesellschaft die Welt erfahren und die Grundsteine für ihre Zukunft gelegt werden. Das Büro Löneke-Architekten möchte mit seinen Bauten Bedingungen schaffen, unter denen sich die Potenziale der Kinder optimal entfalten können und ihnen dadurch einen guten Start für ihr weiteres Leben ermöglichen. Dass dabei die äußere Gestaltung des Gebäudes sowie die Innenraumkonzeption bis hin zu den Möbeln in einer Hand liegen, ist für das ganzheitlich angelegte Projekt grundlegend.

Anregung und Herausforderung - Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeit.
Ebenso wie der Außenbau eher schlicht und funktional gehalten ist, setzt sich das Konzept im Inneren fort. So sind die Raumwände im Wesentlichen weiß, damit die Kinder nicht durch Sinneseindrücke und Projektionen abgelenkt werden. Die Architektur soll nichts vorgeben, sondern Freiräume für Kreativität schaffen. Nur einzelne Flächen der Räume wurden farblich akzentuiert, um dem Raum
eine Identität zu geben und von anderen zu unterscheiden.
Bereits im Eingangsbereich wird mit ausgesuchter Hochkantlamelle für den Bodenbereich und der zum Flur hin teilweise kompletten Verglasung für eine weite, helle und freundliche Atmosphäre gesorgt.
Es ist der Ort von Willkommen und Abschied, der für die Kinder schöne Momente der Begegnung bieten soll. In den Garderoben können die Kinder selbst mit Aufstieghilfen Fahrradhelme, Mäntel und Mützen ablegen.
Es ist unser Ansatz, möglichst viele Freiräume zu schaffen, damit das Kind seine
eigene Kreativität spielerisch entdecken kann. Entstanden sind dabei Lernlandschaften, in denen Kreativität ausgelebt werden kann und es gleichzeitig auch Rückzugsmöglichkeiten gibt.
Auf Spiel- und Krabbelpodesten können Kinder auf verschiedenen Ebenen den Raum und sich selbst wahrnehmen und entdecken. Die Podeste weisen aber auch Nischen auf, um zu schlafen oder sich mit sich selber zu beschäftigen. Solche Ruheinseln sind wichtig für Kinder, um Erlebnisse zu verarbeiten und sich auch aus eigenen Stücken zurückziehen zu können, wenn sie das Bedürfnis dazu haben.
Für die Krippenkinder gibt es eine Krabbellandschaft mit einer Rampe, die über verschiedene Podeste und Krabbelbrücken verläuft. Eine Hochebene mit Gucklöchern lässt die Kinder die dritte Dimension des Raumes erfahren und spielerisch körperlich miteinander in Kontakt treten. Teile des Bodens der Hochebene sind aus Glas, um vertikale Sichtbeziehungen zwischen den Kindern zu ermöglichen. Sie bekommen durch diesen Perspektivwechsel einen Überblick über das Geschehen im Raum. -


  • Projektbeteiligte

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  • Projektdaten

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    Baubeginn 2012
    Fertigstellung 2013
    Gebäudetyp Kindergärten, Vorschulen (Neubau)
    Projektadresse Friedrichsberger Straße
    DE-22081 Hamburg
  • Gewährleistung

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