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  • DE-70569 Stuttgart
  • Realisiertes Projekt

Hochschule der Medien, Seminargebäude Neubau Süd


Projektbeschreibung:
Lage
Der Erweiterungsbau Süd für die Hochschule der Medien auf dem Campus der Universität Stuttgart – Vaihingen schafft den baulichen Rahmen für die Unterbringung zusätzlicher Seminar- und Büroräume für den Lehrbetrieb der Hochschule. Das Planungsgebiet wird durch die Nobelstraße Richtung Süden, das zweigeschossige Parkhaus der Fraunhofer Gesellschaft im Westen, den zweigeschossigen Werkstattbau der HdM aus den 70-er Jahren im Norden, und den Neubau der HdM von 1997 Richtung Osten begrenzt.... +
Lage
Der Erweiterungsbau Süd für die Hochschule der Medien auf dem Campus der Universität Stuttgart – Vaihingen schafft den baulichen Rahmen für die Unterbringung zusätzlicher Seminar- und Büroräume für den Lehrbetrieb der Hochschule. Das Planungsgebiet wird durch die Nobelstraße Richtung Süden, das zweigeschossige Parkhaus der Fraunhofer Gesellschaft im Westen, den zweigeschossigen Werkstattbau der HdM aus den 70-er Jahren im Norden, und den Neubau der HdM von 1997 Richtung Osten begrenzt. Der Neubau wird als Solitär an der Süd- Ostecke des zur Verfügung stehenden Planungsgebiets positioniert. Die Gebäudehöhe und die geometrische Grundform sollen dem viergeschossigen Bauwerk einen zeichenhaften, prägnanten Charakter verleihen. Durch die Positionierung an der südlichen Grundstücksgrenze verbleibt im nördlichen Grundstücksteil eine größt mögliche Flächenreserve für eine eventuelle Erweiterung, bzw. Freiflächengestaltung die als gemeinsamer Vorbereich für die Zugänge der bestehenden Gebäude ‚Technikbau’ und dem Neubau von 1997 genutzt werden kann. Durch die Lage an der Nobelstraße und seine Gebäudehöhe ist der Neubau weithin sichtbar und wirkt deshalb identitätsstiftend für den Fachbereich.

Nutzung
Der Zugang zum Gebäude erfolgt über die neu geschaffene, von Süden nach Norden verlaufende Fußwegeverbindung an der unterschnittenen Nord- Ostecke des kubischen Baukörpers.Über das Foyer kann der Aufzug und das verglaste Haupttreppenhaus barrierefrei erreicht werden. Im Süden ist ein zweites baurechtlich notwendiges Treppenhaus angeordnet. Die Entfluchtung beider Treppenhäuser erfolgt durch das Untergeschoß über einen Tiefhof im Westen der auch der Anlieferung dient, sowie eine Außentreppe im Süden.
An das Haupttreppenhaus ist ein massiver Kern angelagert, der sich über alle Geschosse hinweg fortsetzt und die notwendigen Sanitärbereiche, die vertikale Medienversorgung, sowie die elektrischen Unterverteiler beinhaltet. Im Erdgeschoß sind der große Hörsaal mit 240 Plätzen, sowie eine multifunktionale Kreativfläche angeordnet. Durch flexible Glaswände können beide Bereiche zu einer Fläche zusammengeschaltet werden. Die Kreativfläche verfügt über einen attraktiven Außenbezug zu einem westlich vorgelagerten Freibereich. In den Obergeschossen gruppieren sich die Räume jeweils um einen zentralen Kommunikations- und Aufenthaltsbereich, der über Durchbrüche in den Geschoßdecken und eine Dachverglasung, sowie die Lage an der Nordfassade natürlich belüftet und belichtet werden kann. Die Deckendurchbrüche ermöglichen Sichtbezug und Kommunikation zwischen den Geschossen. Die eigentlichen Nutzflächen wie Seminar-, Projekt- und Büroräume werden entlang der Fassaden, U-förmig um den zentralen Kommunikationsbereich angeordnet. Transparente Türelemente mit Seitenverglasungen ermöglichen den Sichtbezug zwischen diesen Räumen und den Kommunikationsflächen.
Die Wände der Seminar-, Projekt- und Büroräume sind in nichttragender Trockenbauweise erstellt und können so nachträglich verändert und den Bedürfnissen angepasst werden.

Konstruktion
Die Konstruktion des Neubaus besteht aus quadratischen Stützen im Abstand von 8,50m, bzw. 7,50m untereinander und unterzugslosen, 35cm starken Flachdecken. Die Gründung des Gebäudes besteht aus einer 80cm dicken Bodenplatte. Die geschlossenen Fassaden sind tragend ausgebildet und bestehen aus Fertigbeton- Sandwichelementen. Zur Aussteifung tragen die Ortbetonwandscheiben seitlich der Treppenhäuser und die Einhausung des vertikal durchlaufenden Versorgungskerns bei. Decken- und Wandflächen aus Ortbeton sind mit sichtbar bleibender Oberfläche durch Schalungen aus 3-S Tafeln mit Brettstruktur hergestellt. Die Einteilung der Schalflächen von Decken- und Wandflächen basiert auf einem Grundraster von 1,25m. Die vorgefertigten, kerngedämmten Beton- Sandwichelemente der Fassade bestehen jeweils aus einer inneren tragende Wandscheibe von 25cm Stärke, einer mittleren Dämmschicht aus Steinwolle von 20cm Stärke und einer 9cm dicken Vorsatzschale aus Sichtbeton. Die transparenten Fassaden bestehen aus großformatigen Festverglasungen mit einheitlichen Abmessungen. Die Verglasungen werden durch markante Umrahmungen gefasst, die im oberen horizontalen Bereich den motorisch betriebenen Sonnenschutz aus Screengewebe aufnehmen. Die seitlichen Führungen des Sonnenschutzes sind in die vertikalen Umrahmungen integriert. Im Innenraum werden die Verglasungen durch umlaufende Leibungsverkleidungen eingerahmt. Die untere horizontale Verkleidung dient als Sitzbank, in die obere horizontale Verkleidung sind die Führungsschienen für Vorhänge als innerer Blendschutz integriert. Im Wechsel zu den Festverglasungen sind schmale Paneelfelder angeordnet, die jeweils einen opaken flächenbündig integrierten Öffnungsflügel beinhalten.

Material
Decken- und nicht veränderbare Wandflächen sind mit sichtbar bleibender Betonoberfläche ausgeführt. Schalhautstöße bilden das Gebäuderaster ab. Akustisch wirksame Deckenverkleidungen sind aus grau gestrichenen Holzwolle-Leichtbauplatten hergestellt. Bodenbeläge bestehen im Erdgeschoß aus Industrieparkett, in den Obergeschossen aus grauem Linoleum. Feste Einbaumöbel übernehmen das Grundraster des Gebäudes und verfügen über Oberflächen aus grauem Schichtstoff. Türelemente bestehen aus gestrichenen Stahlzargen und Türblättern aus Holzwerkstoff mit grauer HPL- Oberfläche.

Haustechnik
Der Neubau ist an das Nahwärmenetz des Universitätscampus’ Stuttgart – Vaihingen angeschlossen. Die Beheizung erfolgt über stationäre Konvektoren mit glatter Oberfläche unterhalb der Sitzbrüstungen. Alle Räume verfügen über eine mechanische Be- und Entlüftung, die den hygienisch notwendigen Luftwechsel sicherstellt. Zu- und Abluft werden über effiziente Wärmerückgewinnungsanlagen geführt. Zum Abbau von thermischen Spitzenlasten im Sommer ist eine adiabate Umluftkühlung vorgesehen. Die Lüftungsleitungen bestehen aus verzinkten Kanälen die offen unter den Decken geführt werden. Die elektrische Medienführung und Nachrüstung wird über einen Hohlraumboden gewährleistet. In Sichtbetonflächen wurden die elektrischen Bauteile bereits in der Schalung vorgesehen. -



INFO-BOX

veröffentlicht am 24.02.2015
Zuletzt aktualisiert 16.05.2018
Projekt-ID 5-57725
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