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  • DE-40211 Düsseldorf
  • Realisiertes Projekt

Modernisierung Dreischeibenhaus


Projektbeschreibung:
Der von Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg für die Phönix-Rheinrohr AG (ab 1964 Thyssen) errichtete Verwaltungsbau gilt als einer der Ikonen der deutschen Nachkriegsarchitektur. Bis 2010 durch ThyssenKrupp als Konzernzentrale genutzt, stand das Haus nach deren Auszug zunächst leer. 2011 erwarben die MOMENI Gruppe und Black Horse Investments das denkmalgeschützte Gebäude und beauftragten HPP Architekten, als Nachfolger der Urheber, mit der Modernisierung.

Die Curtain-Wall-Fassade wurde... +
Der von Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg für die Phönix-Rheinrohr AG (ab 1964 Thyssen) errichtete Verwaltungsbau gilt als einer der Ikonen der deutschen Nachkriegsarchitektur. Bis 2010 durch ThyssenKrupp als Konzernzentrale genutzt, stand das Haus nach deren Auszug zunächst leer. 2011 erwarben die MOMENI Gruppe und Black Horse Investments das denkmalgeschützte Gebäude und beauftragten HPP Architekten, als Nachfolger der Urheber, mit der Modernisierung.

Die Curtain-Wall-Fassade wurde energetisch ertüchtigt, indem in den Bürobereichen geschossweise eine zusätzliche Primärfassade von Innen eingesetzt wurde. Die äußere tragende Fassadenkonstruktion inklusive des Brüstungselements blieb unangetastet. Nur die Verglasung wurde durch Prallscheiben ersetzt. Die dahinterliegenden Fenster der Primärfassade sind manuell öffenbar und erlauben somit die windgeschützte Be- und Entlüftung der Büroräume. Im Fassadenzwischenraum montiert, wirkt der Sonnenschutz wie außen liegend. In der Fernwirkung bleibt so das bekannte Bild mit geöffneten bzw. geschlossenen Sonnenschutzlamellen bestehen. Die gekanteten Edelstahlflächen der Stirnfassaden wurden gereinigt und konnten aufgrund der Dauerhaftigkeit des Materials ebenfalls erhalten werden.

Neben den Maßnahmen an der Fassade sind insbesondere die Erneuerung von Haustechnik und Brandschutz zu nennen. Erstere wurde mit dem Ergebnis eines Flächenzugewinns von rund 1.200 m2 dezentralisiert. Dank mehrerer Brandschutzvorhänge und eines zusätzlichen Notausganges, konnte das denkmalgeschützte Foyer im Originalzustand bewahrt werden.

Alle Büroetagen wurden für eine flexible Neuvermietung modernisiert, so dass bis zu zwei Mieteinheiten pro Geschoss realisierbar sind. Der Ausbau sowie die Gestaltung der Innenräume oblag den Mietern und wurde in Teilen mit Referenzen an das Haus, wie etwa mit der Verwendung des tauerngrünen Marmorbodens oder der Verkleidung des Erschließungskerns mit Edelstahlblechen, realisiert.

Weitere Sanierungsmaßnahmen fielen in den Untergeschossen sowie der Tiefgarage an, die jetzt an den städtischen Straßentunnel angeschlossen ist. Darüber hinaus sind die beiden neuen Terrassen zu nennen, die auf den Dachflächen der äußeren Scheiben ausgeführt wurden. -


  • Projektbeteiligte

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  • Projektdaten

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    Awards / Auszeichnungen MIPIM Awards 2015 [Winner Best Refurbished Building]
    Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2015 [Auszeichnung Verwaltung / Büro / Gewerbe]
    Balthasar-Neumann-Preis 2016 [Auszeichnung]
    Baubeginn 2012
    Fertigstellung 2015
    Gebäudetyp Büro-, Verwaltungsbauten (Renovierung / Sanierung)
    Projektgröße
    Brutto-Grundfläche (BGF) in m² 35.000 m2
    Projektadresse DE-40211 Düsseldorf
  • Produkte

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    • Gebäudesystemtechnik

      Hinsichtlich zukunftsgerichteter Gebäudetechnik ist der Einsatz fortschrittlicher KNX-Technik in einem hochklassig modernisierten Verwaltungsbau heute „state of the art“. Denn längst hat sich der weltweite Standard erfolgreich etabliert. Mit dem smarten Bussystem ist eine gewerkeübergreifende, vernetzte Steuerung der einzelnen Gebäudefunktionen komfortabel zu realisieren – und jederzeit ausbaufähig. Zudem spielen neben dem Komfortaspekt natürlich auch die Faktoren Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit eine wesentliche Rolle. Mit KNX arbeiten die einzelnen Komponenten des Systems Hand in Hand, die Funktionen sind sinnvoll vernetzt und bieten dementsprechende Möglichkeiten.

      Im Dreischeibenhaus wurde dabei Wert auf die Möglichkeit gelegt, in den einzelnen Büros die Raumfunktionen von zentraler Stelle aus regeln zu können. Aus diesem Grund fiel die Entscheidung auf eine Installation mit JUNG KNX Kompakt-Raumcontrollern. Platziert neben den Türen – genau da, wo in einer konventionellen Installation der Lichtschalter montiert wäre.

      Die kompakten Raumbediengeräte im Design des Schalterklassikers LS 990 steuern den Sonnenschutz, Heizung/Kühlung und die Lüftung. Im Sinne der Energieeffizienz erfolgt die Beleuchtungssteuerung tageslicht- sowie präsenzabhängig. Damit wird vermieden, dass das Licht in den Büros versehentlich eingeschaltet bleibt und unnötig Energie verbraucht wird. Allerdings besteht selbstverständlich jederzeit die Möglichkeit, manuell in die Automatik „einzugreifen“ und die Beleuchtung ebenfalls über den Kompakt-Raumcontroller nach individuellen Ansprüchen zu schalten bzw. zu dimmen. Zur Ansteuerung der Leuchten wird DALI als Sub-Bussystem eingesetzt, aber über Gateways in das KNX-System eingebunden.

      Ergänzend zum Kompakt-Raumcontroller sind in den Räumen des Dreischeibenhauses zudem Tastsensoren installiert worden. Mit ihnen können zusätzlich die Jalousien herauf- und heruntergefahren werden. Zur klaren Zuordnung der Funktionen sind die Tasten über das JUNG Graphic-Tool mit Symbolen gekennzeichnet. Mit dem Online-Tool können JUNG Komponenten mit Lasergravur oder Farbdruck individuell mit Bildern, Symbolen oder Schriften gestaltet werden.

      Materialechtheit

      Der hohe Qualitätsanspruch spiegelt sich jedoch nicht nur in der Technik wider, sondern selbstverständlich auch im Design. Der markante Bauhausstil des Schalterklassikers LS 990 wird im Dreischeibenhaus durch das Zusammenspiel mit echtem Aluminium unterstrichen. Der Purismus von Aluminium spiegelt die zeitlose Eleganz der Architektur wider, nimmt sich aber zugleich optisch zurück. Damit fügen sich Tastsensoren, Kompakt-Raumcontroller sowie Schalter und Steckdosen harmonisch in das Ambiente ein. Das Dreischeibenhaus, als Solitär zwischen Hofgarten und Schauspielhaus, ist auch nach der Modernisierung ein einzigartiges Architekturzeugnis. Im Jahr 2015 wurde es mit dem MIPIM Award in der Kategorie "bestes saniertes Gebäude" ausgezeichnet.

      Albrecht & Jung GmbH & Co. KG


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