Die Villa in Duisburg wurde 1894/95 im spät historisierenden neobarocken Stil erbaut. Ihre Fassade zieren gerundete Erker und Ornamente der Brüstungszone; innen finden sich originale Wand- und Bodenfliesen sowie Stuckdecken. Einseitig schließt die Villa an das nebenstehende Haus an. Der Charakter einer „Doppelvilla“ wird durch die identischen Fluchtlinien und Traufhöhen beider Gebäude unterstrichen. 2012 erwarb Bibiana Grosser, von Druschke und Grosser Architektur BDA, das Gebäude als neuen...
Die Villa in Duisburg wurde 1894/95 im spät historisierenden neobarocken Stil erbaut. Ihre Fassade zieren gerundete Erker und Ornamente der Brüstungszone; innen finden sich originale Wand- und Bodenfliesen sowie Stuckdecken. Einseitig schließt die Villa an das nebenstehende Haus an. Der Charakter einer „Doppelvilla“ wird durch die identischen Fluchtlinien und Traufhöhen beider Gebäude unterstrichen. 2012 erwarb Bibiana Grosser, von Druschke und Grosser Architektur BDA, das Gebäude als neuen Standort für das Architekturbüro. Mit dem Besitzerwechsel begannen die aufwändigen Sanierungsarbeiten.
Durch ein, mit dem Besitzer des anschließenden Gebäudes, abgestimmtes Farbkonzept wurde zunächst das äußere Erscheinungsbild der "Doppelvilla" wiederhergestellt. Innen lässt sich an historischen Elementen, wie Fliesenbelägen und Stuck der eigentliche Grundriss der Villa ablesen. Die indirekt beleuchtete Stuckdecke hebt sich von der leicht farbigen Wand ab.
Während im Erdgeschoss Stuck, Fliesen und Böden von der Historie der Stadtvilla zeugen, sind in den oberen Etagen keinerlei dieser Elemente erhalten geblieben. Symbolisch übernehmen hier Tapeten, Teppiche und ausgesparte Flächen an den Wänden als „Putzzitate“ diese Funktion. Durch die bewusste Liebe zum Detail und den klaren Blick für das Wesentliche, haben Druschke und Grosser Architektur BDA einem historischen Ort zu neuem Leben verholfen.