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  • SE-111 48 Stockholm
  • Realisiertes Projekt

Nobel Center


Projektbeschreibung:
Der Nobelpreis wird seit 1901 alljährlich als höchste Auszeichnung für herausragende Leistungen in den Wissenschaften, der Literatur und den Friedensbemühungen vergeben. Seit jeher wird er mit Integrität, Autonomie und Freiheit assoziiert. Das neue Nobel Center dient nicht nur der Zusammenführung der Zeugnisse seiner bemerkenswerten Geschichte an einem Ort, sondern auch als Fundament einer neuen Ära, in der die Errungenschaften und Ideale des Nobelpreises zur Inspirationsquelle künftiger... +
Der Nobelpreis wird seit 1901 alljährlich als höchste Auszeichnung für herausragende Leistungen in den Wissenschaften, der Literatur und den Friedensbemühungen vergeben. Seit jeher wird er mit Integrität, Autonomie und Freiheit assoziiert. Das neue Nobel Center dient nicht nur der Zusammenführung der Zeugnisse seiner bemerkenswerten Geschichte an einem Ort, sondern auch als Fundament einer neuen Ära, in der die Errungenschaften und Ideale des Nobelpreises zur Inspirationsquelle künftiger Generationen werden.

Das Nobel Center steht als Solitär in exponierter Uferlage auf der Halbinsel Blasieholmen im Zentrum Stockholms neben dem Schwedischen Nationalmuseum. Das neue Gebäude gibt dem Nobelpreis erstmalig in dessen Geschichte ein Zuhause und stärkt Blasieholmen als Ort kultureller Errungenschaften. Zusammen mit dem Nationalmuseum bildet das Nobel Center ein kulturelles Forum und schafft dank der Positionierung seines Baukörpers Raum für einen öffentlichen, nach Süden ausgerichteten Park.

Das großzügige Erdgeschoss ist frei zugänglich. So erweitert es den städtischen Raum und verbindet ihn mit dem Gebäude, dessen öffentlicher Charakter gestärkt wird. In der Eingangshalle gibt es neben flexiblen Ausstellungsbereichen auch einen Bookshop und ein Café mit Bar und Blick auf den Park. Für die Bewohner der Stadt und die Touristen ist hier der Startpunkt zur Erkundung der Nobel World, einer Erlebniswelt mit Ausstellungen, Konferenzen, museumspädagogischen Programmen und gastronomischem Angebot. Das Auditorium im vierten Obergeschoss bildet den architektonischen Höhepunkt des Hauses. Die Raumstruktur der darunter liegenden Geschosse, mit tragenden Säulen als wichtigstem architektonischen Motiv, leiten sich von der Struktur des Auditoriums ab. Der Saal ist so gestaltet, dass er der Austragungsort sein wird sowohl für wissenschaftliche Konferenzen als auch für die zukünftige Verleihung des Nobelpreises für Wissenschaft, Literatur und Wirtschaft. Das Restaurant und die Bar liegen in der obersten Etage mit einem einzigartigen Blick über die Stadt, was den öffentlichen Charakter des Hauses unterstreicht.

Die Gebäudeform deutet subtil eine Dreigliederung des Hauses in Sockel, Mittelteil und Gebäudeabschluss an. Die Fassade nimmt eine wichtige Rolle ein, denn ihre Leichtigkeit und Transparenz unterstützen den öffentlichen Charakter des Nobel Centers, das Leben im Inneren wird zu einem Teil der Stadt. Feine Bronzelisenen, platziert in variierender Dichte, umhüllen das Gebäude wie ein Kleid. Mit dem Wechsel der Tageszeit und der stattfindenden Aktivitäten hat das Gebäude mal eine Wirkung von lebhafter Offenheit, mal von ruhiger Solidität. Die Materialwahl reflektiert nicht nur die würdevolle Noblesse der schwedischen Hauptstadt. Im metaphorischen Sinne verleiht sie dem Ort auch eine besondere Strahlkraft, ganz wie der Nobelpreis selbst.





Wettbewerb: 2013 – 2014
Geplante Fertigstellung: 2019
Bruttogrundfläche: 18.980m²

Bauherr: Nobelhuset AB

Architekt: David Chipperfield Architects Berlin
Entwurf: David Chipperfield, Christoph Felger – Partner
Projektmanagement: Harald Müller – Partner
Projektleitung: Kristen Finke, Peter von Matuschka, Wiebke Ahues

Tragwerksplanung:
Arup, Berlin, London
Konkret, Stockholm

Gebäudetechnik:
Arup, Berlin, London
PO Andersson Konstruktionsbyrå, Stockholm
Incoord, Stockholm

Bauphysik: Arup, Berlin, London

Fassadenplanung: Arup, Berlin, London

Kontaktarchitekt/Bühnentechnik: AIX Arkitekter, Stockholm

Lichtplanung: Matí AG, Adliswil

Akustik Auditorium: Müller BBM

Brandschutzgutachter:
Arup, Berlin, London
Brandgruppen, Stockholm

Beratung Nachhaltigkeit/ BREEAM:
Arup, Berlin, London
Miljökonsult, Hägersten

Renderings/Modellfotos: David Chipperfield Architects -



INFO-BOX

veröffentlicht am 27.05.2016
Zuletzt aktualisiert 27.05.2016
Projekt-ID 5-62020
Seitenaufrufe 403



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