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  • Projekt im Bau

Opernplatz 2


Projektbeschreibung:
DAS NEUE OPERNTOR


Städtebau

Die Position des Gebäudes markiert einen wichtigen Gelenkpunkt zwischen der Neuen Mainzer Straße, dem Opernplatz und dem Ausläufer der Taunusparkanlage, der den Opernplatz südlich begrenzt. Die Neue Mainzer Straße ist zugleich Zufahrts- und Erschließungsstraße für das Grundstück. Diese sehr besondere städtebauliche und funktionale Lage des Grundstücks im Mikro- und im Makroraum der Stadt wird durch die Aufnahme der Kurve, die die Neue Mainzer Straße und spätere... +
DAS NEUE OPERNTOR


Städtebau

Die Position des Gebäudes markiert einen wichtigen Gelenkpunkt zwischen der Neuen Mainzer Straße, dem Opernplatz und dem Ausläufer der Taunusparkanlage, der den Opernplatz südlich begrenzt. Die Neue Mainzer Straße ist zugleich Zufahrts- und Erschließungsstraße für das Grundstück. Diese sehr besondere städtebauliche und funktionale Lage des Grundstücks im Mikro- und im Makroraum der Stadt wird durch die Aufnahme der Kurve, die die Neue Mainzer Straße und spätere Hochstraße am Opernplatz nimmt, im oberen Teil der Gebäudekubatur und die horizontal gegliederte Fassade beantwortet.

Das Grundstück besetzt einen Ort, der auf allen Seiten vom öffentlichen Raum umflossen wird und über eine entsprechende Durchwegung dieser Räume funktioniert. Das Gebäude ist in diesem Kontext als Objekt platziert und kann so von allen Seiten gleichermaßen wahrgenommen werden. Trotz dieser solitären Wirkung bildet das neue Gebäude im Zusammenhang mit den Kopfbauten am Bockenheimer Tor eine schlüssige Torsituation zu Opernplatz und Oper, wodurch der Ensemble-Charakter der städtebaulichen Situation noch einmal akzentuiert wird.

Das Gebäude schöpft das im Bebauungsplan vordefinierte Baufenster voll aus. Kontext und Solitär stellen keinen Widerspruch dar. Es ist daher ausschlaggebend, dass den Außenräumen am Gebäude, den Terrassen zur Taunusanlage im Westen und Süden, sowie den großzügigen Zugängen zum Bockenheimer Tor im Norden eine besondere Bedeutung zugemessen wird. Die Geschichte der Torsituation wird reflektiert, darüber hinaus fördern der Gebäudekubus und seine Außenhaut eine städtebaulich notwendige Adressbildung. Wir haben uns gegen eine baurechtlich mögliche Auskragung des Gebäudes nach Norden entschieden, um die Torsituation zu akzentuieren.
Die Wallservitutslinie wurde bei gleichzeitiger voller Ausnutzung des Unterbauungsrechts eingehalten.
In den unteren beiden Geschossen reagiert die Fassade sowohl in ihrer Struktur als auch durch Auskragung und Rücksprung auf die Arkaden des Gebäudes an der Goethestraße, ohne diese zu kopieren. Im Dachgeschoss reagieren wir auf die einzigartige Lage durch zwei Dachterrassen mit Ausrichtung Südost und Nordwest.


Außenraum

Das Gebäude ist allseitig in den öffentlichen Raum eingebettet, wodurch keine Vorder- oder Rückseite definiert werden musste. Der Kubus und seine Ausformung bieten urbanen Lesestoff für Stadtflaneure sowohl hinsichtlich Kontext als auch Geschichte. Der untere Fassadenteil nimmt das Thema der Arkaden des gegenüberliegenden Gebäudes auf.

Großflächige Fenster nehmen Bezug zum Außenraum auf. Die Promenade entlang der Taunusanlage im Westen wird neu gestaltet und steht somit einer gastronomischen Nutzung zur Verfügung. Eine ähnliche Situation wird an der Südseite des Gebäudes geschaffen, wo die Taunusanlage bis an die Neue Mainzer Straße grenzt. Hier ist die Neugestaltung eins kleinen Platzes vorgesehen, wodurch die Flucht der Neuen Rothofstraße aufgenommen wird. Um die natürliche Belichtung der Innenräume in der Tiefe zu gewährleisten, wurden ab dem zweiten Obergeschoss zwei Innenhöfe geplant. Diese sorgen auch für die notwendige Querlüftung.


Erschließung

Die Adressbildung erfolgt vorrangig über die Fassade. Die Einzelhandelsbereiche im Erdgeschoss werden durch direkte Zugänge zum Stadtraum erschlossen. Die gesamte Orientierung der Einzelhandels- und Gastronomiezonen richtet sich zum Außenraum. Der Haupteingang zu den Büroflächen in den Obergeschossen befindet sich an der Ostseite des Gebäudes. Dieser Eingangsbereich mündet in ein Foyer, das auch Raum für einen Empfangs- und Wartebereich bietet.

Die vertikale Erschließung erfolgt über einen zentralen Kern, der durch zwei Sicherheitstreppenhäuser flankiert wird. Im Kern vorgesehen sind Personenaufzüge und ein Lasten- bzw. Rettungsaufzug. Weiterhin wird ein separater Lastenaufzug für die Einzelhandels- und Gastronomiebereiche in den unteren Geschossen angeboten.
Die gesamte Anlieferung, Entsorgung und Tiefgaragenzufahrt wird durch eine einzige Rampe an der Neuen Mainzer Straße gewährleistet. Diese gebündelte Erschließung ermöglicht es uns einerseits, die Fassadenstruktur in den unteren beiden Geschossen aufrecht zu erhalten, andererseits können so die Erschließungsflächen für den motorisierten Verkehr relativ gering gehalten werden.


Architektur

Ordnung, Symmetrie, Ablesbarkeit, Klarheit, Wiedererkennbarkeit und der spielerische Umgang mit diesen Regeln sowie der städtebaulichen Geschichte und Situation prägen die Erscheinung des architektonischen Entwurfs für das NEUE OPERNTOR.

Das NEUE OPERNTOR nimmt das Bedürfnis nach Wiedererkennbarkeit und Adressbildung auf und thematisiert es in der Ausprägung seiner Kubatur und Außenhaut. Das Gebäude unterscheidet sich in seiner Sprache von seinen direkten Nachbarn, steht aber gleichzeitig als „Mitglied des Gesamt-Ensembles“ mit den anderen Häusern am Bockenheimer Tor in enger Beziehung. Das Ergebnis ist ein Gleichgewicht aus den als Solitären ausgebildeten Kopfbauten und der städtebaulichen Situation, die daraus entsteht.

Durchgehend gleiche, stehende Fensterformate gliedern die Fassade in den oberen Geschossen des Hauses. Die Fenster sind sämtlich bodentief (französische Fenster). In Blickrichtung Opernplatz und Taunusanlage sind die seitlichen Fensterlaibungen schräg geplant, um das Blickfeld zu erweitern und zu rahmen. An der Straßenseite zur Neuen Mainzer Straße gewährleisten Prallscheiben für eine ruhige Arbeitsatmosphäre. Die geschossübergreifenden innenliegenden Lichthöfe ermöglichen eine optimale Nutzung der Kernzonen, die ansonsten durch die Gebäudetiefe unbelichtet und -belüftet blieben.

Insgesamt integriert sich das ruhige und gegliederte Fassadenbild angenehm in die exklusive Umgebung am Opernplatz und Bockenheimer Tor. Die Außenhaut aus Naturstein sorgt für eine hochwertige Anmutung des Gebäudes und gibt dem Gebäude Plastizität und Lebendigkeit. Die Kurve der Neuen Mainzer Straße und späteren Hochstraße wird im oberen Teil der Gebäudekubatur durch eine Auskragung aufgenommen und beantwortet -



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