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  • DE-04155 Leipzig-Gohlis
  • Realisiertes Projekt

Kindertagesstättenersatzneubau der Ev.-Luth. Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde


Projektbeschreibung:
Gutachterverfahren 08/2013 - 1. Preis -

Neubau Kita Michaeliskirche in Leipzig Gohlis
mit 108 Plätzen, davon 36 Krippen- und 6 Integrationsplätze

Auftraggeber: Kirchenvorstand der Ev.-Luth. Michaeliskirche in Leipzig Gohlis

Städtebau

Das Gebäude reiht sich als kompakter Baukörper maßstäblich in die Abfolge villenartiger Gebäude entlang der Fritz-Seger-Straße ein.

Vorspringende und überhöhte Gebäudeteile untergliedern den Baukörper in maßstäbliche Einheiten.

Gleichzeitig brechen die... +
Gutachterverfahren 08/2013 - 1. Preis -

Neubau Kita Michaeliskirche in Leipzig Gohlis
mit 108 Plätzen, davon 36 Krippen- und 6 Integrationsplätze

Auftraggeber: Kirchenvorstand der Ev.-Luth. Michaeliskirche in Leipzig Gohlis

Städtebau

Das Gebäude reiht sich als kompakter Baukörper maßstäblich in die Abfolge villenartiger Gebäude entlang der Fritz-Seger-Straße ein.

Vorspringende und überhöhte Gebäudeteile untergliedern den Baukörper in maßstäbliche Einheiten.

Gleichzeitig brechen die versetzten Kopfbauten die Symmetrie der Anlage und gehen auf die Ecksituation Fritz-Seger-Straße / Richterstraße ein.

Zugunsten einer dreiseitig umlaufenden Freispielfläche wird das Grundstück von Norden aus der Richterstraße über einen grundstückseigenen Vorplatz erschlossen.

Die Baukörperplatzierung ermöglicht eine optimale Untergliederung der Freiflächen in die jeweiligen Bereiche der Krippe und des Kindergartens.

Und schließlich fügt sich der Baukörper in den schützenswerten Baumbestand, der gänzlich unbeschadet erhalten werden kann.

Entwurf

Im Grundriss sind die Funktionsbereiche der Kita klar gegliedert. Allgemeinbereich und Krippe liegen im Erdgeschoss, Kindergarten und Personalbereich im Obergeschoss.

Jeder Bereich wird von einem zentralen Eingangsbereich und Treppenraum aus erschlossen. Der Treppenraum ist mehr ein Dielenhaus und stellt eine Alternative zu durchgehenden Fluren mit anliegendem und brandschutztechnisch abgeschottetem Treppenhaus dar. Das Dielenhaus bildet im Erdgeschoß mit dem Mehrzweckraum und im Obergeschoss mit der vorgelagerten Dachterrasse eine lichtdurchflutete Mittelzone.

Der Eingangsbereich setzt sich im Erdgeschoß im Mehrzweckraum fort, der wiederum in die Gemeinschaftsterrasse mündet. Zur einen Seite schließen sich der Allgemeinbereich mit Gäste-WC, Lager, Integrationsraum, Atelier, Leiterbüro und Besprechungsraum bzw. Elterncafé an. Das Elterncafé grenzt unmittelbar am Leiterbüro und bietet einen Gartenausgang für den Allgemeinbereich. Die Verteilerküche kann separat vom Vorplatz aus beliefert werden. Der Kinderwagenraum liegt günstig direkt am Eingangsbereich.

Die Krippe nimmt den gesamten erdgeschossigen Westflügel ein. Sie wendet sich den Ihr vorbehaltenen Gartenteil zu. Die Sanitärräume liegen zwischen den Gruppenräumen und bieten gleichsam einen Pufferraum zwischen der Gruppen als auch ein verbindendes Element.
Die Schlafräume sind abseitig angeordnet. Sie könnten wahlweise vom Gruppenraum oder vom Flur aus erschlossen werden.

Der Mehrzweckraum ist auch an die Krippe direkt angeschlossen, um den Krippenkindern der Weg über das das allgemein frequentierte Dielenhaus zu ersparen.

Am Treppenaustritt im Obergeschoss öffnet sich über die Dachterrasse der Blick in den baumbestanden Gartenbereich.

Zu beiden Seiten liegen die Garderoben der Kindergartengruppen. Je zwei Gruppen sind zusammengelegt und teilen sich gemeinsame Garderoben und Sanitäreinheiten. Mit ihrer zusätzlichen Raumhöhe zeichnen sich die Gruppenräume nach außen als Kopfbauten der beiden Gebäudeflügel ab.

Aus je einem der beiden Gruppenräume gelangen die Kinder auf die Dachterrasse. Diese ist dreiseitig eingefasst und bietet den idealen Raum für ein grünes Klassenzimmer.

Eine Freitreppe bietet den Kindern den direkten Zugang zu ebenerdigen Garten. Die Untergliederung der Freifläche in einen Krippengarten und einen Garten für Kindergartenkinder fügt sich so auch im Grundriss mit der zwischen Krippe und Kindergarten wechselnden Ausrichtung.

Die Anordnung der Treppen und Gliederung der jeweiligen Nutzungsbereiche folgt im Ergebnis einem sorgfältig optimierten Brandschutzkonzept. Die Notwendigkeit von zwei unabhängigen, im Optimalfall gegenläufigen Fluchtwegen wird mit zwei Geschoßtreppen erfüllt, die sich auch funktional und thematisch optimal ergänzen.

Das Gebäude ist als Massivbau mit einer Außenwand aus Dämmziegeln konzipiert. Mit dem Ziel einer wirtschaftlichen Gebäudestatik ist es uns gelungen, die tragenden Wände in den unterschiedlich gegliederten Geschossen deckungsgleich anzuordnen.

In Korrespondenz mit der umliegenden Bebauung schlagen wir einen Putzbau vor. Die Rolle als Sonderbau drückt das Gebäude mit einer Fassadengestaltung aus, die sich aus der jeweils sinnvollen Anordnung großer Einzelfenster ergibt. Ausgestellte Sitzerker in den Gruppenräumen laden zum Verweilen auf der Fensterbank mit Blick in die angrenzenden Bäume ein. Wie scheinbar willkürlich gesteckte Bauklötzchen verteilen sich Sitzerker und Fensterflächen über die ansonsten klare Gebäudekubatur. -


  • Projektbeteiligte

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  • Projektdaten

    maximieren

    Baubeginn 04/2014
    Fertigstellung 06/2015
    Gebäudetyp Kindergärten, Vorschulen (Neubau)
    Projektadresse Richterstraße 14
    DE-04155 Leipzig-Gohlis
  • Gewährleistung

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