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Innenraum Innenraum, © Schoener und Panzer Architekten / Margret Hoppe
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  • DE-04288 Leipzig
  • Realisiertes Projekt

Judohalle Holzhausen


Projektbeschreibung:
Der Judo Holzhausen e.V. konnte 2015 eine ursprünglich als Heizhaus genutzte Lagerhalle erwerben, die Ende der 60er Jahre in DDR-Typenbauweise im Osten Leipzigs errichtet wurde. Die ungedämmte und in Betonbauweise errichtete Halle wurde unter engen wirtschaftlichen Zwängen energetisch ertüchtigt und für den Trainingsbetrieb des Judovereins ausgebaut.

Die dreiseitig anschließende Nachbarbebauung der Halle forderte eine Innendämmung der Wände, lediglich das Dach konnte von außen gedämmt... +
Der Judo Holzhausen e.V. konnte 2015 eine ursprünglich als Heizhaus genutzte Lagerhalle erwerben, die Ende der 60er Jahre in DDR-Typenbauweise im Osten Leipzigs errichtet wurde. Die ungedämmte und in Betonbauweise errichtete Halle wurde unter engen wirtschaftlichen Zwängen energetisch ertüchtigt und für den Trainingsbetrieb des Judovereins ausgebaut.

Die dreiseitig anschließende Nachbarbebauung der Halle forderte eine Innendämmung der Wände, lediglich das Dach konnte von außen gedämmt werden. Aus dieser Rahmenbedingung entstand die Chance, das äußere Erscheinungsbild der Halle unverändert beizubehalten und im Gebäudeinneren einen spannungsvollen Dialog zwischen der bestehenden Struktur und dem neuen Einbau entstehen zu lassen.

Für den Ausbau der Halle kamen fast ausschließlich Komponenten aus Holz oder Holzwerkstoffen zum Einsatz. Damit wurde einerseits das Ziel einer ökologischen und umweltschonenden Bauweise auch an der Oberfläche sichtbar gemacht, andererseits konnten damit die äußerst engen Budgetgrenzen eingehalten werden.

Die Dämmebene wurde auf der Innenseite der Betonfertigteilfassade durch eine Zelluloseflockung projektiert, die zwischen Außenwand und Dampfsperre eingeblasen wurde. Die Gefache wurden durch Universalfassadenexpander erstellt, die die verwendeten Holzquerschnitte auf ein notwendiges Minimum reduzieren und Unebenheiten der bestehenden Betonkonstruktion nivellieren.

Die raumhoch ausgeführte Verkleidung mit einfachen, weiß lasierten Fichtensperrholzplatten, die weitgehend in ihren werkseitigen Maßen eingebauten wurden, konnte im unteren Bereich durch das Hinterlegen mit Filzstreifen als Prallwandkonstruktion ausgeführt werden. Das von oben gedämmte und zur natürlichen Belichtung und Belüftung mit Lichtkuppeln ertüchtigte Dach lässt die bestehende Kassettendecke und die Hauptträger im Raum wirken, lediglich die äußere Kassette wurde, um eine Flankenwirkung zu erzielen, ebenfalls von innen gedämmt.

Der Sportboden besteht aus einem auf Wärmedämmung gelagerten Holzschwingboden und einer 20 mm starken Eichenparkettschicht. Der komplette Bodenaufbau wurde in einer anderen Leipziger Sporthalle nicht mehr für sanierungsfähig befunden, unter Mithilfe der Architekten und Bauherren ausgebaut, aufgearbeitet und in der Judohalle wieder eingebaut. Der äußerst hochwertige und dennoch preiswerte Sportboden steht damit symbolhaft für die Rezyklierbarkeit und Langlebigkeit des Werkstoffes Holz.

Für das Wandbild, das den Gründer des Judosports, Kano Jigoro, darstellt, wurden die Sperrholzplatten partiell mit einer Lochfräsung ausgeführt. Das Bild wurde von den Architekten entwickelt und in der Werkstatt für behinderte Menschen der Leipziger Lebenshilfe hergestellt.

Insgesamt wurde das Projekt innerhalb des Budgets von 125.000,- EUR brutto umgesetzt, 2017 wird die Halle mit einem Erweiterungsbau ergänzt, der als Funktionsgebäude Umkleide- und Sanitärbereiche sowie einen Kraftraum umfasst. -



INFO-BOX

veröffentlicht am 22.06.2017
Zuletzt aktualisiert 10.09.2018
Projekt-ID 5-66802
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