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  • AT-1160 Wien
  • Realisiertes Projekt

Lobmeyrhof


Projektbeschreibung:
Nach Plänen von Theodor Bach und Leopold Simony wurden zwischen 1898 und 1901 ein Frauen- und Männerwohnheim - der „Stiftungshof“ - und Familienwohnhäuser mit zwei Ledigenheimen – der Lobmeyrhof - errichtet. In den Jahren 1980 bis 1982 wurde die Anlage zuletzt generalrenoviert, sodass sie schon wieder in die Jahre gekommen war und nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach. Die Sanierung erfolgte nur teilweise bestandsfrei. Um- und Absiedlungsmaßnahmen waren erforderlich.


Baumaßnahmen... +
Nach Plänen von Theodor Bach und Leopold Simony wurden zwischen 1898 und 1901 ein Frauen- und Männerwohnheim - der „Stiftungshof“ - und Familienwohnhäuser mit zwei Ledigenheimen – der Lobmeyrhof - errichtet. In den Jahren 1980 bis 1982 wurde die Anlage zuletzt generalrenoviert, sodass sie schon wieder in die Jahre gekommen war und nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach. Die Sanierung erfolgte nur teilweise bestandsfrei. Um- und Absiedlungsmaßnahmen waren erforderlich.


Baumaßnahmen

Der Denkmalschutz rettete den Wohnblock aus der Gründerzeit vor dem Abbruch und erlaubte gleichzeitig eine Revitalisierung mit zeitgemäßer Architektur. Der geschützte Altbestand ist in seiner Struktur erhalten geblieben und wurde vollständig saniert. Im Innenhof wurden die Fassaden bis zu den Kaminmauern abgebrochen, wobei die Stiegenhäuser erhalten blieben und ein neuer Baukörper vorgesetzt wurde. In einem Teil des Innenhofes wurde eine Tiefgarage errichtet.
Vor allem im Hofbereich ermöglichte der Teilabbruch von der Mittelmauer bis zur Hofaußenwand einen neuen Zubau mit großzügigen Freiflächen für jede Wohnung.
Das durch den umfangreichen Abbruch gewonnene Ziegelmaterial wurde nach der Reinigung im großen Stil für Ausmauerungsarbeiten wiederverwendet.
In allen Wohnungen und Lokalen wurde Fernwärme eingeleitet und die Wohnungen mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung ausgestattet.
Die Stiegenhäuser werden über den neu gestalteten Innenhof erschlossen und durch große Oberlichten von Dach bis Erdgeschoss über einen Lichtschacht mit
Tageslicht versorgt.
Eine zweigeschossige Aufstockung mit 55 neuen Wohnungen, eine Tiefgarage mit 54 Stellplätzen, 14 Aufzüge, ein Gemeinschaftsraum, zahlreiche Fahrradräume, ein Kinderspielplatz und sonstige Allgemeinräume runden die Vielfalt an Verbesserungsmaßnahmen ab und erfüllen die Wohnhausanlage mit neuem Leben. 10 Wohngemeinschaften für Kolping und Wieder Wohnen unterstreichen den sozialen Anspruch der Sanierung.
Trotz Denkmalschutz wurde der Niedrigenergiehaus-Standard erreicht.
Der alte Baumbestand im weiten Innenhof konnte Großteils erhalten werden und spendet dem Kinderspielplatz wohltuenden Schatten.
Diese Anlage ist wieder zu einem, für viele Familien lebenswerten Ort geworden. -


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  • Projektbeteiligte

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  • Projektdaten

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    Awards / Auszeichnungen 32. Wiener Stadterneuerungspreis 2017 [2. Preis]
    Fertigstellung 2016
    Gebäudetyp Wohnsiedlungen, -quartiere (Renovierung / Sanierung)
    Projektadresse Lorenz-Mandl-Gasse 10-16
    AT-1160 Wien
  • Gewährleistung

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INFO-BOX

veröffentlicht am 26.06.2017
Zuletzt aktualisiert 04.07.2017
Projekt-ID 5-66825
Seitenaufrufe 225



  • 1. Preis

  • 2. Preis

    • Realisiertes Projekt

      Lobmeyrhof


      active
    • Beruteilung durch das Preisgericht

      Bei dieser denkmalgeschützten Wohnausanlage erfolgte mit dem Abbruch der hofseitig orientierten Gebäudeteile von der Kaminmauer weg ein spektakulärer Eingriff in die Bestandsstruktur.

      Der neue Zubau im Hof ermöglichte nicht nur einen erheblichen Nutzflächen- und Qualitätsgewinn, sondern – und das ist besonders hervorzuheben - es konnte mit der Neuerrichtung der Stiegen-häuser inkl. Aufzugseinbauten eine barrierefreie Erschließung aller Geschoße verwirklicht werden. Die zur Straße... +

      Bei dieser denkmalgeschützten Wohnausanlage erfolgte mit dem Abbruch der hofseitig orientierten Gebäudeteile von der Kaminmauer weg ein spektakulärer Eingriff in die Bestandsstruktur.

      Der neue Zubau im Hof ermöglichte nicht nur einen erheblichen Nutzflächen- und Qualitätsgewinn, sondern – und das ist besonders hervorzuheben - es konnte mit der Neuerrichtung der Stiegen-häuser inkl. Aufzugseinbauten eine barrierefreie Erschließung aller Geschoße verwirklicht werden. Die zur Straße orientierten Gebäudeteile wurden im Bestand saniert, so dass das äußere Erscheinungsbild nahezu unverändert bleibt.

      Der zweigeschoßige Dachausbau ermöglicht eine vertikale Erweiterung der Wohnnutzfläche. Der große Innenhof mit dem alten Baumbestand blieb erhalten und trägt wesentlich zur hohen Wohnqualität bei.
      Trotz Denkmalschutz ist es gelungen, den Heizwärmebedarf des Objektes durch die Sanierung auf den Standard des Niedrigenergiegebäudes zu senken. Der Anschluss an das Fernwärmenetz und die kontrollierte Komfortlüftung setzen den ökologischen Beitrag zur Sanierung.

      Gewürdigt wird auch die Vielfalt an Wohnungstypen und Wohngemeinschaften, um eine soziale Durchmischung zu gewährleisten. Der Zubau von großzügigen Balkonen und Loggien bedeuten eine erhebliche Steigerung des Wohnwertes. Die Errichtung von 54 unterirdischen Stellplätzen im Hof komplettieren diese gelungene Sanierung.

      Somit stellt dieses Objekt für die Jury einen würdigen Beitrag zum Erhalt eines denkmalgeschützten Hauses dar und wird dem Anspruch von qualitätsvollem Wohnen gerecht. -

  • 3. Preis

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