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  • DE-78564 Wehingen
  • Realisiertes Projekt

Schlossberghalle, Wehingen


Projektbeschreibung:
Situation • Die gegebene Situation ist geprägt durch Gegensätzlichkeiten der bestehenden Baustrukturen. Neben der eher kleinmassstäblichen Wohnbebauung wird der Ort vor allem auch durch grossmassstäbliche Industrie- und Gewerbebebauung bestimmt. In diesem bestehenden heterogenen Strukturbild bildet die Schlossberghalle mit dem Baukörper des südlich angrenzenden Gründerzentrum ein städtebauliches Ensemble. Es entsteht ein markanter und bestimm- ender Punkt im baulichen Gesamtgefüge,... +
Situation • Die gegebene Situation ist geprägt durch Gegensätzlichkeiten der bestehenden Baustrukturen. Neben der eher kleinmassstäblichen Wohnbebauung wird der Ort vor allem auch durch grossmassstäbliche Industrie- und Gewerbebebauung bestimmt. In diesem bestehenden heterogenen Strukturbild bildet die Schlossberghalle mit dem Baukörper des südlich angrenzenden Gründerzentrum ein städtebauliches Ensemble. Es entsteht ein markanter und bestimm- ender Punkt im baulichen Gesamtgefüge, welcher sich als neuer Ort der Begegnung und Kommunikation definiert und durch seinen gewählten konzeptionellen Ansatz räumliche Bezüge zum bestehenden Umfeld herstellt.


Konzeption • Zu Beginn der Arbeit versuchten wir zuerst, das Wesen der Aufgabe an dem vor beschriebenen Ort und das Verhältnis zwischen Menschen und Raum in Rahmen der gestellten Aufgabe zu ergründen. Hierbei erfuhren wir wieder, dass, wenn wir über den Inhalt der Aufgabe nachdenken, ein besonderes Licht auf das Wesen der Dinge fällt, die den Ort ausmachen. Nach unseren Überlegungen sollte ein Raumgefüge entstehen, welches in der kleinmassstäblichen Wohnbebauung und der grossmassstäblichen Industrie- und Gewerbebebauung einen Ort entstehen lässt, der durch den gewählten Baukörper eindeutig und markant definiert wird.


Aus diesem grundsätzlichen Gedanken entstand ein polygonaler Baukörper mit skulptural prägender Wirkung. Dieser definiert die Festhalle als Anziehungsort in der bestehenden heterogenen Struktur. Er bildet in Verbindung mit dem zur Wörthstrasse vorgelagerten Festplatz eine Situation mit starker eigener Identität. Von der Wörthstrasse zurückversetzt, besetzt das Volumen die Hangkante zum rückwärtig verbleibenden Grünraum und belässt einen grosszügigen Vorplatz für den ankommenden Besucher. Der Baukörper definiert sich durch eine einfache, reduzierte Materialwahl, die sich auf eine Hüllfläche aus Kupferblech für Dach und Wand und einfache Fensteröffnungen beschränkt. Allein der Haupteingang zum Vorplatz hin bricht das geschlossene Bild der Fassadenhaut auf und akzentuiert diesen, bewusst, um den Eingang in das Gebäude zu markieren.


Die Komplexität der Form entwickelt sich aus der Verknüpfung der vorgegebenen Parameter: die spezifische Interpretation des Programms mit seinen funktionalen Bezügen, den Gegebenheiten des Standorts und der Identitätsbildung durch den zentralen Saalraum, der Festen einen angemessenen Rahmen gibt. Es entstand durch das Gebäude ein Markierungspunkt im räumlichen Gefüge, welches der Nutzung als Versammlungsstätte der Gemeinde gerecht wird.


Grundrissstruktur • Die Grundrissfigur gliedert sich in zwei grundsätzliche Bereiche. Zum Einen, den Saal mit Bühne und Foyer und zum Anderen, die dienenden Räume der Küche und Nebenbereiche. Über das Foyer, welches sich aus dem Eingangsbereich entwickelt, wird der Festsaal und der Mehrzweckraum erschlossen. Die Bar des Mehrzweckraums dient als zusätzliche Versorgung in den Pausen. Über eine Verbindungstreppe und Aufzugsanlage, werden der Sanitärbereich im Untergeschoss und die Garderobe an das Foyer angebunden. Im vieleckigen Saalraum entsteht eine einfache, zentrierende, festliche Raumatmosphäre mit hoher Intensität. Der Saal ist zum Foyer mit mobilen Trennwänden begrenzt, die hohe Flexibilität mit unterschiedlich- sten Möglichkeiten Raumverknüpfungen von Saal, Foyer und Mehrzweckraum ermöglicht. Der Mehrzweckraum, ebenfalls mit Mobilen Trennwänden umschlossen, dient als Versammlungsraum für kleinere Veranstaltungen. Festsaal sowie Mehrzweckraum beziehen sich über grosszügige Räumöffnungen zum Aussenbereich. Die Küche in ihrer funktionalen Gliederung ist Versorgungseinheit für Saal, Mehrzweckraum und Foyer.


Konstruktion und Material • Die tragende Konstruktion der Festhalle besteht in ihrer Grundkonstruktion aus aufgehenden Stahlbetonwänden. Der Saalbereich hat eine Dachtragkonstruktion aus Stahl-Fachwerkträgern. Der darüberliegende Dachaufbau mit Pfetten und Sparren ist als Zimmererkonstruktion in Holz ausgeführt. Sämtliche Wandflächen des Saalbereichs sind mit Holzpaneelen verkleidet, welche akustisch wirksam sind. Diese sind mit einem birkefurnierten Oberfläche belegt. Für die transparenten Fassadenbereiche wurden Holz Posten-Riegelkonstruktionen mit Aludeckschale verwendet. Der Bodenbelag in den Saalflächen als Parkettbelag und im Foyerbereich als Kunststeinbelag ausgeführt. Somit entsteht eine hölzerne Auskleidung der Saalräume, die im Materialkontrast zur metallischen Aussenhülle steht. Sämtliche Baukonstruktionen sind aus dauerhaften, biologisch unbedenklichen und ökologisch sinnvollen Materialen konstruiert und gestaltet. Dies vor allem im Hinblick auf eine nachhaltige Gebäudebewirtschaftung und deren Unterhaltung.


Energiekonzept • Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über Geothermie. Die Grundlast des Gebäudes wird über eine Sole-Wasser- Wärmepumpe gesichert. Die Spitzenlasten der Wärmeversorgung werden mit einem Gas- Brennwertkessel abgedeckt. -


  • Projektbeteiligte

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    Awards / Auszeichnungen Hugo-Häring-Auszeichnung 2017 Kreisgruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg [Auszeichnung]
    Fertigstellung 2017
    Gebäudetyp Stadt-, Mehrzweckhallen, Festhallen (Neubau)
    Projektgröße
    Brutto-Grundfläche (BGF) in m² 2.230 m2
    Brutto-Rauminhalt (BRI) 15.680 m3
    Netto-Grundfläche (NGF) 2.085 m2
    Projektkosten
    Baukosten (gesamt) 6.500.000 EUR
    Projektadresse Wörthstrasse 33
    DE-78564 Wehingen
  • Gewährleistung

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INFO-BOX

veröffentlicht am 31.08.2017
Zuletzt aktualisiert 19.02.2020
Projekt-ID 5-67458
Seitenaufrufe 334



  • Auszeichnung

  • Auszeichnung

    • Realisiertes Projekt

      Schlossberghalle, Wehingen


      active
    • Beruteilung durch das Preisgericht

      Die Schlossberghalle fügt sich in hervorragender Weise in die bestehende Struktur der Ortsmitte Wehingen ein. Der polygonale Baukörper definiert im baulichen Gesamtgefüge der Gemeinde einen neuen Ort der Begegnung und der Kommunikation. Das Gebäude besticht durch einfache, reduzierte Materialwahl welche sich auf eine Hüllfläche aus Kupferblech und einfache Fensteröffnungen beschränkt. Der Haupteingang überzeugt durch seine Form und Gestaltung und lädt die Bürger zum Eintritt in die... +

      Die Schlossberghalle fügt sich in hervorragender Weise in die bestehende Struktur der Ortsmitte Wehingen ein. Der polygonale Baukörper definiert im baulichen Gesamtgefüge der Gemeinde einen neuen Ort der Begegnung und der Kommunikation. Das Gebäude besticht durch einfache, reduzierte Materialwahl welche sich auf eine Hüllfläche aus Kupferblech und einfache Fensteröffnungen beschränkt. Der Haupteingang überzeugt durch seine Form und Gestaltung und lädt die Bürger zum Eintritt in die Schlossberghalle ein.
      Der Grundriss bietet eine hohe Flexibilität für unterschiedliche Nutzungen und wird den gestellten Anforderungen der Gemeinde auf optimale Weise gerecht. Die birkenfurnierten Holzpaneele auf den Wandflächen des Festsaales bilden gemeinsam mit den gewählten Bodenoberflächen aus Parkett und Kunststein einen spannenden Kontrast zur metallischen Außenhülle. Mit dem Bau der Schlossberghalle ist in der Mitte der Gemeinde Wehingen ein Ort entstanden, welcher in hervorragender Weise den Anforderungen an eine Versammlungsstätte gerecht wird. -

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