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Blick vom Kirchplatz mit der Kulturachse rechts Blick vom Kirchplatz mit der Kulturachse rechts, © Brigida Gonzalez
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  • DE-48961 Vreden
  • Realisiertes Projekt

Kulturhistorisches Zentrum in Vreden


Projektbeschreibung:
Die historische mittelalterliche Stadtansicht Vredens, mit Kirchen eingebunden in eine kleinteilige Stadtstruktur, begrenzt durch Stadtmauer und Graben, ist für die Entwurfsidee prägend. Diese bestehende kleinteilige Bebauung entlang der Stadtgrenze wird durch das Kulturzentrum mit seinem gefalteten Dach bis zur Kulturachse und zum katholischen Stiftsgelände weitergeführt.
Prägend für Vreden ist diese historische wie räumliche Zweiteilung in Stift und weltliche Stadt. Dies wird im Gebäude... +
Die historische mittelalterliche Stadtansicht Vredens, mit Kirchen eingebunden in eine kleinteilige Stadtstruktur, begrenzt durch Stadtmauer und Graben, ist für die Entwurfsidee prägend. Diese bestehende kleinteilige Bebauung entlang der Stadtgrenze wird durch das Kulturzentrum mit seinem gefalteten Dach bis zur Kulturachse und zum katholischen Stiftsgelände weitergeführt.
Prägend für Vreden ist diese historische wie räumliche Zweiteilung in Stift und weltliche Stadt. Dies wird im Gebäude und in der Ausstellung thematisiert: Die zentrale Treppe führt vom Foyer ins Obergeschoss zum weltlichen Ausstellungsteil und gibt den Blick auf die Berkelaue frei. Die Treppe führt weiter, mit Blick über das Atrium, ins zweite Obergeschoss. Hier befindet sich der kirchliche Teil der Ausstellung. Es eröffnen sich Blicke auf das Stiftsgelände mit seinen Kirchen und Freiflächen.
Dreh- und Angelpunkt des Gebäudes ist das Foyer, welches an der Kreuzung von Kulturachse und interner Erschließung und an Blickachsen zu Kirchen, Berkelaue und Stadt liegt. In vertikaler Richtung binden sich, über das zentrale Treppenhaus, die Ausstellungsräume an.
Um diesen Knotenpunkt reihen sich die zum Museum gehörenden öffentlichen Funktionen:
Der Veranstaltungsraum, Stadtmarketing und Shop die sich Richtung Vorplatz und Stadt wenden sowie das Café mit seiner Terrasse Richtung dem südlich gelegenen Stadtgraben.
Die historischen Bauten aus dem 14. Und 16. Jahrhundert werden von Anbauten der 70er Jahre befreit und somit zu Exponaten der Ausstellung. Das Armenhaus wird im Inneren und Äußeren auf sein historisches Erscheinungsbild zurückgeführt und kann über den Innenhof von Außen betrachtet werden. Der Pulverturm bekommt das südlich gelegene Grundstück als Außenbereich zugeordnet, so bleit er als Teil der historischen Stadtbefestigung sichtbar und markiert den ehemaligen Verlauf des Stadtgrabens.
Die Gebäude der 70er und 80er Jahre zeigen durch unterschiedliche Ziegelbrennungen subtil abweichende Schattierungen die die Bauteile voneinander differenzieren. Versätze, Proporitionen und Detaillierungen markieren ebenso die Zeit ihrer Entstehung. Sie werden für Verwaltung und Archivnutzung umgebaut, energetisch ertüchtigt, und als Teile einer natürlich gewachsenen Museumslandschaft in den Gesamtkomplex integriert.

Von außen fügt sich das Ensemble mit seiner kohlegebrannten Ziegelfassade eines lokalen Ziegelwerks natürlich in die Umgebung ein, während sich innen die Tragstruktur des Baus in Stahlbeton mit sägerauer Bretterschalung zeigt. Entlang der Zentrumsachse umrahmen lebendige gelb ausgekleidete skulpturale Einbauten Stützen und Pfeiler, und stehen im frischen Kontrast zu den sonstigen Oberflächen. Zentrale Öffnungen wie Atrium und Lichthof belichten und gliedern die Räume in unterschiedliche Zonen, sie erleichtern außerdem die Orientierung innerhalb des Zentrums.

Arbeitsgemeinschaft mit bka, Münster (Ausschreibung und Bauleitung)

Mitarbeiter Pool Leber Architekten (Wettbewerb und Planung)
Javier Bressel, Valeria Polakovicova, Egor Goryachev, Aniko Aradi, Stephanie Hoschka

Mitarbeit bleckmann krys architekten (Ausschreibung und Bauleitung):
Peter Hesse, Alexander Lehne, James Bonk -



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