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  • DE-24103 Kiel
  • Realisiertes Projekt

Alte Feuerwache Kiel Baufelder 2,3,5,6,7


Projektbeschreibung:
Neubau von 68 Eigentumswohnungen, 6 Stadthäusern, 50 Studentenapartments und einer Gewerbeeinheit in Zusammenarbeit von LRW Architekten und Stadtplaner (Baufelder 2,3,5,6,7) und Böge Lindner K2 Architekten (Baufelder 1, 4).
Realisierung nach Empfehlung (LRW) kooperatives Gutachterverfahren „Alte Feuerwache“

Städtebau
Die Stadt Kiel war historisch als Insel angelegt, mit der Kirche Sankt Nikolai im Mittelpunkt und einer umgebenden Befestigung. Das neu beplante Grundstück liegt am Rande des... +
Neubau von 68 Eigentumswohnungen, 6 Stadthäusern, 50 Studentenapartments und einer Gewerbeeinheit in Zusammenarbeit von LRW Architekten und Stadtplaner (Baufelder 2,3,5,6,7) und Böge Lindner K2 Architekten (Baufelder 1, 4).
Realisierung nach Empfehlung (LRW) kooperatives Gutachterverfahren „Alte Feuerwache“

Städtebau
Die Stadt Kiel war historisch als Insel angelegt, mit der Kirche Sankt Nikolai im Mittelpunkt und einer umgebenden Befestigung. Das neu beplante Grundstück liegt am Rande des alten Stadtkernes, der ehemaligen Insel zwischen Innenstadt und Park. An dieser Stelle befand sich früher der Landübergang ins Grüne, die Öffnung der befestigten Stadt zwischen Kleinem Kiel und Hafen. Dieser ursprüngliche Stadtgrundriss ist auch heute noch wahrnehmbar. Das neue Wohnquartier schafft eine Verbindung zwischen Innenstadt und Grün und nimmt dabei diese historischen Bezüge wieder auf. Mit dem Öffnen der Wohngasse am Jensendamm zum Park wird bereits vor dem Eintreten in die neue Gasse der Kirchturm von Sankt Nikolai sichtbar.
Mit dem Projekt soll das Wohnen in der Stadt gestärkt und eine Lücke in der Altstadt geschlossen werden.

Architektur
Die Abbildung der Wohnfunktionen, Vor- und Rücksprünge für private Loggien und Balkone, Erker und Eingänge sorgen für eine lebendige Kubatur der Gasse und eine differenzierte Zonierung zwischen privaten Wohnflächen und öffentlichem Raum. Die kleintei-
lige Erscheinung und die stehenden Fensterformate nehmen die Maßstäblichkeit einer Altstadtgasse auf.
Die Materialität orientiert sich an der Umgebung: rote Klinkersteine mit hellen und dunklen Fugen und Putzflächen geben dem Verlauf der Häuser entlang der Gasse eine Vielschichtigkeit. Die Erdgeschosszone ist klar gefasst, der Gebäudesockel wird mit Reliefmustern gestaltet.

Außenanlagen
Die Wohneinheiten werden von der Gasse und vom Jensendamm fußläufig erschlossen. Die Zufahrt zur Tiefgarage liegt am Jensendamm und ermöglicht so ein autofreies Wohnareal.
Die Erdgeschoss-Wohnungen erhalten durch Loggien geschützte Freiräume. An der Wohngasse sorgt eine Vorzone mit niedrigen Mauern und Hecken für Distanz zwischen privatem und öffentlichen Raum.
Diese Vorzone ist als abwechslungsreiche, wegführende Linie gestaltet, ein durchgehendes Band aus einem Material, an das sich die unterschiedlich gestalteten Vorbereiche zwischen Wohnungen und Gasse legen. Die Wohnungen mit Wohnräumen und Terrassen im Westen
– direkt an der Gasse – sind 0,70 m erhöht. Mit einem Durchlader-
Fahrstuhl im Treppenhaus sind auch diese Wohnungen barrierefrei erreichbar.
Als integraler Bestandteil wurden die Reste der alten Stadtmauer
im öffentlichen Grünbereich durch eine Bankinstallation und Bodenmuster erfahrbar gemacht. -



INFO-BOX

veröffentlicht am 11.06.2018
Zuletzt aktualisiert 11.06.2018
Projekt-ID 5-69450
Seitenaufrufe 347



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