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Foyer Aula und Treppenweg Foyer Aula und Treppenweg, © Klaus Frahm
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  • DE-20251 Hamburg
  • Realisiertes Projekt

Grundschule "Marie Beschütz" Hamburg-Eppendorf


Projektbeschreibung:
Ganztags-Grundschule „Marie-Beschütz“, Hamburg-Eppendorf

Die ehemalige Wolfgang-Borchert-Schule wurde zur 4-zügigen Ganztagsgrundschule mit Vorschule umgebaut. Da es im Bestandsgebäude keine geeigneten Flächen für die Essensversorgung gab, wurden diese im Basisgeschoss neu eingerichtet. Darüber hinaus ist es für eine Ganztags-Schule wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Umfeld wohlfühlen. Es muss also ein Raumgefüge geschaffen werden, das im Innen- wie... +
Ganztags-Grundschule „Marie-Beschütz“, Hamburg-Eppendorf

Die ehemalige Wolfgang-Borchert-Schule wurde zur 4-zügigen Ganztagsgrundschule mit Vorschule umgebaut. Da es im Bestandsgebäude keine geeigneten Flächen für die Essensversorgung gab, wurden diese im Basisgeschoss neu eingerichtet. Darüber hinaus ist es für eine Ganztags-Schule wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Umfeld wohlfühlen. Es muss also ein Raumgefüge geschaffen werden, das im Innen- wie im Außenbereich eine hohe Aufenthaltsqualität aufweist.
Das Gebäude der zukünftigen „Marie-Beschütz-Grundschule“ liegt geschützt im Innenbereich des Baublocks Erika-, Martini- und Tarpenbekstraße. Auf Grund der beengten Lage der beiden Bestandsgebäude aus dem Jahr 1910, befindet sich die neue Grundschule in einer Bebauungsstruktur mit extrem hoher Dichte. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass im Gebäudeinnern eine räumliche Großzügigkeit geschaffen wird. Diese wird mit der Inszenierung eines Treppenwegs erreicht, der vom Basisgeschoss bis ins 3. Obergeschoss führt. Die abwechslungsreich nach oben führende Treppe ermöglicht Ausblick auf die Eingangsseite im Süden, als auch zur Schulhofseite im Norden. Treppenverbindungen und Deckendurchbrüche sorgen für einen transparenten und offenen Raumverbund über alle Geschosse.
Ein elementarer Punkt bei der Transformation des Schulgebäudes ist die Versorgung mit ausreichend Tageslicht. In der beengten Innenhofsituation schirmen die beiden bestehenden Altbauflügel, auf Grund ihrer Höhe, den neuen Verbindungsbau von der Sonne ab. Somit kann Sonnenlicht nur von der Südseite ins Gebäude einfallen. Um sicherzustellen, dass der natürliche Lichteinfall nicht behindert wird, werden im Neubau opake Wände nur in Nord-Süd-Richtung vorgesehen, während der Großteil der Ost-West-Wände als transparente bzw. transluzente Flächen ausgeführt wird.

Bei der Neuorganisation der Bestandsgebäude werden die Nutzflächen des früheren Souterrains baulich in den Raumverbund des Verbindungsbaues integriert. Um dies zu erreichen wurde das Gelände zwischen den Schulgebäuden entsprechend abgegraben. Die Erschließung erfolgt zukünftig über eine flache Außentreppe ins Basisgeschoß. Hier befindet sich eine „überdachte Außenfläche“, die als „Wintergartenbereich“ unbeheizt bleibt und als Pausenhalle genutzt werden kann. In den Räumen des östlichen Altbaus sind der Ganztagsbereich und die Küche, im Westbau die technischen Betriebsräume untergebracht. Im früheren Erdgeschoß, der „Belle Etage“, sind neben dem Veranstaltungsraum Aula auch die Räumlichkeiten der Vorschule, sowie der Bibliotheks- und Musikbereich lokalisiert. Im 1. Obergeschoß, im Schwerpunkt des Gebäudes, ist der gesamte Lehrer- und Verwaltungsbereich verortet. Diese Positionierung ermöglicht den Lehrkräften kurze Wege zu allen Funktionsbereichen und sorgt gleichzeitig für eine Trennung zwischen dem lauten Ganztags- und Pausenbereich und den zu schützenden Klassengeschossen. Die Klassenräume der Jahrgänge 1 bis 4 im 2. und 3. Obergeschoß bilden den oberen Abschluss des Mittelbaues. Je 2 Klassenräume, mit dazugehörigem Gruppenraum, werden als Kompartments organisiert. Diese erlauben eine flexible Nutzung der Unterrichts- und Erschließungszonen und damit die Umsetzung unterschiedlicher pädagogischer Konzepte. Das Gebäudevolumen des neuen Verbindungsbaues wird als flexible Nutzungseinheit ohne weitere Brandschutzanforderungen definiert. Dadurch können die Erschließungszonen für Unterrichts- und Spielzwecke vielfältig genutzt werden.

Die Räume der „Marie-Beschütz-Grundschule“ werden, mit Ausnahme der Küche im Ganztagsbereich, natürlich be- und entlüftet. In den Klassenzimmern der Altgebäude kann durch Öffnen der Lüftungsklappen eine Querlüftung erzeugt werden. Auch die Lüftung der Aula erfolgt auf natürliche Weise. Außenluft, durch Lüftungsklappen am Fuß der Fassade eingelassen, verlässt auf Grund thermischer Luftströmung durch einen Lüftungsschornstein das Gebäude wieder über Dach. Hier werden die Klappen allerdings mittels CO²-Sensor, motorisch gesteuert. Die tiefen Klassenräume im Mittelbau, mit ihrer großen Raumhöhe, können ebenfalls mit natürlicher Fensterlüftung be- und entlüftet werden. Die Beheizung der Schule erfolgt über das Fernwärmenetz der FH Hamburg. Bei der Südfassade des Mittelbaues erfolgt die außenliegende Verschattung mittels Sonnenschutzlamellen, die an einer von der Dachkante abgespannten Seilkonstruktion montiert werden.

me di um Architekten
2018 -


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  • Projektbeteiligte

    bewegen maximieren

  • Projektdaten

    maximieren

    Baubeginn 05/2013
    Fertigstellung 08/2018
    Gebäudetyp Grundschulen (Anbau)
    Projektgröße
    Brutto-Grundfläche (BGF) in m² 6.640 m2
    Brutto-Rauminhalt (BRI) 27.900 m3
    Netto-Grundfläche (NGF) 5.900 m2
    Projektadresse Erikastraße 41
    DE-20251 Hamburg
  • Gewährleistung

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