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  • DE-48145 Münster
  • Realisiertes Projekt

Haus an der Erphokirche


Projektbeschreibung:
Ausgezeichnet mit dem HÄUSER-AWARD 2016

"Die besten Einfamilienhäuser in Europa"

Das Einfamilienwohnhaus gegenüber einer in den 1930er Jahren gebauten Kirche überträgt deren gestalterische Prinzipien von Massivität, Segmentierung, Gliederung und Einschnitten in eine profane, zeitgenössische Form. Die äußere kompakte Form des Hauses findet im Inneren einen Gegenpart durch ein das Treppenhaus inszenierendes, großzügiges Oberlicht, das den inneren Kern des Hauses zum hellsten Ort des Hauses... +
Ausgezeichnet mit dem HÄUSER-AWARD 2016

"Die besten Einfamilienhäuser in Europa"

Das Einfamilienwohnhaus gegenüber einer in den 1930er Jahren gebauten Kirche überträgt deren gestalterische Prinzipien von Massivität, Segmentierung, Gliederung und Einschnitten in eine profane, zeitgenössische Form. Die äußere kompakte Form des Hauses findet im Inneren einen Gegenpart durch ein das Treppenhaus inszenierendes, großzügiges Oberlicht, das den inneren Kern des Hauses zum hellsten Ort des Hauses macht. Die Beschränkung auf wenige Materialien in der Außen- und Innengestaltung und die Reduktion der Details auf die wesentlichen Schnittstellen im Übergang zwischen verschiedenen Materialien unterstreicht die Wirkung der baukörperlichen und räumlichen Konzeption und der Lichtführung. Die Wahl von Materialien mit einer natürlichen Farbigkeit und Charakteristik wie z. B. Wasserstrichklinker und Sichtestrich stellt einen atmosphärisch-wohnlichen Grundcharakter her, sie überlässt den Nutzern aber die Möglichkeit, durch Verwendung von Möbeln und weiteren Accessoires den Faktor der "Gemütlichkeit" selbst zu bestimmen. Der Bezug von Innen- und Außenraum wird durch die Anordnung der Fassadenöffnungen und das Ineinandergreifen des Gebäudes mit den Außenmauern und Terrassen hergestellt.


Ort
Das Grundstück befindet gegenüber der im Jahre 1930 geweihten Erphokirche (Architekt Carl Moritz, 1863-1944). Die an romanischen Vorbildern orientierte Architektur ist zeittypisch für die Übergangszeit zwischen einer historisierenden wilhelminischen Architektur und der frühen Moderne. Die Gestaltung der Kirche und des Umfeldes ist gekennzeichnet durch die körperhaft flächige Wandteile, die Strukturierung des Baukörpers durch Vor- und Rücksprünge bzw. Simse, durch tief eingeschnittene Öffnungen, durch die Materialität des Naturwerksteines und durch die Einfassung des Kirchenareals durch Grünflächen, Baumgruppen und Mauern. Das Konzept von hehnpohl architektur für das gegenüberliegende Wohnhaus für eine Familie mit vier Kindern stellt gestalterische Bezüge zu dieser Architektur und Außengestaltung in einer "profanen" und zeitgenössischen Interpretation her.

Äußere Gestalt
Die äußere Gestaltung des Hauses ist bestimmt durch das Wechselspiel des massiven und kompakten Baukörpers mit den Rückspringen der Fassade und den Öffnungen der Fensterflächen. Diese orientieren sich an der Nutzung des Hauses und gestalten es zugleich: der zurückgesetzte Eingangsbereich, der zurückspringende Terrassenaustritt und die großzügigen Übereckfenster mit zum Ausblick auf die Erphokirche und in den Garten. Die Materialität der Fassade ist bestimmt durch den Backstein als Wasserstrichklinker und die Mauerwerksabdeckungen aus Basalt. Schmal profilierte Metallfenster sind je nach Funktion als Schiebetüren, Dreh/Kipp-Fenster oder Festverglasungen ausgebildet - die Erscheinung des sichtbaren Rahmenteiles ist außenseitig stets gleich, um den rahmenden, gestalterischen Charakter der Öffnungen zu unterstreichen und nicht die Funktion in den Vordergrund zu stellen.

Innere Gestalt
Das Innere des Hauses ist um einen zentralen Licht- und Treppenraum organisiert. Das Erdgeschoss ist mit offenen Raumfolgen organisiert, große Glasschiebetüren lassen die Möglichkeit zu, die Bereiche abzutrennen. Die Räume des Obergeschosses umschließen den zentralen Galerieraum nach einem zellulären Prinzip. Die innere Haptik des Hauses wird bestimmt durch einen fugenlos verlegten, geschliffenen und polierten Sichtestrich und glatt verputzte, mineralisch gestrichene Wände. Brüstungen und Fensterbänke sind mit einer glatt gespachtelten tadelaktähnlichen Oberfläche aus Marmormehl mit Bindemitteln veredelt.

Garten
Der Garten ist in das Gesamtkonzept integriert, Mauern und Hainbuchenhecke umgrenzen das Grundstück, definieren Pflanzbereiche und bieten im Eingangs- und Gartenbereich die Umfassungsmauern und Terrassierungen als Sitzmöglichkeiten wie selbstverständlich an. An den seitlichen Nachbargrenzen sorgt die Bepflanzung mit Spalierlinden für einen adäquaten Sichtschutz. -


  • Projektbeteiligte

    bewegen maximieren

  • Projektdaten

    maximieren

    Fertigstellung 2014
    Gebäudetyp Einfamilienhäuser (Neubau)
    Projektadresse DE-48145 Münster
  • Gewährleistung

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