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  • DE-48149 Münster
  • Realisiertes Projekt

Haus am Kapuzinerkloster


Projektbeschreibung:
Das Wohnhaus befindet sich im Kapuzinerviertel am nordwestlichen Rand der Münsteraner Innenstadt, im Dreieck zwischen Steinfurter Straße, Wilhelmstraße und Orleans-Ring.
Rund um das 1858 errichtete Kapuzinerkloster entstand in den 1950er und 1960er Jahren eine Wohnsiedlung für Mitarbeiter der nahe gelegenen Westfälischen Wilhelms-Universität. Neben der prägnanten Klostermauer entlang der Peter-Wust-Straße und dem dahinterliegenden Glockenturm wird das Quartier von Wohnhäusern der... +
Das Wohnhaus befindet sich im Kapuzinerviertel am nordwestlichen Rand der Münsteraner Innenstadt, im Dreieck zwischen Steinfurter Straße, Wilhelmstraße und Orleans-Ring.
Rund um das 1858 errichtete Kapuzinerkloster entstand in den 1950er und 1960er Jahren eine Wohnsiedlung für Mitarbeiter der nahe gelegenen Westfälischen Wilhelms-Universität. Neben der prägnanten Klostermauer entlang der Peter-Wust-Straße und dem dahinterliegenden Glockenturm wird das Quartier von Wohnhäusern der Nachkriegsmoderne geprägt. Hier sind insbesondere die Wohnhäuser der Architekten Harald Deilmann (Jessingstraße 11, Baujahr 1956) und Hans Ostendorf (Peter-Wust-Straße 37, Baujahr 1958) zu nennen. Ortstypisch sind ein- bis zweigeschossige, im Grundriss verwinkelte Baukörper aus Backstein mit flach geneigten und ungleichschenkeligen Satteldächern sowie zurückgesetzten Hauseingängen oder Loggien.

Von der Peter-Wust-Straße leicht zurückversetzt liegt das Grundstück am westlichen Rand des Viertels. Dort grenzt es direkt an das innerstädtische Überschwemmungsgebiet des Kinderbaches mit seinem alten Baumbestand. Südlich schließt sich das Grundstück Peter-Wust-Straße Nr. 37 mit dem Haus Ostendorf an, das durch seinen gewinkelten Grundriss einen kleinen Vorplatz bildet.

Aus den Nutzungsanforderungen der vierköpfigen Familie und dem strategischen Ziel, den Wohnbereich der Kinder langfristig als Einliegerwohnung für Studenten nutzen zu können, ergeben sich die Bereiche Wohnhaus, Kinder- & Studentenhaus und Remise. Diese bilden drei zu einander versetzte, in Reihe gestellte und leicht verschnittene Baukörper, die durch ihre gemeinsame Materialität zu einem Volumen verschmelzen. Mittels seiner zentralen Position auf dem Grundstück und der gestaffelten Anordnung der Baukörper definiert das Gebäude unterschiedliche Außenräume: Im Südosten - den Vorplatz des Hauses Ostendorf aufnehmend - den Hof, im Westen den Hausgarten zur Grünfläche mit altem Baumbestand sowie im Nordosten den Garten und die Terrasse des Kinder- und Studentenhauses.
Im Übergang zwischen Erdgeschoss und Vorplatz sind die Ostfassaden über die gesamte Länge eingekerbt und bilden so überdachte Erschließungszonen. Auf der Westseite sind Loggien als wettergeschützte Außenräume aus dem Gebäudevolumen geschnitten. Im Gegenzug schiebt sich vom Wohnzimmer aus ein innerer Sitzplatz als Alkoven von innen nach außen. Der gemauerte Schornstein entwickelt sich an der westlichen Traufe turmartig aus dem Baukörper heraus.

Die äußere Gestalt des Hauses ist, analog zur robusten Klostermauer, aus massivem Mauerwerk geformt. Mauern, Pfeiler, Decken und Böden bestehen aus einem dünnformatigen schwarz-roten Wasserstrichziegel. Die Decken der Loggien sind mit sägerauen Lärchenbrettern verschalt.
Die ortstypisch ungleichschenkeligen Satteldächer mit einer Deckung aus flachen, anthrazitfarbenen Tonziegeln und zurückhaltend formulierten Dachrändern aus dunklem Zink sind gegenläufig mit versetzten Firstlinien angelegt, um eine feine Differenzierung zwischen den drei Baukörpern zu erzeugen.

Im Erdgeschoss des Hauses sind die Wohnbereiche als offene Raumstruktur entworfen, deren Größen und Beziehungen über Schiebetüren gesteuert werden können. Im zentralen Bereich öffnet sich der Raum über zwei Ebenen zu einer Galerie im Obergeschoss. Dort befinden sich die Schlafräume und Arbeitszimmer. Die Räume öffnen sich bis unter das Dach, so dass sich die gegenläufigen Dachlinien im Inneren abzeichnen. Raumbreite Panoramafenster inszenieren die Ausblicke in die Gärten oder auf das Kapuzinerkloster.
Die innere Erscheinung wird von hellen Steinfußböden im Erdgeschoss, Eichendielen im Obergeschoss und weißen Einbaumöbeln bestimmt. Der Alkoven im Wohnzimmer, eine Garderoben-Sitzbank im Entree und eine Lesenische im Obergeschoss mit Blick auf den Glockenturm des Klosters sind mit Eichenholz ausgekleidet. -


  • Projektbeteiligte

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    Fertigstellung 2016
    Gebäudetyp Doppelhäuser, Zweifamilienhäuser
    Projektadresse DE-48149 Münster
  • Gewährleistung

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