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Blick über den neuen Platz nach Westen Blick über den neuen Platz nach Westen, © Aldo Amoretti
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  • DE-88131 Lindau
  • Realisiertes Projekt

Sanierung und Erweiterung Inselhalle Lindau


Projektbeschreibung:
Die Sanierung und Erweiterung der 1981 entstandenen Inselhalle richtet das Gebäude neu aus. Seine Hauptfassade orientiert sich nun nach Osten auf einen neuen großzügigen Vorplatz, der sich zwischen Seepromenade und Zwanzigerstraße aufspannt. Die östliche Platzkante wird durch die neue Parkgarage gebildet.
Der bestehende Saal-Nukleus der Inselhalle wurde erhalten und in die neuen oder ersetzten Nutzungen integriert. Nach außen bleibt der Saal über seine prägnante Dachform klar ablesbar, erhält... +
Die Sanierung und Erweiterung der 1981 entstandenen Inselhalle richtet das Gebäude neu aus. Seine Hauptfassade orientiert sich nun nach Osten auf einen neuen großzügigen Vorplatz, der sich zwischen Seepromenade und Zwanzigerstraße aufspannt. Die östliche Platzkante wird durch die neue Parkgarage gebildet.
Der bestehende Saal-Nukleus der Inselhalle wurde erhalten und in die neuen oder ersetzten Nutzungen integriert. Nach außen bleibt der Saal über seine prägnante Dachform klar ablesbar, erhält aber in der Dachaufsicht einen kleineres Gegenstück, das das neue Foyer akzentuiert. Mit der polygonalen Faltung der übrigen Dachflächen entsteht eine skulpturale Gesamtfigur. Klar definierte Rücksprünge und Fensterflächen in den Fassadenflächen markieren die neuen Zugänge und verdeutlichen die Orientierungen zum Vorplatz, zur Seepromenade und zum Alten Schulplatz.

Eine neue großzügige Foyerfläche, über die der Hauptzugang zum großen Saal erfolgt, bildet den Schwerpunkt der Inselhallenerweiterung, die Raum für Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Personen schafft. Die neuen Konferenzräume, die zum großen Teil ans Foyer angebunden sind, ermöglichen durch mobile Wände unterschiedliche Raumkonstellationen und somit vielzählige Nutzungsvarianten. Auch im Sockelgeschoss ist diese Flexibilität gegeben: Die dort über ein Subfoyer angeschlossene Veranstaltungszone kann als Konferenzbereich mit zwei Räumen, als zusammenhängender Bankettbereich mit knapp 600 Sitzplätzen oder als großzügiger Bar- und Loungebereich genutzt werden. Ein vorgelagerter, terrassierter Lichthof versorgt den Innenraum großzügig mit Tageslicht und eröffnet den Blick zur Seepromenade. Noch stärker ist der Außenbezug in den Foyerflächen des Erdgeschosses: Dort ist das Seepanorama dank vollflächiger Verglasungen bis tief ins Gebäudeinnere erlebbar. Eine besondere Funktion nimmt das Seefoyer ein, das dem großen Saal nach Norden vorgelagert ist. Zum einen erschließt es ergänzend den großen Saal sowie das Restaurant, zum anderen kann es als eigenständiger Raum für spezielle Anlässe genutzt werden. Über große Fassadenöffnungen und eine repräsentative Freitreppe bindet es zudem direkt die Seepromenade an. Licht und offen zeigt sich auch das neue Inselhallenrestaurant, das das gasthofartige Vorgängerlokal an gleicher Stelle mit einer neuen Seeterrasse ersetzt.
Mit Ausnahme der Dachkonstruktion der Inselhalle aus Stahlfachwerk wurden die Neubaumaßnahmen in massiver Stahlbetonbauweise ausgeführt.

Die bestehenden Oberflächen wurden soweit erforderlich überarbeitet und neue Zugangstüren in die Vertäfelung eingefügt. Die Außenfassade zur Seepromenade wurde komplett entfernt und durch eine neue Holz-Glaskonstruktion als Innenfassade ersetzt. Heller Terrazzoboden und weiße Abhangdecken sorgen sowohl im Foyer und den angrenzenden Konferenzbereichen als auch im Restaurant für eine helle Grundatmosphäre. Ein Gürtel um den bestehenden Saal bietet Raum für Sonderfunktionen wie Bar, Sanitärräume und Künstlergarderoben. Diese Arrondierung des Saals hebt sich durch ihre dunkle, fast schwarz matte Oberfläche stark von der Grundhaltung der neuen Bereiche ab. Ihre Innenflächen wiederum sind mit einem metallischen Anstrich versehen, der die Materialität der Fassade spiegelt.
Auch die integrierte Signaletik trägt maßgeblich zur Wahrnehmung des Ensembles aus Inselhalle und Parkhaus bei. Kennzeichnend sind der spielerische Umgang mit der Aufgabe und die respektvolle Einbindung in das architektonische Konzept, wie beispielsweise die von der Dachgeometrie abgeleitete, neu entwickelte Typographie. Besonders gewürdigt werden die bislang in Lindau vertretenen Nobelpreisträger, die in den schrägen Laibungsflächen des großen Foyer-Oberlichtes mit ihren Namen verewigt sind.

Aufgrund von Bodenkontaminationen und hohen Grundwasserständen am Bodensee war der Bau einer Tiefgarage unter dem Vorplatz der Inselhalle nicht möglich. Die geforderten Stellplätze wurden deshalb in einem direkt am Seeufer gelegenen Parkhaus untergebracht, das somit zum integralen Bestandteil einer räumlichen Neuordnung wird: Es richtet sich, ebenso wie die Inselhalle, auf einen neuen Stadtplatz aus. Darüber hinaus dient es als Anlaufstelle für Bootsanleger und als Feuerwehrstützpunkt.

Die bauliche Rahmung des Platzes und damit die Gesamtwirkung des Ensembles wird gestalterisch überhöht, indem Inselhalle und Parkhaus materialverwandte, ihrer Funktion aber entsprechend variierende Gebäudehüllen erhalten. Vertikal gefaltete und beim Parkhaus zusätzlich perforierte Metalltafeln in Kupfertönen verwandeln die Fassaden in ein flimmerndes Licht- und Schattenspiel. -


  • Projektbeteiligte

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  • Projektdaten

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    Fertigstellung 09/2017
    Gebäudetyp Gemeinde-, Kulturzentren / Stadt-, Mehrzweckhallen, Festhallen / Parkhäuser, Garagen, Parkplätze
    Projektgröße
    Brutto-Grundfläche (BGF) in m² 22.500 m2
    Brutto-Rauminhalt (BRI) 90.000 m3
    Projektadresse Zwanzigertraße 12
    DE-88131 Lindau
  • Gewährleistung

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