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  • DE-72076 Tübingen
  • Realisiertes Projekt

Neubau Augenklinik und Forschungsinstitut für Augenheilkunde, Universität Tübingen


Projektbeschreibung:
Aufgabenstellung:
Die bislang im gesamten Stadtgebiet von Tübingen verteilten Forschergruppen
sollen im Zuge von Umstrukturierungsmaßnahmen zentral im Gebäude der
Augenklinik zusammengefaßt werden.
Ziel ist es Klinikbetrieb, Lehre und Forschung künftig gemeinsam unter einem
Dach zu betreiben.
Aufgabenstellung war die Gestaltung des Neubaus unter Berücksichtigung der
Anbindung an die bestehende HNO-Klinik und damit Etablierung als ‚Kopfzentrum‘
der Uni Tübingen.
Eine besondere... +
Aufgabenstellung:
Die bislang im gesamten Stadtgebiet von Tübingen verteilten Forschergruppen
sollen im Zuge von Umstrukturierungsmaßnahmen zentral im Gebäude der
Augenklinik zusammengefaßt werden.
Ziel ist es Klinikbetrieb, Lehre und Forschung künftig gemeinsam unter einem
Dach zu betreiben.
Aufgabenstellung war die Gestaltung des Neubaus unter Berücksichtigung der
Anbindung an die bestehende HNO-Klinik und damit Etablierung als ‚Kopfzentrum‘
der Uni Tübingen.
Eine besondere Herausforderung war die anspruchsvolle Topographie des Geländes.

- OP-Bereich (6 OP’s)
- Ambulanz
- Untersuchung/ Behandlung
- Pflege (77 Betten, davon 12 Betten Wahlleistung)
- Zentrale Sterilgutversorgung
- Verwaltung
- Forschungslabore mit Tierhaltung

Entwurfsgedanken

Der Neubau der Augenklinik und des Forschungsinstituts für Augenheilkunde befindet sich westlich der bestehenden HNO-Klinik am Oberen Schnarrenberg in Tübingen und wurde unmittelbar an diese angebaut.
Der Neubau nutzt die Möglichkeiten der peripheren Lage und bildet mit seinen, teilweise weit auskragenden, scheinbar schwebenden, Pavillons den vorläufigen Abschluss des Universitätsgeländes nach Westen.
Die hervorragende Aussichtslage kommt damit den Patienten der Augenklinik zu Gute, ohne dabei die Qualität der bestehenden HNO-Klinik zu schmälern.

Das Gebäude gliedert sich vertikal in zwei Bereiche.
Die unteren zwei Geschosse werden vom Forschungsinstitut genutzt,
die oberen drei Geschosse bilden die Augenklinik mit Ambulanz- und OP-Bereich sowie den Pflegestationen.

Strukturell wird die dreigeschossige Sockelstruktur der HNO-Klinik fortgeführt. Diese öffnet sich dabei nach Westen und lässt den Landschaftsraum, in die Innenhöfe hinein, erlebbar werden.
Die dort untergebrachten Forschergruppen erhalten durch fünf dieser Höfe und die zum Teil überdeckten Freibereiche zusätzliche Aufenthaltsflächen im Freien.
Über große, zweigeschossige ‚Landschaftsfenster‘ fließt die Landschaft in die Innenhöfe hinein und sorgt für Tagesbelichtung und Frischluftzufuhr. Die Arbeitsplatzqualität des Forschungsinstituts für Augenheilkunde wird dadurch, trotz der Integration in die Hanglage, den Arbeitsplätzen der Augenklinik gleichgestellt.

In Summe entsteht ein perforierter, offener, dreigeschossiger Sockel, der das Forschungsinstitut und die besucherintensiven Nutzungen der Augenklinik beinhaltet. Darüber ‚schweben‘ zwei nahezu quadratische Pavillons. Auf der Nordseite markiert ein eingeschossiger OP-Pavillon durch seine Auskragung den zentralen Haupteingang. Der andere zweigeschossige Pflege-Pavillon orientiert sich mit seiner Auskragung nach Süd-westen und nutzt hier die Qualität des umgebenden Landschaftsraumes.

Das architektonische Konzept des Neubaus nimmt bestehende Ansätze der HNO-Klinik auf und führt diese sinngemäß fort. So wird das bestehende Material- und Farbkonzept der Fassade zwar architektonisch aufgenommen, jedoch neu interpretiert. Der in Sichtmauerwerk errichtete dreigeschossige Sockelbau der HNO-Klinik mit seiner differenzierten Lochfassade wird im Neubau durch großformatige, farblich angeglichene Faserzementtafeln und Bandfassaden modern interpretiert. Der auf dem Sockel ruhende, langgestreckte Baukörper der HNO-Klinik mit seiner horizontal gegliederten und in kräftigen Grüntönen gehaltenen Blechfassade erhält mit den neuen Pavillons ein Pendant mit vertikal strukturierter Blechfassade, vergleichsweise zurückhaltender Farbgebung und großzügigen, raumhohen Fensteröffnungen.
In der Gesamtbetrachtung entsteht so ein neues gemeinsames Ganzes, ohne jedoch die jeweilige Individualität von HNO-Klinik und Augenklinik außer Acht zu lassen.

Die ebenenweise Organisation der verschiedenen Nutzungsbereiche im Neubau orientiert sich an der bestehenden Schichtung der HNO-Klinik, so dass sich durch die bauliche Anbindung an das HNO-Gebäude in Zukunft sinnvolle Nachbarschaften und betriebliche Synergien ergeben.
Augenklinik und HNO-Klinik haben einen neuen gemeinsamen Haupteingang auf der Nordseite des Gebäudes erhalten.

Das Forschungsinstitut für Augenheilkunde wird über einen separaten repräsentativen Eingang von Süden her erschlossen. Im Inneren des Gebäudes sorgt ein klares Erschließungssystem mit breiten Fluren, übersichtlichen Wartebereichen und allgegenwärtigem Tageslichtbezug für eine gute Orientierung mit kurzen Wegen für Besucher, Patienten und Personal.

Die innenarchitektonische Gestaltung des Neubaus macht die Gliederung in Sockel- und Pavillongeschosse auch im Inneren des Gebäudes spürbar. Die Forschungsbereiche sind, der Nutzung entsprechend, eher sachlich und farblich zurückhaltend gestaltet. Die für Besucher und Patienten zugänglichen Bereiche der Augenklinik hingegen nehmen vor allem durch deutliche Kontraste der gewählten Materialien Rücksicht auf die Belange
von Menschen mit Sehbehinderung. Das Gebäude soll die Genesung der Patienten unterstützen. Die Innenraumgestaltung soll eine angenehme Atmosphäre erzeugen. So sind beispielsweise die Bettenzimmer in den Pflegeabteilungen in warmen Farbtönen und natürlichen Holzoberflächen gehalten. Zudem werden die notwendigen medizintechnischen Einbauten kaum wahrnehmbar und verdeckt angeordnet, so dass die Räume weniger an typische Krankenzimmer erinnern sondern vielmehr eine hotelähnliche Atmosphäre erzeugen. -


  • Projektbeteiligte

    bewegen maximieren

  • Projektdaten

    maximieren

    Awards / Auszeichnungen AKG Preis 2019 [Gewinner]
    Fertigstellung 2018
    Gebäudetyp Krankenhäuser (Neubau)
    Projektadresse DE-72076 Tübingen
  • Gewährleistung

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