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© Rupert Steiner
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  • AT-1220 Donaustadt
  • Realisiertes Projekt

22., Polgarstraße 30a, Bauplatz A


Projektbeschreibung:
WOHNEINHEITEN: 159 geförderte Mietwohnungen mit Superförderung
BAUTRÄGERWETTBEWERB: 09/2011
BEZUGSTERMIN: 12/2014

Das Projekt
Die Bebauungsstruktur wird bestimmt durch den nord-süd-gerichteten winkelförmigen Baukörper und den beiden querliegenden Wohnhauszeilen im Zentrum des Areals.
Winkel- und Zeilen erzeugen zusammen drei räumlich differenzierte Hofsituationen, die sich zum benachbarten Bauplatz B öffnen bzw. erweitern. In Richtung Westen erfolgt der Brückenschlag zum Wohnhaus an der... +
WOHNEINHEITEN: 159 geförderte Mietwohnungen mit Superförderung
BAUTRÄGERWETTBEWERB: 09/2011
BEZUGSTERMIN: 12/2014

Das Projekt
Die Bebauungsstruktur wird bestimmt durch den nord-süd-gerichteten winkelförmigen Baukörper und den beiden querliegenden Wohnhauszeilen im Zentrum des Areals.
Winkel- und Zeilen erzeugen zusammen drei räumlich differenzierte Hofsituationen, die sich zum benachbarten Bauplatz B öffnen bzw. erweitern. In Richtung Westen erfolgt der Brückenschlag zum Wohnhaus an der Polgarstraße und bildet den räumlichen Abschluss des Quartiers. Das Gemeinwesen- und Jugendzentrum mit den eher lärmintensiven Spielflächen wird im südöstlichen Teil der Anlage situiert.

Aufgrund der besonderen Lage des Grundstückes an den Verschubgleisen der ÖBB, wurde die Ostseite des winkelförmigen Baukörpers zugleich als Schallschutzwand ausgebildet. In Analogie zu den vorbeifahrenden Güterwagons stapeln sich entlang des Laubenganges auf vier Geschossen Holzboxen, die als Parteienkeller bzw. Fahrradstellplätze genutzt werden. Diese architektonische Lösung erzeugt einerseits ein unverwechselbares, markantes Erscheinungsbild, gleichzeitig wird die Aufgabe als Schallschutzwand erfüllt.
Die Auswahl an Materialien reduziert sich auf wenige Elemente. Im Wesentlichen beschränkt sich die Materialwahl auf helle Putzflächen, dunkle Eternitplatten, naturbelassene Holzlattenfassadenelemente und für die Geländer Max-Exterior- Platten bzw. Lochblech- oder Flachstahlkonstruktionen.

Gartenseitig charakterisieren raumhohe, der Loggiazone vorgelagerte Schiebeläden das Erscheinungsbild. Diese dienen nicht nur als attraktiver Sonnenschutz, sondern erlauben dem Bewohner die Einsicht individuell zu regulieren und stellen ein hohes Maß an Privatheit sicher. Darüber hinaus wird mit diesen Mitteln das Ziel verfolgt, ein unverwechselbares, in hohem Maße identitätsstiftendes Gebäude zu schaffen.

Differenzierte Wohnformen und unterschiedlich große Typen bestimmen den Wohnungsmix und unterstützen dadurch eine Vielfalt in der Bewohnerstruktur.
Diverse Wohnungstypen besitzen das Potential, mit minimalen Interventionen, sich ändernden Bedürfnissen anzupassen.
Bereits in der Vergabe wurden die zukünftigen Mieter auf die Flexibilität der Grundrisse aufmerksam gemacht und konnten aus dem Wohnungskatalog den für sie entsprechenden Wohnungstyp auswählen.

Die Gemeinschaft
Diverse Gemeinschaftseinrichtungen, wie Kinderspiel- und Gemeinschaftsraum mit einer Küche oder Gemeinschaftsgärten im Hof unterstützen und fördern die nachbarschaftlichen Aktivitäten.

Das Gemeinwesen- und Jugendzentrum mit Mehrzweckraum bildet das soziale, quartiersübergreifende Zentrum. Dem Schachclub für Seniorinnen, dem Kleinkinderturnen, dem Aerobic-Kurs für Eltern, einer Hochzeits- oder Firmenfeier, Bands zum Proben, Ballettanzgruppen, Talentewettbewerben, dem Mama-Baby Frühstück oder einer Beratungsstelle wird Raum gegeben. So entsteht ein Ort für einen intergenerativen und interkulturellen Dialog.

Die Nachhaltigkeit – Blue Building
Das Projekt zeichnet eine ausgezeichnete Ökobilanz, welche über den Zeitraum von 50 Jahren für Errichtung, Wartung, Betrieb und Rückbau errechnet wurde, aus. das heißt, dass das Gebäude über den gesamten Lebenszyklus einen vergleichsweise geringen Primärenergieverbrauch aufweist und die Beiträge zu den verschiedenen Umweltwirkungen wie etwa den Treibhauseffekt (oft als „Carbon Footprint“ bezeichnet) oder der Versauerung (der Effekt ist der „Saure Regen“) usw. klein sind.
Eine begleitende Kontrolle stellte während der gesamten Planungs- und Bauzeit die Umsetzung der gesetzten Ziele sicher, durchgeführt wurde diese von Herrn Dipl.-Ing. Dr. techn. Adolf Merl.

Das Projekt erhielt eine DGNB Auszeichnung in GOLD. -



INFO-BOX

veröffentlicht am 09.07.2019
Zuletzt aktualisiert 11.07.2019
Projekt-ID 5-71446
Seitenaufrufe 94



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