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Baugruppe LiSA: 48 Wohneinheiten mit Ateliergebäude und Gemeinschaftsinsel Baugruppe LiSA: 48 Wohneinheiten mit Ateliergebäude und Gemeinschaftsinsel, © Andreas Buchberger
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  • AT-1220 Aspern
  • Realisiertes Projekt

22., Maria-Tusch-Straße 8, Aspern Seestadt, Bauplatz D13B


Projektbeschreibung:
WOHNEINHEITEN: 108 geförderte Heimplätze
BAUTRÄGERWETTBEWERB: 06/2012
BEZUGSTERMIN: 11/2015

Baugruppe LiSA – Leben in der Seestadt Aspern


LiSA ist geboren
Der Verein Sargfabrik Wohnprojekte, das Büro raum&kommunikation und das Büro WUP_wimmerundpartner entwickelten eine Projektidee für ein Bewerbungsverfahren in der Seestadt Aspern. Die Kerngruppe der BewohnerInnen enstand aus dem Umkreis des Vereines und gründete selbst einen Verein – LiSA.

LiSA ist Mitgestaltung
Das Baugruppenprojekt... +
WOHNEINHEITEN: 108 geförderte Heimplätze
BAUTRÄGERWETTBEWERB: 06/2012
BEZUGSTERMIN: 11/2015

Baugruppe LiSA – Leben in der Seestadt Aspern


LiSA ist geboren
Der Verein Sargfabrik Wohnprojekte, das Büro raum&kommunikation und das Büro WUP_wimmerundpartner entwickelten eine Projektidee für ein Bewerbungsverfahren in der Seestadt Aspern. Die Kerngruppe der BewohnerInnen enstand aus dem Umkreis des Vereines und gründete selbst einen Verein – LiSA.

LiSA ist Mitgestaltung
Das Baugruppenprojekt LiSA steht für Nachbarschaft und Gemeinschaft. Es wurde mit einem besonders hohen Grad an Partizipation geplant. Dies wurde in einem Kooperationsvertrag zwischen LiSA und Schwarzatal, die als Bauträger das Projekt errichtete, geregelt.
Der partizipative Ansatz bestimmte das Planungsgeschehen und das architektonische Konzept: VertreterInnen der Baugruppe LiSA waren bei den Planungs- und Baubesprechungen anwesend und trafen sich regelmäßig, um Beschlüsse vorzubereiten. In diesen Besprechungen lernten sich die Gruppenmitglieder bereits lange vor Bezug immer besser kennen.
Die Wohnungsgrundrisse wurden in Einzelterminen der künftigen BewohnerInnen mit dem Büro WUP_wimmerundpartner erarbeitet. Die Limitierung durch statische und haustechnische Elemente wurde vom Planungsteam weitestmöglich reduziert, um den NutzerInnen hohen Spielraum für ihre Vorstellungen zu geben.

LiSA ist Gesellschaft und Inklusion
LiSA trägt zur Überwindung der postmodernen urbanen Vereinzelung und ihren gesellschaftlichen und finanziellen Folgeerscheinungen bei.
Der Verein LiSA hat das Gebäude im Zuge der Fertigstellung vom Bauträger Schwarzatal gekauft und vergibt Nutzungsverträge an seine Mitglieder. Die Vermeidung von individuellem Wohnungseigentum soll das Gebäude dauerhaft vor Immobilienspekulation sichern und den sozialen Erhalt der Baugruppe fördern.
Im Haus leben 90 BewohnerInnen aus zwölf Nationen, davon 20 Kinder, und 4 Menschen mit Beeinträchtigungen, außerdem 9 SeniorInnen in ambulant betreuten, barrierefreien WGs.

LiSA ist Begegnung und Gemeinschaft
Hauptort der alltäglichen Begegnungen sind die 3m tiefen, offenen Laubengänge in Kombination mit der angrenzenden Balkonzone vor den Wohneinheiten. Zwischen diesen Bereichen findet der nachbarschaftliche Austausch „über den Zaun“ unkompliziert statt.
BewohnerInnen berichten, dass ihr Wunsch nach Vorhängen oder Jalousien in der gelebten Realität deutlich geringer ist als sie in der Planungsphase erwartet hatten.
Im Haus gibt es folgende Gemeinschaftsräume: Gemeinschaftsküche, mit Dachterrasse, Kinderspielraum mit Terrasse, Food-Coop, Musikraum, Sauna, Waschküche, Foyer, Gästebereich, nutzungsoffener Gemeinschaftsraum

LiSA ist großzügig kompakt
Durch die zahlreichen Raumangebote im Haus konnte die Fläche der individuellen Einheiten reduziert werden: Circa 50% der Wohneinheiten haben kompakte Grundrisse zw. 35 (20%) und 55 m² (28%).
In Kombination mit der raumbreiten Verglasung nach Süden und dem vorgelagerten Freiraum erzeugt die Raumhöhe von 2,8 m insbesondere in den kleineren Wohneinheiten Weite und ein großzügiges Raumgefühl.

LiSA ist leistbar
Die Finanzierungsbeiträge der einzelnen Mitglieder konnten entsprechend ihren finanziellen Möglichkeiten in den Verein eingebracht werden. Durch Personen, die freiwillig einen höheren (bei Auszug rückzahlbaren) Beitrag leisteten, wurde es für andere möglich, ohne oder mit geringem Finanzierungsbeitrag in das Projekt einzusteigen.
Dieses Solidarmodell ermöglichte den Zugang für Menschen mit geringem Einkommen und hohe soziale Durchmischung im Haus.
Der Verein hat zudem einen eigenen Solidarfonds für Härtefälle, der von Ombudspersonen betreut wird.

LiSA ist öklogisch
LiSA hat mit 868 von 1000 Punkten eine ÖGNB-Auszeichnung erhalten, unter anderem durch folgende Maßnahmen: Niedrigstenergiestandard, Beschränkung der LKW-Transporte, geringer Heizwärmebedarf, Nutzung von Grauwasser für die WC-Spülungen, Photovoltaikanlage, Auswahl der Baustoffe nach ökologischen Kriterien. -



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