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  • DE-51647 Gummersbach
  • Realisiertes Projekt

ABUS Kransysteme GmbH Gummersbach


Projektbeschreibung:
Wenn wir von Innenarchitektur reden, meinen wir mit großer Selbstverständlichkeit ein sehr spezifisches Eingehen auf den Kunden mit seinen Unternehmenswerten und zugleich ein Reflektieren des Ortes - womit natürlich das Gebäude gemeint ist, genauso aber die regionale Einbindung und damit die Bezugnahme auf die Unternehmenstradition. Beide Aspekte, verbunden mit unserer Vision von zukunftsfähigen Arbeitswelten, ergibt ein individuelles Raumkonzept mit einem ganz eigenen Gesicht.

Das neue... +
Wenn wir von Innenarchitektur reden, meinen wir mit großer Selbstverständlichkeit ein sehr spezifisches Eingehen auf den Kunden mit seinen Unternehmenswerten und zugleich ein Reflektieren des Ortes - womit natürlich das Gebäude gemeint ist, genauso aber die regionale Einbindung und damit die Bezugnahme auf die Unternehmenstradition. Beide Aspekte, verbunden mit unserer Vision von zukunftsfähigen Arbeitswelten, ergibt ein individuelles Raumkonzept mit einem ganz eigenen Gesicht.

Das neue Firmenzentrale der Firma ABUS ist ein gutes Beispiel für diese entwerferische Haltung. ABUS ist einer der führenden europäischen Hallenkranhersteller und ein weltweit agierendes Unternehmen. Neben der technischen Ausrichtung und der internationalen Orientierung ist es aber auch die Verbundenheit mit der Region, dem Bergischen Land, die das inhabergeführte Familienunternehmen prägt.

Die Gestaltung spielt auf mehreren Ebenen darauf an: mit einer sehr grundsätzlichen Ehrlichkeit der Materialien – naturbelassener schwarzer Stahl und eine geweißte Eiche fallen hier ins Auge – zugleich aber auch ein feines Farbspiel der Stoffe und der auf den eingefärbten Estrich aufgelegten Filzteppiche, die man im Mitarbeiterrestaurant, der ‚Guten Stube’, sieht. Seine Prägung erhält dieser Raum insbesondere durch seinen zwölf Meter langen Holztisch, der als ‚bergische Kaffeetafel’ (ein typisches Element der regionalen Gastronomie) auf die Tradition anspielt, aber in der formal straffen Formübersetzung fest im Heute verankert ist. Diese kleinen Transformationen sind überall in das Projekt eingeflochten: die Filzteppiche in der Restaurant- Lounge haben die Form einer bergischen Waffel, in die Wandverkleidungen sind Motivräder gelasert, die traditionelle ‚Dröppelminna’ erhält eine formgleiche Nische und wird damit (mit einem Augenzwinkern) gehöht.

Die Gestaltungslust zeigt sich nicht nur in solchen Feinheiten des Innenausbaus, sondern auch darin, dass der Entwurf auch die grafischen Elemente des Gebäudes bis hin zur Restaurant- Karte umfasst und damit ein bis ins Detail stimmiges Ganzes ergibt.

Die Empfangshalle ist die erste Kontaktzone mit dem Unternehmen – hier entsteht der legendäre ‚erste Eindruck’. Der aus 5mm starken Stahlplatten verschweißte Empfangstresen hat skulpturale Qualitäten und zitiert zugleich die Solidität und Verarbeitungsqualität der Produkte. In der lichten Halle ist die Schwere und Klarheit im Zusammenspiel mit Sichtbeton und Eichentreppe wohltuend.

Das Haus ist auf Besucher ausgelegt. Eine große Ausstellungshalle zeigt die Vielfalt der Kranprodukte in Aktion, und die Lounge mit dem zugehörigen Außenbereich lädt nach dem technischen Feuerwerk zum Verweilen und zum Austausch in einer warmtonigen Atmosphäre ein.

In den Büroetagen gliedert ein dynamischer Mittelblock den Raum. Hier wird erlebbar und praktiziert, dass effektives Arbeiten unterschiedliche Arbeitsmodi benötigt: informelle Meetings, Austausch am Stehtisch, Rückzug in den Besprechungsbereich, variables Arbeiten im Sitzen oder Stehen – und das Ganze mit viel integriertem Stauraum unter Einbeziehung der Tagesnotwendigkeiten (Drucken, Technik etc.).

Die Räume sind lichtdurchflutet, und dennoch entstehen durch die gläsernen Paravents mit einer für das Projekt entwickelten Grafik Rückzugszonen. Die Konzeption bietet damit eine Lösung für die in Open Spaces immer wieder beobachtbaren Effekt, dass nicht nur akustische Störungen die Qualität eines Arbeitsplatzes mindern, sondern besonders auch visuelle Irritationen (durch die sich im Raum bewegenden Kollegen) die Konzentration schwächen.

Das spannende Aufgabenstellung einem komplexen Projekt wie diesem, zu dem auch Konferenz- und Meetingbereiche, ein Auditorium sowie Schulungs- und Vortragsräume etc. gehören, ist das Erzeugen der Balance zwischen einer klaren und verbindenden Struktur und der spannungsreichen Eigenheit einzelner Raumzonen. Die Intensität der Mischung von Möbel- und Ausbauformen und die Liebe zum Detail bei gleichzeitiger Ausgewogenheit auf der Farb- und Materialebene ist unsere Antwort. -


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  • Projektbeteiligte

    bewegen maximieren

  • Projektdaten

    maximieren

    Fertigstellung 07/2016
    Gebäudetyp Büro-, Verwaltungsbauten (Neubau)
    Projektadresse Archimedesstr. 1
    DE-51647 Gummersbach
  • Gewährleistung

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