loading
Hörsaal seitlich Hörsaal seitlich, © Werner Huthmacher
Diashow »
  • DE-14163 Berlin
  • Realisiertes Projekt

Freie Universität Berlin - FB Veterinärmedizin, Umbau Klinik für Pferde mit Hörsaal


Projektbeschreibung:
Die Klinik für Pferde ist Teil des Fachbereichs Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin und liegt neben der Kleintierklinik auf dem Gelände des ehemaligen Ritterguts Düppel am südwestlichen Stadtrand Berlins angrenzend an ein Landschaftsschutzgebiet. Der Entwurf der Berliner Architekten Heinrichs und Wermund von 1977 reagierte mit der Anordnung der Baukörper auf den ursprünglichen Hofcharakter der Gutsanlage, von der das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude, die als Dekanat genutzte... +
Die Klinik für Pferde ist Teil des Fachbereichs Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin und liegt neben der Kleintierklinik auf dem Gelände des ehemaligen Ritterguts Düppel am südwestlichen Stadtrand Berlins angrenzend an ein Landschaftsschutzgebiet. Der Entwurf der Berliner Architekten Heinrichs und Wermund von 1977 reagierte mit der Anordnung der Baukörper auf den ursprünglichen Hofcharakter der Gutsanlage, von der das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude, die als Dekanat genutzte ehemalige Brennerei und die zur Bibliothek umgeformte ehemalige Reithalle des Ritterguts erhalten sind. Die Klinik für Pferde besteht aus drei Gebäuden, dem Klinikgebäude mit seitlich angedocktem polygonalem Hörsaal und zwei zugehörigen Stallgebäuden sowie einer Longierhalle. Zwischen dem Klinikgebäude und dem angrenzenden Stall ist eine Vortrabstrecke mit Pflasterung aus Tartanmaterial eingefügt.

Die Architektursprache der 1970er Jahre mit Sichtbeton, rotem Klinker und im Bronzeton eloxierten Aluminiumprofilen und -paneelen wurde gestärkt und im Detail modern interpretiert. Klärende Längs- und Querbezüge verbessern die Orientierung im Gebäude und bestimmen die Neuordnung der einzelnen Klinikbereiche. Aus der ursprünglichen Farbgebung abgeleitete Farbakzente unterstützen die neue Struktur. Die konstruktive Ordnung bleibt unverändert, die funktionalen Zuordnungen nutzen die unterschiedlichen Geschoßhöhen innerhalb von EG und OG geschickt aus.
Die Architekten passten die Klinik- und Lehrgebäude an aktuelle medizinische Anforderungen an:
2 Aufnahmeuntersuchungszonen, 4 Radiologieräume, 2 Operationssäle mit Sedier- und Aufwachbereich, 1 Computer- und 1 Magnetresonanztomograph und 1 Notfalllabor sind im EG angeordnet. Im Obergeschoß befinden sich das Sekretariat des Instituts, Büros des Lehrpersonals, zahlreiche Seminarräume, ständig besetzte Bereitschaftsräume für die Klinik, ein weiteres Labor sowie die Treppe zum Technikgeschoss darüber. Im Hörsaal, der auch zur Präsentation von Pferdekrankheiten am lebenden Objekt dient, konnte die Decke erneuert und die Bestuhlung fast verdoppelt werden.
Die beiden Stallgebäude dienen der Patientenaufnahme, der prä- und postoperativen chirurgischen Pflege und den Anforderungen der Inneren Medizin, unter anderem mit einem Untersuchungsraum für Szintigraphie und einer Isolierstation für ansteckende Krankheiten.

Spezifisch zugeordnete Nutzungsbereiche mit eigenen Eingängen organisieren das Zusammenspiel zwischen moderner Lehre und Forschung sowie intensiver klinischer Betreuung der Pferde privater Eigentümer. Die Studierenden erwerben wertvolle Praxis im laufenden Klinikbetrieb. -



Anzeige