loading
© Burkhard Walther
Diashow »
  • DE-70736 Fellbach
  • Realisiertes Projekt

Wohn- und Geschäftshaus "Eisenbahnstraße"


Projektbeschreibung:
STÄDTEBAU
Das Plangebiet und die unmittelbar angrenzenden Bereiche zeigen eine heterogene Baustruktur. Das Gebäude bildet den Lärmschutz von der Bahn, für den südlich gelegenen Wohnbereich den Lärmschutz und arrondiert das Wohnquartier. Die Vorgaben des B-Plans sind eingehalten.

Der nordöstliche Gebäudewinkel ist als Kopfbau ausgebildet und wird somit seiner Aufgabe als zeichenhafte Raumkante zum Bahnhofsplatz gerecht. Die Freistellung des „Kopfes“ im Dachgeschoss erhöht die Erkennbarkeit... +
STÄDTEBAU
Das Plangebiet und die unmittelbar angrenzenden Bereiche zeigen eine heterogene Baustruktur. Das Gebäude bildet den Lärmschutz von der Bahn, für den südlich gelegenen Wohnbereich den Lärmschutz und arrondiert das Wohnquartier. Die Vorgaben des B-Plans sind eingehalten.

Der nordöstliche Gebäudewinkel ist als Kopfbau ausgebildet und wird somit seiner Aufgabe als zeichenhafte Raumkante zum Bahnhofsplatz gerecht. Die Freistellung des „Kopfes“ im Dachgeschoss erhöht die Erkennbarkeit von der Bahnseite und vom Bahnhofsplatz.
Der nordwestliche Gebäudewinkel nimmt Bezug zur vorhandenen südlichen Bebauung und staffelt sich nach Süden auf 3 Geschosse ab. Somit reagiert das Gebäude auf die jeweilige städtebauliche Situation. Auf der Südseite wird der Baukörper durch zweigeschossige Vorbauten gegliedert und nimmt auf die angrenzende kleinteilige Struktur Rücksicht.


NUTZUNGEN
Fahrradparkhaus „Rad-Station“ betreut durch das Sozialunternehmen Neue Arbeit gGmbH.

Abstellmöglichkeiten für ca. 110 Fahrräder auf 160qm personell betreut. Der Zugang zum Fahrradparkhaus erfolgt von Nord-Osten vom Bahnhofsvorplatz über die den überdachten Vorbereich der VHS/JTS/JKS.

Gemeinschaftseinrichtung der Volkshochschule Unteres Remstal e.V, der Jugendkunstschule Fellbach und der Jugendtechnikschule Fellbach Dr. Karl Eisele e.V.

Alle öffentlichen Nutzungen werden über den Überdachten Vorbereich an der Nord-Ost-Ecke des Gebäudes erschlossen.
Der Eingang orientiert sich zum Bahnhofsplatz und zur Bahn und ist dadurch leicht erkennbar.
Alle Funktionsräume der VHS sind an einer inneren Erschließungsstraße mit Tageslicht und Aufweitungen angeordnet. Die drei Einrichtungen erstrecken sich auf einer Fläche von ca. 1600qm

Notariat Fellbach - Notar Paul Schönert
Auf ca. 300 qm wird ein Notariat mit 5 Büros geplant. Der Zugang zum Notariat im ersten Obergeschoss erfolgt über den überdachten Vorbereich an der Nord-Ost-Ecke. Aus wirtschaftlichen Gründen wird das Notariat sowie die sich darüber befindlichen Wohnungen über ein Treppenhaus erschlossen.

Wohnungen
Mit einer Wohnfläche von ca. 2.570qm werden 35 Wohnungen als Geförderte Sozialmietwohnungen realisiert.

Die Grundrisstypologie besteht aus wirtschaftlichen 4-Spännern (3/1/1/3) mit Ausrichtung nach Süden. Die Grundrissstruktur berücksichtigt den Schalleintrag der Bahn. Die Aufenthaltsräume sind im wesentlichen nach Süden, zu der Lärm abgewandten Seite orientiert. Aufenthaltsräume die zu der Lärmquelle Bahn orientiert sind, werden über verglaste Wintergärten - als Lärmpuffer - belichtet und belüftet.



GESTALTUNG
Die Gestaltung berücksichtigt die wichtige Funktion des Gebäudes. Es soll ein positives Erscheinungsbild für Bahnreisende ausstrahlen und eine hochwertige Raumkante zum Bahnhofsvorplatz bilden.
Nach Norden, Westen und Osten - zur Bahn - wird eine Ziegelfassade (als Klinkerriemchen) realisiert. Diese stellt einen Bezug zur vorhanden Umgebung – Bahnhof, Wohn- und Geschäftshaus im Osten – her und ist ein Beitrag zur Nachhaltigkeit - Schmutzresistent, Langlebigkeit .

Die südliche Fassade wird in den Wohnbereichen 1. – 3. OG aus gestalterischen und wirtschaftlichen Gründen geputzt und farblich behandelt.
Die EG-Zone an der Wohn- und Spielstraße mit den Seminarräumen sind mit Glas und Ziegel gestaltet. Eine Öffentlichkeitswirkung ist gewünscht. Der Sonnenschutz wird mit Raffstorelamellen sichergestellt.


ERSCHLIESSUNG
Die Kfz-Erschließung erfolgt, wie gefordert, über eine TG-Zufahrt, ausgehend vom Kreisverkehr im Südwesten.

Fahrrad- und Abstellräume der Wohnungen sind jedem Treppenhaus zugeordnet. Ein zentraler Müllbereich befindet sich im Bereich der TG-Rampe. Die erforderlichen PKW-Stellplätze, inkl. der 9 behindertengerechten Stellplätze, werden im Untergeschoss nachgewiesen.


FREIFLÄCHENGESTALTUNG
Der öffentliche und private Bereich wird einheitlich mit einem Belag – Betonwerkstein mit Naturwerksteinvorsatz vorgeschlagen. Die Spielstraße wird mit einer Baumreihe aus Zierkirschen aufgewertet. Im Bereich der TG-Einfahrt wird ein Stellplatz für Kurzparker oder alternativ ein Anlieferbereich für die Lehrküche vorgeschlagen.

Der LBO-Spielplatz befindet sich im Bereich der städtebaulichen Fuge im Dachgeschoss
Die Wohnungen auf dem 1. OG erhalten private Grünbereiche.

WIRTSCHAFTLICHKEIT
Grundrisstypologie 4-Spänner
Klarer konstruktiver Gebäudeaufbau (4 Häuser)
Wirtschaftliche Spannweiten
Wärmedämmverbund-Fassade im Süden
Kompakte Bauweise (wirtschaftliches Verhältnis cbm/WF)


ENERGIE
Das Gebäude erhält einen Wärmeschutz, der die Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2016 und KFW 55 erfüllt.
Dies führt nicht nur zu geringeren Wärmeverlusten des Gebäudes, sondern verringert unter anderem auch die Betriebskosten. Mit dem Einbau einer bivalenten Heizungsanlage ergeben sich mehrere Vorteile. Durch das erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk einerseits ergibt sich eine effiziente Energienutzung, da hierbei neben Wärme zugleich Strom erzeugt wird. Dieser Strom wird direkt vor Ort in einem Mieterstrom-Modell genutzt , so dass lange Transportwege über öffentliche Netze vermieden werden. Auch ist die Eigennutzung wirtschaftlich einer Einspeisung oder einem externen Strombezug vorzuziehen. Eine zusätzliche Photovoltaikanlage auf der Dachfläche ist ergänzend vorgesehen.


SCHALLSCHUTZ
Bedingt durch die Lage entlang der Bahnlinien, ergeben sich an der hier zugewandten Fassadenfläche höhere Lärmpegel. Darauf wurde in der Weise reagiert, dass die Fensterflächen auf dieser Seite reduziert wurden. Über Pufferzonen in Form von verglasten eingezogenen Terrassenflächen werden die hier angeordneten Räume vor dem Schienenlärm geschützt und
gleichzeitig belichtet. Sowohl der Schallschutz der Fenster als auch der der Lüftungselemente sind auf die Schallsituation angepasst, so dass auch zum Schlafen genutzte Räume hier angeordnet werden konnten. Im Kontrast zu der vorwiegend geschlossen gehaltenen Fassade auf der Nordseite stellt sich die Südseite des Gebäudes dar. Die hier vorhandenen Fensterflächen öffnen den Wohnraum hin zum bestehenden Wohnquartier und ermöglichen die Belichtung auch tiefer Räume.Auf der Südseite wird der Baukörper durch zweigeschossige Anbauten gegliedert, rhythmisiert und somit auf die angrenzende kleinteilige Struktur reagiert. -



Anzeige