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  • DE-64295 Darmstadt
  • Realisiertes Projekt

Friedrich-Ebert-Schule Darmstadt


Projektbeschreibung:
Geschichte der Schule

Die Geschichte der Schule ist eng mit dem Schicksal der Menschen und des Umlandes verbunden, in deren Mitte ihr Standort ist. 1939 konnten die Siedler auf ihre Heimstättenschule blicken, die am Pulverhäuserweg ihren Standort bekam und für alle Kinder gut erreichbar war. Gegen Ende des 2. Weltkrieges brannte die Heimstättenschule bis auf die Grundmauern nieder. 1945 bis 1947 wurden die Kinder der Heimstättenschule in der Bessunger Schule oder in der Mornewegschule... +
Geschichte der Schule

Die Geschichte der Schule ist eng mit dem Schicksal der Menschen und des Umlandes verbunden, in deren Mitte ihr Standort ist. 1939 konnten die Siedler auf ihre Heimstättenschule blicken, die am Pulverhäuserweg ihren Standort bekam und für alle Kinder gut erreichbar war. Gegen Ende des 2. Weltkrieges brannte die Heimstättenschule bis auf die Grundmauern nieder. 1945 bis 1947 wurden die Kinder der Heimstättenschule in der Bessunger Schule oder in der Mornewegschule unterrichtet, die Lehrer wechselten oft und der Unterricht war sehr lückenhaft.

Ostern 1951 wurde die Errichtung des „Altbaus“ mit drei geräumigen Pavillons abgeschlossen. Das von Peter Grund konzipierte Gebäude mit den Pavillons hatte Modellcharakter für den Schulbau in Hessen. Die Schule wurde nach dem ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert benannt.

Der Altbau beherbergt heute fünf Kunstwerke des Malers Eberhard Schlotter die heute Denkmalschutz rechtlich geschützt sind. Dabei handelt es sich um Türen und ein Wandbild mit Motiven aus der Natur- und Märchenwelt.

1960 wurde von Schulleitung, Kollegium und Eltern der Neubau beantragt. Von 1961 bis 1962 wurde der Raumprogrammvorschlag erstellt und im Januar 1963 wurde die erste Baurate durch die Stadtverordnetenversammlung bewilligt. 1966 konnte der Neubau der Grund- und Hauptschule mit zusätzlichen Klassenzimmern, einer geräumigen Turnhalle, die auch Vereinen und Verbänden zur Verfügung steht, und einem Gemeinschaftsraum (Aula) in Betrieb genommen werden.

Die Hauptschule lief mit dem Schuljahr 1983/84 aus.Seit dem Schuljahr 1994/95 ist die Friedrich-Ebert-Schule eine dreizügige Grundschule mit Vorklasse.

Das Gesamtensemble besteht aus folgenden Bauteilen:

Bauteil A:

„Neubau“ / Atriumsgebäude bestehend aus zwei 2-geschosseigen Gebäuderiegeln mit Klassen- und Fachräumen sowie Aula und Betreuungsbereich, einer zweigeschossigen Pausenhalle und einem eingeschossigem Verwaltungsbereich (Lehrerbereich).
Die 4 Gebäudeteile gliedern sich um einen begrünten Innenhof, der derzeitig nur von der Pausenhalle zu betreten ist.

Bauteil B:

Turnhalle; an die Turnhalle gliedert sich ein zweigeschossiger Umkleide- und Lagerbereich.
Im Untergeschoss befindet sich die zentrale Wärmeversorgungsanlage für das gesamte Esemble der Friedrich-Ebert-Schule . Weiterhin befinden sich im Untergeschoss diverse Lagerräume die von unterschiedlichen Vereinen genutzt werden.

Bauteil C:

Bei Bauteil C handelt es sich um ein zweigeschossiges Gebäude deren ursprüngliche Nutzung im Obergeschoss ausschließlich als WC-Anlage und im Untergeschoss als Fahrrad Abstellplatz genutzt wurde. Heute wird das Obergeschoss weiter als WC-Anlage genutzt, stillgelegte Bereiche jedoch auch als Abstellraum für Spielgeräte, das Untergeschoss dient als Abstellraum für diverse Vereine.

Bauteil D:

Bei Bauteil D handelt es sich um einen zweigeschossigen Pavillon mit Räumen des Kindergartens im Obergeschoss und WC-Anlage und Pausenhalle im Untergeschoss.

Bauteil E:

Als Bauteil E werden die 3 Pavillons des Altbaus bezeichnet. Bei den Pavillons handelt es sich um 1-geschossige Gebäude mit Kriechkellern. Der zu Bauteil D orientierte Pavillon ist voll unterkellert und beheimatet die Hausmeisterwohnung , sowie das durch den Förderverein betriebene „Heimatmuseum“ im Untergeschoss. Bauteil E wird größtenteils durch den Kindergarten genutzt, lediglich der zu Bauteil F orientierte Pavillon beinhaltet einen Klassenraum der durch die Schule genutzt wird.

Bauteil F:

„Altbau“ / ehemaliges Hauptgebäude der Friedrich-Ebert-Schule vor Errichtung des „Neubaus“.
Bei dem Altbau handelt es sich um ein zweigeschossiges unterkellertes Gebäude mit Klassen- und Fachräumen. Der repräsentative Eingangsbereich auf der Stirnseite des Gebäuderiegels ist Denkmalschutz rechtlich geschützt und wird derzeit nur noch als Notausgang genutzt.

Ausgangssituation

Im Rahmen der durch die Bundesregierung beschlossenen Konjunkturpakete II wurden Gelder für die Sanierung der Friedrich-Ebert-Schule eingestellt. Der weitestgehende Originalzustand des Gebäudeteils weist derzeit einige funktionale Mängel auf, die einen zeitgemäßen Schulbetrieb erschweren. Die Ausstattung mit Klassen- und Fachräumen der Schule ist durch ihre Geschichte bedingt für die Entwicklung der Schule ausreichend. Im Lehrer- bzw. Verwaltungsbereich, innerhalb der Betreuung und im Sanitärbereich sind jedoch Funktionsräume nicht vorhanden bzw. unterdimensioniert. So existiert z.B. im Augenblick weder ein Besprechungszimmer noch ein Sanitätsraum, die Sanitäranlagen sowohl der Schüler als auch des Verwaltungsbereichs sind nicht ausreichend dimensioniert. Auch fällt es beim Betreten der Schule schwer einen Ansprechpartner zu finden da eine Orientierung zu dem Verwaltungs- und Lehrerbereich nicht vorhanden ist und sich dieser in einem nicht einsehbaren Bereich befindet. Momentan stehen der Betreuung von 50 Kindern zwei Betreuungsräume, eine Küche (alte Schulküche) und ein Speisesaal für zur Verfügung. Nach Vorgabe des Schulamtes sollte jedoch je Zug ein Betreuungsraum zur Verfügung stehen.

Bedingt durch den Originalzustand des Gebäudes sind auch eine Vielzahl von technischen Mängeln vorhanden. Der Brandschutz wurde zwar innerhalb der letzten Jahre durch den Austausch von T30 Türen und die Errichtung von Fluchtbalkonen verbessert, entspricht aber nicht den derzeit gültigen Vorschriften.
Weiterhin ist durch die damalige Grundkonzeption des Splitlevels eine behindertengerechte Erschließung nur für den derzeitigen Verwaltungsbereich möglich. Es wurde zwar Anfang der 90er Jahre im Nebentreppenraum des Bauteil F ein Treppenlift installiert, der jedoch technisch völlig überaltert ist.

Maßnahmenbeschreibung

Die Konzentration der in diesem Bauantrag beantragten Maßnahme liegt auf Bauteil A - Neubau - mit der Zielführung die strukturellen Mängel zu beseitigen und der Schule eine zukunftsweisende Raumstruktur zu geben, die zeitgemäße pädagogische Konzepte ermöglicht - Lernumgebung als „dritter Pädagoge“. Weiterhin steht die Beseitigung der brandschutztechnischen Mängel und die Herstellung einer behindertengerecheten Erschließung des Gebäudeesembles im Vordergrund.

Um den rechtlichen Vorschriften der Flucht und Rettungswege zu erfüllen und eine behindertengerechte Erschließung des Gebäudebereichs Bauteil A herzustellen wird der derzeitige um das Atrium liegende eingeschossige Erschließungsgang vollständig rückgebaut und als zweigeschossiger Erschließungsgang neu errichtet. Durch die neue Höhenentwicklung der Geschosse ist es nun möglich im Bereich des Westflügels eine Rampenanlage zu installieren die es ermöglicht den im Bestand vorhandenen Höhenversatz von 0,83 Meter aufzunehmen. Der im Augenblick als Verwaltungs- und Lehrerbereich ausgebildete Nordflügel wird rückgebaut und auf der Höhe + 0,83 m mit neuer Nutzung (Schülerbibliothek, Ausgabeküche, Besprechungszimmer etc.) neu errichtet. Nach dieser Maßnahme ist das gesamte Erdgeschoss behindertengerecht erschlossen.


Zur behindertengerechten Erschließung des Obergeschosses wird im Bereich der Pausenhalle ein Aufzug installiert, der über die neu geschaffenen Flure die im Obergeschoss befindlichen Klassenräume behindertengerecht erschließt. Die derzeitig vorhandenen Treppenaufgänge in West- und Ostflügel werden als notwendige Treppenhäuser mit direktem Ausgang ins Freie ausgebildet. Die neu geschaffenen notwendigen Flure werden über Rauchschutztüren von der angrenzenden Pausenhalle abgeschottet. Der derzeitige Verwaltungs- und Lehrerbereich findet sich nach Abschluß der Maßnahme als Nutzungseinheit im Erdgeschoss des Westflügels, der Betreuungsbereich im Erdgeschoss Ostflügel wieder.

Die Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen erfordern ein Arbeiten in verschiedenen Bauabschnitten. Nach Umzug der derzeitigen Betreuung vom Erdgeschoss Westflügel in eine Interimslösung Erdgeschoss Ostflügel ist als 1.Bauabschnitt die Neugestaltung des Verwaltungsbereiches im Erdgeschoss Westflügel geplant. Die Organisation der Flucht- und Rettungswege während des 1.Bauabschnitts erfolgt in Absprache mit Bauaufsicht und Feuerwehr vor Beginn der Maßnahme - siehe auch Brandschutzzkonzept - Hier ist eine Inbetriebnahme und somit eine Teilabnahme der Flächen nach Abschluß des 1.Bauabschnitts notwendig um ein Freiziehen des Verwaltungsbereichs im Nordflügel zu ermöglichen.

Nach Inbetriebnahme des Verwaltungs- und Lehrerbereich ist es vorgesehen als 2.Bauabschnitt den bestehenden Nordflügel rückzubauen und mit seinen neuen Funktionen neu zu errichten, die Erschließungsgänge West- und Ostflügel herzustellen, die Fassade der Pausenhalle zum Atrium auszutauschen sowie die Neugestaltung des Atriumsberichs.

Als vorläufig 3.Bauabschnitt ist es geplant die Fassade der Pausenhalle im Bereich des Schulhofes auszutauschen, die Herstellung der Aufzugsanlage sowie die Neugestaltung des Eingangsbereichs zum Schulhof. Die im Bauteil F geplanten Brandschutzmaßnahmen sind derzeit keinem Bauabschnitt zugewiesen, sondern werden als eigenständige punktuelle Maßnahmen betrachtet, die parallel oder zwischen den einzelnen Bauabschnitten umgesetzt werden. -


  • Projektbeteiligte

    bewegen maximieren

  • Projektdaten

    maximieren

    Baubeginn 06/2009
    Fertigstellung 04/2012
    Gebäudetyp Grundschulen (Neubau)
    Projektadresse DE-64295 Darmstadt
  • Gewährleistung

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