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  • DE-60528 Frankfurt am Main
  • Realisiertes Projekt

Psychiatriecampus Universitätsklinikum Frankfurt


Projektbeschreibung:
HISTORIE

Klinik für Nerven und Gemütskranke, mit Direktorenvilla,
Martin Elsässer, erbaut 1929 bis 1931

Dass es besser sei, psychisch Kranke mit modernen Methoden zu behandeln, als sie einfach nur wegzusperren – diese Erkenntnis setzte sich zu Anfang des 20. Jahrhunderts durch und stand Pate beim Bau der neuen Klinik für Nerven­ und Gemütskranke.

Der realisierte Entwurf von Martin Elsaesser erinnert im Grundriss die Figur einer barocken Schlossanlage mit Ehrenhof. Der langgestreckte... +
HISTORIE

Klinik für Nerven und Gemütskranke, mit Direktorenvilla,
Martin Elsässer, erbaut 1929 bis 1931

Dass es besser sei, psychisch Kranke mit modernen Methoden zu behandeln, als sie einfach nur wegzusperren – diese Erkenntnis setzte sich zu Anfang des 20. Jahrhunderts durch und stand Pate beim Bau der neuen Klinik für Nerven­ und Gemütskranke.

Der realisierte Entwurf von Martin Elsaesser erinnert im Grundriss die Figur einer barocken Schlossanlage mit Ehrenhof. Der langgestreckte Hauptbau mit zentralem Eingang liegt etwas zurückversetzt parallel zur Straße. Zwei flachere, dynamisch abge­ rundete Flügelbauten, der rechte enthält einen Hörsaal, umgreifen rechts und links den Eingang. Mit Backstein und dunklen Sandsteinfassungen profilierte Fenster­bänder kontrastieren die weiße Putzfassade. Gegenüber dem Eingang in der Symmetrieachse angeordnet, wendet sich eine halbrunde Kapelle dem differenziert gestalteten Garten zu.

Um Bauelemente zu vermeiden, die an Verwahrung erinnern, setzte Elsaesser Hecken statt Mauern ein. Nach Süden zum Gartenhof ausgerichtet und in hellen Farben gestaltet, erhielten die Krankenzimmer eine freundliche Atmosphäre. Am westlichen Ende liegt die Direktorenvilla.

BESTANDSITUATION

ERWACHSENENPSYCHIATRIE - HAUS 93
Das Ergebnis von Untersuchungen zeigt einen erheblichen Sanierungsstau und brandschutztechnische Mängel zum Betrieb von Bettensationen auf.Weiterhin lassen fehlende Saniäreinheiten und Zimmergrößen bis 5 Betten einen zeitgemäßen Stationsbetrieb in der denkmalgeschützten Bausubstanz nicht zu. Lediglich ein Teil des Ostflügels, bzw. des Hauptflügels wurden bisher saniert. Zur Entlastung innerhalb der Brandschutzmaßnahmen und um einem zeitgemäßen Stationsbetrieb gerecht zu werden ist die Bestrebung alle Stationsbereiche in einem Neubau zusammenzufassen und die Bestandsflächen ergänzenden Funktionen wie tagesklinische Bereiche, Forschung etc. zu zuführen.

KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE - HAUS 92
das vorhandene Raumangebot spiegelt den tatsächlichen Bedarf nicht wieder, dies zeigt sich durch die Interimslösung der Authismusambulanz im Bereich des Parkplatzes und fehlenden Therapie- und Untersuchungsräumen. Die Stationen, insbesondere die Akutstation entsprechen trotz einem Alter von erst 15 Jahren nicht den Anforderungen an eine modernen und zeitgemäßen Betrieb
NEUPLANUNG / ERSCHLIESSUNG

ERWACHSENENPSYCHIATRIE - HAUS 93
Zur Entlastung des Bestandensembles werden alle Stationsbereiche in einem Neubau zusammengefasst. Die Position des Neubaus knüpft dabei an das bestehende Wegesystem des Bestandes an und verknüpft gleichzeitig alle Funktionsbereiche über eine Magistrale. Endpunkt dieser Magistrale ist eine gemeinsam mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie genutzte Liegendaufnahme für Notfallpatienten.
Weiterhin gemeinsam genutzt wird eine Sporthalle im Bereich der Stationen, die wie im Bestand Tiefhöfe unterschiedlicher Aufenthaltsqualitäten ausbildet. Um die Sichtachses des"Ehrenhofes" bei zuhalten ist diese im Untergeschoss positioniert.

KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE
Die derzeit im Bestand vorhandenen Stationen werden in den sanierten Bereich des Ostflügels umgezogen, lediglich die Kinderstation bleibt im Bestand der KJP vorhanden.
Die freigezogenen Flächen werden neu geordnet und im südlichen Bereich am Anschluß an der Magistrale um einen zweigeschossigen Neubau ergänzt.

AUFENTHALTSBEREICHE / GRÜNFLÄCHEN

Die in den "Ehrenhof" eingestellten Baukörper differenzieren vier Tiefgärten mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten und nehmen gleichzeitig das vorgefundene Thema des Tiefhofes, sowie des Hochgartens auf. Zwei der beiden Tiefgärten sind den Akutstationen als Aussenbereiche, zugewiesen, die beiden anderen allgemein zugängliche Bereiche.

Die Dachfläche der Sporthalle wird als Hochgarten angeboten, in diesem Bereich wäre eine ergänzende Funktion als Cafe denkbar bzw. wünschenswert. Die bestehenden Freiflächen bleiben den in ihrer Funktion unverändert und sind von den angrenzenden Funktionsbereichen wie auch von den offenen Stationen begehbar.

Die Abgrenzung zu öffentlichen Bereichen und Gliederung des Campus erfolgt über Hecken. -


  • Projektbeteiligte

    bewegen maximieren

  • Projektdaten

    maximieren

    Baubeginn 2009
    Fertigstellung 2017
    Gebäudetyp Krankenhäuser (Renovierung / Sanierung)
    Projektadresse DE-60528 Frankfurt am Main
  • Gewährleistung

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