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  • DE-64372 Ober-Ramstadt, DE-64372 Ober-Ramstadt
  • 09/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-229567)

Freibad


  • Anerkennung

    Lageplan, © Michael Gruner

    Architekten
    Architekturbüro Michael Gruner, Straubenhardt (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Tanja Rickheim

    Preisgeld
    5.500 EUR

    Erläuterungstext
    EINSPRUCH GEGEN WETTBEWERBSERGEBNIS

    Wir haben Einspruch gegen das Wettbewerbsurteil eingelegt, da alle 3 Preisträger sich teilweise mehrfach über Vorschriften hinweggesetzt haben und normalerweise aus der Wertung hätten herausgenommen werden müssen.

    Jetzt werden die Fehler leider nicht eingesehen, sondern es wird versucht, uns mundtot zu machen.

    Wir wehren uns ausdrücklich gegen die Verunglimpfung durch das Preisgericht. Die Aussage, unser Entwurf hätte "struktureller Schwächen in der Bäderlandschaft" ist völlig haltlos.

    Eigene Wettbewerbsarbeit:
    Wir haben beim Thema Freibad in erster Linie an die Badegäste gedacht, die ein modernes und attraktives Freibad erwarten und an die Betreiber, die mit möglichst idealen Bedingungen und geringen Betriebskosten arbeiten möchten.

    Unser Kiosk kann nach innen und außen verkaufen, hat Lagerräume, einen Lagerhof und die (im Falle der Kioskverpachtung) zwingend nötigen getrennten Personalräume.

    Unser Entwurf bietet auch beim Kinderbereich und der Liegewiese ergänzende Umkleide- und Duschmöglichkeiten (im Sinne der Badegäste)

    Unsere Beckenanlage ist mit den vielen Attraktionseinrichtungen die mit großem Abstand attraktivste Anlage für die Badegäste und so modular aufgebaut, dass einzelne Attraktionen auch eingespart werden können.

    Unsere Freibadumkleide ist funktional, lichtdurchflutet und wirtschaftlich entwickelt und bietet das gesamte geforderte Raumprogramm.

    Die Vorteile unseres Personalbereichs hat selbst das Prüfungsgremium gelobt - die Aussage zum Zuschnitt des Vereinsraums ist falsch, da ein Teil als Lager genutzt wird und der Aufenthaltsraum dann nahezu rechteckig ist.

    Unser Technikgebäude kann von außen ideal sogar vom LKW an der Landerampe angeliefert werden - die Aussagen des Preisgerichtes hierzu sind unzutreffend. Alle Sicherheitsvorschriften besonders in Sachen Chlorgas sind eingehalten. Das Technikgebäude ist genau so groß, dass die nötige Technik darin Platz findet. Die Aussagen des Preisgerichtes in Sachen Technikgebäudegröße sind falsch - hier waren schon die Vorgaben im Wettbewerb falsch.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die geschwungene Formensprache des Gebäudes hebt sich bewusst von der begleitenden Wohnbebauung und den anschließenden öffentlichen Gebäuden (Trio, Polizeistation) ab und bietet einen angemessenen städtebaulichen Rahmen zur Brückengasse hin.

    Die Erschließung erfolgt über einen attraktiven Auftakt, einer Platzsituation im Ideenteil. Der Zugang erfolgt über eine Fußgängerbrücke über die Modau. Gleichzeitig gibt es eine Zulieferungsmöglichkeit von der Brückengasse. Die Eingangssituation ist großzügig und die Anordnung der einzelnen Funktionen nachvollziehbar.

    Die Abwicklung der relativ langen geschlossenen Fassade entlang der Straße wirkt in der Ausgestaltung sehr monoton und lässt nur partielle Einblicke ins Freibad zu. Die bunten Fassadenplatten sollen diesem Eindruck entgegenwirken, entwickeln jedoch keine Kraft. Auch wenn die Materialität und das Brechen der Orthogonalität einem neuen Familien und Freizeitbad angemessen erscheint, überzeugt die Architektursprache und die gestalterische Ausformulierung nicht.

    Der Vereinsraum hat günstiger Weise einen Zugang von außen und innen, der Raumzuschnitt ist jedoch nicht gut nutzbar. Der Kiosk liegt mit seiner großzügigen Außengastronomie richtig und spart in Schwachlastzeiten Personal. Der gewünschte Straßenverkauf ist möglich. Das Technikgebäude ist deutlich zu groß. Die Begrünung der Flachdächer ist positiv.

    Das Schwimmer-/Nichtschwimmerbecken ist mit vielseitigen Elementen versehen. Die geforderten Bahnen sind nachgewiesen, ebenso Wellenrutsche und Sprungturm. Eine deutlichere Gliederung wäre wünschenswert. Der Kleinkindbereich ist attraktiv und beherbergt ein separates Kindergebäude, die Größe sollte überdacht werden.

    Das Schwallwasserbecken muss neu erstellt werden und die Andienung des Technikgebäudes ist schwierig. Die Funktion des Brunnens vor den Duschen geht zu Lasten einer nötigen großzügigen Vorfläche. Der separate Zugang des Sanitätsraumes auch nach außen ist positiv zu bewerten, ebenso das Großtor im Eingangsbereich. Die Konstruktion ist angemessen gewählt, sollte aber unter anderem im Blick auf die äußere Erscheinung weiterentwickelt werden. Die energetischen Aussagen sind noch zu vertiefen.

    Wirtschaftlich muss der Vorschlag eher im oberen Bereich im Vergleich zu den Mitbewerbern angesiedelt werden.

    Trotz struktureller Schwächen in der Bäderlandschaft sowie der Gebäudeanordnung wird die städtebauliche Grundidee vom Preisgericht gewürdigt.