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  • DE-09669 Frankenberg/Sa.
  • 01/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-240686)

„Zeit-Werk-Stadt“ - Erlebnismuseum für Stadt- und Industriegeschichte


  • Ankauf

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    Visualisierer
    werk3 architekturvisualisierungen, berlin (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: KOLB RIPKE Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin (DE)

    Preisgeld
    2.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Wettbewerbsbeitrag ist in wesentlichen Punkten detailliert ausgearbeitet und lässt funktionale und gestalterische Zielvorgaben überwiegend gut erkennen.
    Das Gebäude wird in seiner ursprünglichen Form aufgelöst, ohne seine Historie als ehemalige Produktionshalle zu verstecken. Die Tragkonstruktion des Daches bleibt von innen und außen erkennbar.
    Die Strukturierung der Fassade wird begrüßt.
    Neue Elemente an den Außenbereichen erweitern das Volumen des Gebäudes wesentlich. Dies scheint fraglich und ist nicht notwendig. Die Erschließung des Gebäudes greift die Struktur des Parks in richtiger Weise auf, dementsprechend sind die Funktionen im Gebäude schlüssig zugeordnet. Der Erhalt der beiden vorhandenen Treppenhäuser wird positiv bewertet. Das Raumprogramm für die Gartenschau und die spätere museale Nutzung wird durch die Wettbewerbsarbeit hinreichend berücksichtigt. Die Fassade öffnet sich sowohl zur Stadt, als auch zum Park. Eingang und gastronomische Nutzung sind klar strukturiert.
    Der für das Ausstellungsprogramm vorgegebene Time Cube ist zentral eingeordnet, jedoch führt die Rampe in jedem Fall hindurch, was für das Erleben des Inneren nachteilig ist (Engstelle). Dort sollen Drei- bis Fünf-Minuten-Filme gezeigt werden, die ein Verweilen bedingen. Für das Erleben wäre es gut, wenn er parallel zum Laufweg begehbar wäre und weiter auf dem Grund angesetzt werden könnte (hoher Raum). Die Rampe in ihrem Verlauf wird ansonsten befürwortet.
    Die interaktive Werkstatt sollte nicht fest eingebaut werden, sie schränkt die Flexibilität der Raumnutzung unnötig ein. Für das Ausstellungskonzept wäre eine nicht transluzente Materialität der Fassade zu begrüßen. Die dargestellte Größe der Glasflächen und transluzente Elemente werden in Frage gestellt. Die baukonstruktive Realisierbarkeit ist dazustellen. Insbesondere die „schwebenden Kisten“ in den Außenecken werden zu wuchtig empfunden. Eine Rücknahme auf die Kubatur des bestehenden Baukörpers wird empfohlen.
    Mit Blick auf den begrenzten Kostenrahmen sind Elemente wie der Wasserfall nochmals kritisch zu hinterfragen.


    Nach Überarbeitung:
    - Die Erweiterung der Grundrissflächen im Obergeschoss wurde zurückgenommen, trotzdem bleibt eine Gliederung in der Fassade erhalten.
    - Die Rampe wurde modifiziert, man kann jetzt außen am Time Cube vorbeigehen, ein Podest führt in den Time Cube hinein (siehe 3D-Darstellung).
    - Die interaktive Werkstatt wurde geringfügig verlegt, sie lässt sich jetzt variabel in die Gesamtausstellungsfläche integrieren.
    - Der Raum wurde nur noch in den Randbereichen nach oben erweitert zum Zwecke der Belichtung/ Belüftung => Die vorgeschlagene Erweiterung der Kubatur erhält somit eine
    wesentliche Funktion.
    - Fassade wird in 3 Bereiche geteilt:
    - Ausstellungsbereiche = vorgehängte, hinterlüftete Fassade mit transluzentem Polycarbonat als Wetterschale
    - Funktionsbereiche = Sichtbeton als Sandwichelement
    - Publikumsbereiche – Wärmeschutzverglasung
    - Wasserflächen bleiben unverändert.


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