Bernd Bässler
Matthias Grobe
Britta Horn
Maja Neuman
Florian Sattler
Beurteilung durch das Preisgericht
Beurteilung durch das Preisgericht:Aufbauend auf einem klaren orthogonalem Wegegerüst wird der Park durch Großstrukturen mit weichen Grenzen gegliedert. Kern des Parks bildet ein sich nach Norden weitender Wiesenraum, der im Westen von einem lichten Hain und im Osten durch die ehemalige Rinderauktionshalle begrenzt wird. Den nördlichen Blickfang bildet das Gerüst der ehemaligen Hammelhalle, die mit Hecken, Wasserbecken und zum Teil von Bäumen des Hains durchdrungen einen eigenständigen Ort als Garten bildet. Als "Hallenplatz" ist er mit dem nördlich anschließenden Sportareal verbunden.Zwischen der zentralen offenen Fläche und der Rinderauktionshalle werden, durch Großgräser separiert, Kammern, sogenannte "Lounges", vorgeschlagen. Sowohl in ihrer Zuordnung (Halle bzw. Wiese) als auch ihrer Nutzung (sportlich aktiv bzw. ruhig beschaulich) sind sie nicht abschließend definiert und besitzen somit die notwendige Offenheit für sich noch konkretisierende und ggf. auch sich im Laufe der Zeit verändernde Ansprüche aus Halle und Park.Vor der Halle selbst befindet sich in angemessener Dimension ein befestigter Vorplatz, der nicht nur die funktionalen Anforderungen aus der Halle heraus erfüllt, sondern auch die denkmalgeschützte bauliche Qualität des Gebäudes in der Parklandschaft zur Geltung bringen kann.Nördlich der Halle wird ein Platz ausgebildet, der einen attraktiven Eingang in das Sportgelände als auch in den Park darstellt. Eine Schwäche bildet die ungenügende räumliche Fassung der nord-östlich zum S-Bahnhof orientierten Eingangszone. Der Sportbereich wird mittels der in einzelnen Pavillons untergebrachten Umkleideräume in einen eher dem Leistungssport zuzuordnenden östlichen Bereich mit Großspielfeld und Laufbahn sowie einem eher dem Breiten- und Freizeitsport zuzuordnenden westlichen Bereich geordnet.Wenn auch hinsichtlich der Anordnung einzelner Sportnutzungsbereiche Korrekturbedarf besteht (z.B. Laufbahn unmittelbar am Großspielfeld), ist der Sportbereich insgesamt plausibel gegliedert und funktionsfähig.Der vergleichbar höhere Kostenaufwand für die Erstellung von sechs Einzelpavillons als Sportplatzgebäude wird durch die damit fast völlig entfallenden inneren Erschließungsflächen kompensiert. Nicht berücksichtigt wurde ein Mehrzweckraum in den Sportfunktionsgebäuden. Für die Bedürfnisse des Schulsports ist die Funktionszuweisung der einzelnen Pavillons nicht optimal.Die Arbeit ist nach Auffassung des Preisgerichts insgesamt konsequent und durchdacht und besticht durch eine klare räumliche Gliederung sowie durch die Schaffung von differenzierten Orten für unterschiedliche Bedürfnisse. Mit seiner robusten Grundstruktur hat dieser Park auch das Potenzial, auf zukünftige Veränderungen und Entwicklungen reagieren zu können.