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  • DE-82319 Starnberg
  • 01/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-83623)

Wasserpark Starnberg


  • Anerkennung

    Ansicht Straßenseite

    Architekten
    Architekten Schmidt-Schicketanz und Partner GmbH, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten BDLA, Bockhorn bei Erding (DE), München (DE)

    Erläuterungstext
    Gebäude

    Der Wasserpark von Starnberg erhält durch den Neubau der Sauna die erstrebte Attraktivität.
    Die städtebaulichen, gestalterischen und funktionalen Anforderungen werden durch das Absetzen des Neubaus als eigener Bauteil gelöst, der mit dem Bestand im Obergeschoss durch Brücken verbunden ist.
    Im zweigeschossigen Neubau liegt an der Stirnseite der neue Haupteingang des Wasserparks. Von hier aus wird erdgeschossig direkt die Sauna erschlossen und über Treppe und Aufzug im Obergeschoss ist der Umkleidebereich des Schwimmbades zugänglich.
    Der neue großzügige Sommereingang des Freibades liegt an der Nahtstelle zwischen Alt und Neu, er kann auch durch die Rezeption betreut und überwacht werden.
    Das Restaurant ist von hier aus über eine Freitreppe öffentlich zu erreichen.
    Der Altbestand kann von dieser öffentlichen Zone aus auch einen direkten Eingang für Vereine und oder auch zum Fitnessbereich erhalten.
    Zeitversetzt wird dieser Bereich ebenso für die Anlieferung und Entsorgung des Restaurants benutzt.
    Das Absetzen des neuen Baukörpers vom Bestand ermöglicht einen klar definierten eigenen Saunagarten mit Seeanschluss. Der Fernblick über den See auf die Alpenkette ist vom Obergeschoss, d.h. vom Ruhebereich und der Sauna-Gastro-Terrasse besonders gut möglich.
    Durch die Lage der Küche auf dem Brückenglied zentral zwischen Neu- und Bestandsbau können die vielfältigen Funktionsanforderungen des Gastrobereiches erfüllt werden. Unter der neuen Gastro-Terrasse für externe Gäste und Schwimmbadbesucher, sind die neuen Wechselkabinen und Spinde für das Freibad situiert, die durch die Verlegung des Sommereingangs am alten Standort entfallen.
    Das Familienbad wird neu gestaltet, durch das Verlegen der Rutsche ins Feie entsteht Platz für Kindergeburtstage und einer zusätzlich eingezogenen Ebene für einen Ruhebereich der Schwimmhalle.
    Das Parkdeck wird im Norden von der Standbadstraße aus angefahren. Durch die mittige Lage der Rampe in einem Loch des Decks ist eine einfache kreisförmige Erschließung möglich, die an allen Stellplätzen vorbei führt. Die Anzahl der Stellplätze steht in Korrelation zur Fläche der Skaterbahn.
    Die neu errichteten Bauteile, wie Sauna und Nebengebäude im Freibadbereich werden mit senkrechten Holzlatten verkleidet. Gewählt wird Lärche natur, das ohne Behandlung nach einem Jahr eine silberne Oberfläche erhält.


    Freianlagen

    Die Konzeption zielt darauf ab, mit den Maßnahmen zur „Ertüchtigung des Wasserparks“ gleichzeitig eine Aufwertung des Nepomukweges als wichtige Ost-West-Verbindungsachse und seines städtebaulichen Umfeldes in die Wege zu leiten. Es erfolgt eine Neustrukturierung und –interpretation des Bad-Umfeldes auf der Basis der vorgegebenen Aufgabenstellung.
    Der Nepomukweg wird Teil einer Platzfolge, die den Wasserpark mit den angrenzenden öffentlichen Einrichtungen, Wassersport- und Clubanlagen verknüpft und die notwendigen Erschließungsfunktionen aufnimmt. Es entstehen drei Plätze: der offene Platz am Jugendzentrum mit der integrierten Skatefläche, gefasst mit breiten Sitzelementen, der Vorplatz des Bades mit dem erhöhten Rasenbeet und der multifunktional nutzbare, baumüberstellte Platz im Norden, gleichermaßen Buswendeplatz, Mitarbeiter- und Behindertenparkplatz, Rüstplatz für Veranstaltungen etc.
    Die Gebäude sind so gesetzt, dass am Platz ein repräsentatives Entree entsteht und gleichzeitig eine optimale Ausrichtung von Saunabereich und Restaurant zum See. Der Zugang zum Freibad wird neu strukturiert. Der Haupteingang befindet sich zwischen den beiden Gebäuden, die quasi das Tor zum See bilden; ein Nebenzugang ist im Osten in direkter Verlängerung des Nepomukweges angeordnet. Die Fahrradstellplätze sind den beiden Eingängen zugeordnet. Im Bereich des bisherigen Freibadzuganges wird als Ergänzung zum Kinderbecken die Anlage eines Spielbereichs vorgeschlagen. Tischtennis und Grillstelle werden nach Osten verlagert und bilden mit dem vorhandenen Beachvolleyballplatz ein „Aktivitätenband“ entlang des Nepomukweges. Das Gebäudevorfeld und die Liegewiese werden so von Einbauten freigehalten und ermöglichen den ankommenden Besuchern den freien Blick auf den See. Um den direkteren Kontakt zum Wasser zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, den zentralen Abschnitt der Ufermauer in eine Sitzstufenanlage bzw. Liegeterrassen umzubauen. Das gesamte Freibadgelände mit seinen Spiel- und Freizeiteinrichtungen kann außerhalb der Badesaison als öffentliche Parkanlage genutzt werden.
    Die Sauna erhält über ein Wasserbecken und einen großzügigen „Ausschwimmkanal“ einen eigenen Seezugang. Die flankierenden Pflanzungen mit Schilf und Uferstauden integrieren die notwendige Einfriedung und bieten einen natürlichen Sichtschutz. Der See wird bereits am Vorplatz über die Vegetation spürbar. Das Parkdeck ist als berankte „grüne Struktur“ konzipiert.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.