• CH-Lausanne
  • 02/2012
  • Ergebnis
  • (ID 55455)

Métamorphose - Près de Vidy / Sportkomplex und städtebauliche Neuordnung

Beschränkter Wettbewerb
  • 1. Preis

    Panoramaperspektive von Norden ©gmp/Davide Abbonacci

    Architekten
    gmp Architekten - von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg (DE), Aachen (DE), Berlin (DE), Frankfurt am Main (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit::
    Architekten: Jean-Baptiste Ferrari SA, Lausanne (CH)
    Landschaftsarchitekten: Hager Partner AG, Zürich (CH), Berlin (DE)
    Brandschutzplaner: CR Conseils, Oron-la-Ville (CH)
    Verkehrsplaner: Kontextplan, Bern (CH)
    Energieplaner: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart (DE), München (DE), New York, NY (US)

    Erläuterungstext
    gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner haben in Arbeitsgemeinschaft mit Jean-Baptiste Ferrari et Associés SA den Realisierungswettbewerb „Métamorphose - Prés-de-Vidy“ für einen Sportkomplex und die städtebauliche Neuordnung des umliegenden Areals im Westen von Lausanne gewonnen.

    Ein einziges kreisrundes Gebäude vereint alle Funktionen des Sportkomplexes unter einem Dach. Neben einem UEFA-Fußballstadion für 13.000 Zuschauer und einem Wettkampf-Schwimmstadion sind in den zirkulären Bau ein Sportinternat, die städtische Sportverwaltung und ein P+R Parkhaus für die Stadt Lausanne integriert. Der städtebauliche Entwurf für das angrenzende Gebiet sieht Wohn- und Gewerbeeinheiten in einer Gesamtgröße von 100.000 m² Nutzfläche vor.

    Mit dem Entwurf gelingt es, eine städtebauliche Verbindung zwischen dem heterogenen Gefüge der benachbarten Quartiere, dem neu geplanten Wohnviertel und dem Ufer des Genfer Sees zu schaffen. In dem Verkehrsdreieck, welches im Süden von der Autobahn und im Westen und Norden durch große Ausfallstraßen gebildet wird, markiert die auf einem Sockel scheinbar schwebende und weithin sichtbare monolithische Scheibe als identitätsstiftende Landmarke den Eingang zur Stadt Lausanne. Diese markante Großform gibt den öffentlichen und repräsentativen Charakter der Anlage wieder.
    Die innere Gebäudestruktur folgt dem geometrischen Wechselspiel aus Kreis und Ellipse, in dessen Teilmenge das Fußballstadion eingeschrieben ist. Das Schwimmstadion liegt angrenzend in der freien, sichelförmigen Kreisfläche. Die Dachfläche wird für die Gewinnung regenerativer Energien mittels Solarthermie und Photovoltaik genutzt. Oberlichter im Bereich des Schwimmstadions ermöglichen eine natürliche Belichtung. Internat und Verwaltung sind zugunsten optimaler Tageslichtnutzung und Sichtbeziehung zur Landschaft im Obergeschoss entlang des Kreisrings angeordnet.

    Der Sportkomplex wird von Freiraumflächen gefasst, die ihn mit seiner Umgebung zu einem homogenen Ganzen verbinden. Das Stadion öffnet sich nach Süden zum Genfer See und bietet von den Zuschauertribünen den Ausblick auf das Alpenpanorama. Besuchern des naheliegenden Parks am Genfer See, die sich über die neu angelegte Landschaftsbrücke dem Sportkomplex nähern, öffnet sich das Stadion mit einer großzügigen Geste. Von außen lässt diese Öffnung Einblicke auf das Geschehen in der Arena zu. Der Vorplatz der Schwimmhalle ist Mittler zwischen Wohngebiet und öffentlichem Leben rund um Sport und Freizeit. Der Sportkomplex in Verbindung mit der neu geschaffenen Freizeitlandschaft und benachbartem Wohnviertel ist Ausgangspunkt einer umfassenden Stadterweiterungsmaßnahme Lausannes.


    Realisierungswettbewerb und städtebaulicher Wettbewerb: 1. Preis 2012
    In Kooperation mit Bureau Jean-Baptiste Ferrari et Associés SA
    Entwurf: Volkwin Marg und Hubert Nienhoff
    Projektleitung: Florian Illenberger
    Mitarbeiter Entwurf (gmp): Kristian Spencker, Christiane Wermers, Florian Illenberger
    Mitarbeiter (gmp): Marleen Michaels, Tobias Mäscher, Christian Möchel, Claudia Stelzmann, Peter Axelsen
    Mitarbeiter (jbf): Jean-Baptiste Ferrari, Sébastien Zwissig, Floriane Robert, Chantal Billaud, Xavier Tauxe, James Lee, Rainer Epp
    Bauherr: Stadt Lausanne für die Entwicklung der öffentlichen Nutzungen, private Investoren für Wohnungs- und Gewerbeeinheiten
    Tragwerksplanung: TENSIS Limited (Wettbewerb)
    Freiraumplanung: Hager Partner AG
    Brandschutz: CR Conseils Sàrl
    Verkehrsplanung: KONTEXTPLAN AG
    Nachhaltigkeit: TRANSSOLAR Energietechnik GmbH
    Sitzplätze Stadion: 13.000 (Fußballspiel), 20.000 (Event)
    Schwimmhalle: 25-Meter-Bahn, 50-Meter-Bahn, 10-Meter-Sprunganlage
    Stellplätze: Parkhaus 1.220
    Planungsbeginn: WB 03/2011, weitere Planung ab 2012
    Baubeginn: geplant 2016
    Fertigstellung: geplant 2019

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.