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  • DE-79540 Lörrach
  • 05/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-157694)

Schöpflin-Areal: Entwicklung eines neuen Quartiers


  • 1. Preis

    Lageplan

    Architekten
    Glück+Partner GmbH Freie Architekten BDA, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: WICK + PARTNER ARCHITEKTEN STADTPLANER, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    26.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Ausgangspunkt des Projektes ist die Vernetzung der angrenzenden Quartiere: von der S-Bahn Haltestelle im Norden zur Schopfheimer Straße im Süden und von der Schöpflin Villa im Westen zu Schöpflin Forum und Vereinsgebäude im Osten. Die angebotenen Außenräume werden entsprechend ihrem Öffentlichkeitsgrad unterschiedlich ausge-bildet: Das Forum als städtischer Platz, die Nord-Süd Verbindung als kleiner Quartier-park mit Durchwegung. Folgerichtig liegt das historische Gasthaus als südliches Kopf-ende des Parks am Übergang zur Schopfheimer Straße. Östlich und westlich des Quartierparks werden zwei Wohnhöfe angeboten, die etwa 30 cm erhöht liegen.
    Um diese Wohnhöfe gruppieren sich die Wohnbauten. In der Höhenstaffelung der Baukörper findet ihre abgewinkelte Form eine selbstverständliche Entsprechung. Es entstehen differenzierte Volumen, die an alle Richtung angemessen auf ihr Umfeld reagieren können. Die Freiräume werden von den begleitenden Gebäuden präzise gefasst, sind gut proportioniert und differenziert gestaltet: Ausgleichs- und Retentions-flächen sowie verschiedene Habitat-Formen werden angeboten. Die Franz-Ehret-Straße soll zwischen Schöpflin Villa und Mehrzwecksaal Schöpflin im Belag abgesetzt werden. Das Gebäude an der Kreuzung Franz-Ehret-Straße / Schopfheimer Straße integriert sich gut in das Gesamtkonzept und bildet einen attraktiven Vorplatz zur Kreuzung hin aus.
    Der Mehrzweckraum Schöpflin liegt mit den Vereinsräumen unter einem Dach, ist je-doch separat erschlossen. Die Nutzungskombination wird ausdrücklich begrüßt, zudem wird der Platz vor der Sporthalle in zwei gut proportionierte Räume gegliedert. Der Zu-gangsraum vor dem Seiteneingang der Sporthalle wird konsequent von der Wohnbe-bauung getrennt, gegenseitige Störungen werden vermieden. Das große Dach er-zeugt jedoch auch versteckte Winkel und Durchgänge, die im Hinblick auf Attraktivität und Sozialkontrolle überprüft werden müssten. Die gedeckte Fläche vor dem Zugang zum Vereinsheim wird von den Nutzervertretern gelobt. Die Galerie Schöpflin ist an der Franz-Ehret-Straße ebenfalls gut gelegen.
    Die Turnhalle ist konsequent auf die S-Bahn Station ausgerichtet. Ihre Organisation er-füllt die Nutzeranforderungen. Die teilweise Absenkung mit rundum Verglasung ver-spricht ein attraktives, gut belichtetes Gebäude. Der Sportlereingang von Westen und die Rampe zur Catering Küche sind funktional richtig gelegen.
    Die Wohnbebauung ist autofrei, die Parkierung soll unter den Wohnhöfen erfolgen. Zufahrten sind von Westen (Franz-Ehret-Straße) und von Osten entlang der bestehen-den Hallen vorgesehen. Die östliche Zufahrt ist in dieser Form nicht möglich und müsste überarbeitet werden. Eine Realisierung des Projektes in Bauabschnitten ist gut möglich.

    Im Vergleich weist das Projekt für die Wohnnutzung eine geringe Dichte auf, die Bau-körper lassen eine große Wohnungsvielfalt zu. Die vorgeschlagene Abtreppung der Baukörper führt zu einer größeren Zahl Maisonettwohnungen oder zusätzlichen Trep-penhäusern, wenn die Dachterrassen nicht durch Laubengänge erschlossen werden. Bei einer Ausarbeitung der Wohnbaukörper muss der angemessenen, aber auch wirtschaftlichen Erschließung der Wohnungen große Beachtung geschenkt werden.

    Die zwei unterschiedlichen Komponenten, Wohnquartier und Sporthalle, sind wohldurchdacht und über Freiräume komplex miteinander verbunden, so dass der Entwurf den Bedürfnissen beider Auslober gleichermaßen hervorragend gerecht wird.