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Mehrfachbeauftragung | 09/2020

Neues Vereins- und Gemeinschaftsgebäude am Sportplatz in Nußdorf

1. Rang

Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten

Architektur

Architekturmodelle Boris Degen Modellbau

Modellbau

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf des Büros BIRK HEILMEYER UND FRENZEL ARCHITEKTEN verfolgt eine klare regional passende Formensprache und Gestaltqualität. Der eigenständige und doch einfache Baukörper bindet sich städtebaulich insbesondere hinsichtlich Dachform und Materialität in hervorragender Weise in die bestehende Bebauung ein.
Die Zonierung der Funktionsbereiche im Innenraum mit Gastbereich als wichtigsten Raum zu den dienenden Nebenräumen ist auch von außen durch den versetzten First sehr gut ablesbar. Dies wird durch die großen Fensterfronten und die vorgelagerten Terrassen unterstützt. Der wechselseitig mögliche Ausblick zu den Weinbergen und zum Sportplatz ist gewährleistet, die sich gegenüberliegenden Fenster ermöglichen durchgängige Blickbeziehungen.
Die hinterlüftete Holzschalung als Außenwandbekleidung der geschlossenen Fassadenteile und die Stehfalzeindeckung des geneigten Daches überzeugen als einfache, ansprechende und unterhaltbare Materialen mit beherrschbaren Details.

Bei den dreifach verglasten Holz-Alu-Fensterelementen sorgt ein außenliegender Sonnenschutz für den sommerlichen Wärmeschutz.
Dem äußeren Erscheinungsbild entspricht die innere Gestaltung, die das Holzbauthema konsequent weiterverfolgt. Brettsperrholzwände in Sichtqualität bieten wertige Oberflächen, die über Lasurtechniken auch farbliche Variationen zulassen. Projektionsflächen sind vorhanden. Nicht ganz optimal gelöst und verbesserungswürdig scheint der räumliche Zuschnitt von Küche/ Abstellraum / Technik. Wünschenswert wäre bei der Küche auch eine wahrnehmbare Öffnung zum Gastraum bspw. als Theke; ebenso wäre ein separater Zugang von außen zur Anlieferung und als weitere und unabhängige Zugangsmöglichkeit zu den Toiletten vorzusehen. Beides erscheint durch die gewählte Konstruktion ohne großen Mehraufwand lösbar.
Da die Bodenplatte aus Ortbeton vorgesehen ist, ist hier keine Vorfertigung möglich. Dies bietet aber Vorteile gegenüber aufgeständerten Varianten insbesondere in Bezug auf die barrierefreie Erschließung.

Der Entwurf verfolgt nicht den Ansatz mit zuschaltbaren weiteren Raummodulen, allerdings bietet die hier gewählte elementierte Holzbauweise mit großformatigen Wand- und Deckenmodulen Möglichkeiten für freiere Grundrisslösungen und lässt gleichzeitig Veränderungen auch am Zuschnitt der Räume zu. Auch Erweiterungen sind denkbar.
Die Typusverwendung bspw. auch für Godramstein ist denkbar, Anpassungen aufgrund örtlicher oder programmatischer Anforderungen sind möglich.