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Nichtoffener Wettbewerb | 06/2022

Neubau Neckartalschule in Heilbronn-Böckingen

3. Preis

KohlmayerOberst Architekten

Architektur

Planungsgemeinschaft Landschaftsarchitektur Markus Herthneck

Landschaftsarchitektur

Architekturmodelle Boris Degen Modellbau

Modellbau

Beurteilung durch das Preisgericht

Das Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrums, die Neckartalschule, erhält einen 3-geschossigen langestreckten Neubau parallel zur Salzburger Straße. Das Schulgebäude wird ergänzt durch einen 2-geschossigen Mensabau und Ganztagsbereich in Verlängerung der Sporthallen. Beide Gebäude sind so positioniert, dass ein wohl proportionierter Vorplatz entsteht, von dem beide Gebäude aus erschlossen sind. Der Vorplatz schafft einen wohltuenden Abstand zum querenden Fahrradweg Die Mensa nimmt geschickt die Fluchten der Sporthalle auf und verbindet Mensa und Sporthalle mit einem luftigen Dach. So entsteht im Erdgeschoss eine überdachte Freifläche zwischen Halle und Mensa und im Obergeschoss eine schöne Terrasse erschlossen auch über eine Treppe vom Freibereich aus. Auf die sorgfältige Ausgestaltung und Pflege dieser Fläche ist zu sorgen. Die Freiflächen zwischen Schule und Sporthalle werden den Werkräumen zugeordnet, sodass diese Flächen für unterschiedliche Aktivitäten genutzt werden können. Lediglich die Schulhoffläche im Norden der Schule wird als sehr klein empfunden, sodass die Schule anregt, ob der Baukörper auch etwas nach Süden verschoben werden könnte.
Architektonische und gestalterische Konzeption:
Der Schulbaukörper ist stringent organisiert mit einer sehr guten Orientierbarkeit. Über einen gedeckten Außenraum erreicht man das Foyer Eine mittige offene Treppe erschließt die Obergeschosse Diese wird ergänzt durch 2 Treppenhäuser (Brandschutz). In den Obergeschossen entsteht ein selbstverständlicher Rhythmus von Unterrichtsräumen-Klassenräumen und Kursräumen. Das Gebäude für Mensa und Ganztagsbereich (Intensivräume) hat ein eigenes kleines Foyer. Die Mensa orientiert sich zur Campusmitte, quasi als Bindeglied zwischen Grünewaldschule und Neckartalschule. Kritisch gesehen wird lediglich, dass die Notwendigen Sanitärbereiche der Mensa im Untergeschoss positioniert sind. Beide Gebäude zeichnen sich durch eine hohe Funktionalität aus. Wobei darauf zu achten ist, dass die Gebäudemitte hell genug bleibt, was die Verfasser durch Oberlichter und transluzente Trennwände versprechen.
Konstruktion und Materialien
Die Tragkonstruktion wird als Holzhybridkonstruktion entwickelt. Die Gebäudedimensionen machen eine Holzkonstruktion an dieser Stelle plausibel. Die Fassade aus Holzrahmenelementen, erhalten opake Brüstungen. Die niedrigen Brüstungen werden wegen dem daraus resultierenden hohen Glasanteil an den Längsseiten kritisch diskutiert. Anderseits schaffen die niedrigen Brüstungen helle Innenräume, die partiell durch transluzente Flurtrennwände für Helligkeit in der Gebäudemitte sorgen. Textiler Sonnenschutz reduziert den sommerlichen Wärmeintrag. Die Kleinteiligkeit der Fassaden wird jedoch kritisch diskutiert.
Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Bauökonomie und Betrieb Kenndaten im mittleren Bereich und die Kompaktheit der Baukörper lassen auf eine Wirtschaftlichkeit in der Umsetzung und im Unterhalt schließen. Der Campuscharakter kann an dieser Stelle nachvollzogen werden trotz der Querung des Fahrradweges. Der wertvolle Baumbestand in der Campusmitte bleibt erhalten und bildet den Gewünschten Schulcampus im Quartier. Insgesamt stellt der Entwurf einen wertvollen Beitrag zur gestellten Aufgabenstellung da.
Lageplan

Lageplan