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Nichtoffener Wettbewerb | 10/2022

Neubau Albert-Schweitzer-Schule in Darmstadt

Schwarzplan

Schwarzplan

3. Preis

Preisgeld: 21.000 EUR

KohlmayerOberst Architekten

Architektur

Planungsgemeinschaft Landschaftsarchitektur Markus Herthneck

Landschaftsarchitektur

Architekturmodelle Boris Degen Modellbau

Modellbau

Erläuterungstext


Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf setzt einen dreigeschossigen, kompakten Riegel parallel zur Hindenburgstraße, der sich über 60 m erstreckt. Das Gebäude besetzt das volle Grundstück und die Wahrnehmung des Parks ist nur im Inneren des Gebäudes gegeben. Das Gebäude bildet eine klare Tragstruktur in der Fassade ab. Durch die durchgehende Vorzone an der Hindenburgstraße ist der Schulhof im Westen relativ schmal und wenig zoniert.

Der Haupteingang ist mittig angeordnet, um ca. 2 m zurückgesetzt von der Hindenburgstraße. Gleichzeitig gegenüber nach Westen vom Schulhof mit Zugang vom Verlegerviertel. Obwohl der Riegel die Grünanlage trennt, ist in der Mittelachse eine durchgängige, breite Sichtverbindung zur Parkanlage. Durch die Rücknahme der Gebäudekante vom öffentlichen Weg und der Baumallee ist die Anordnung der Eingangssituation geschützt. Fahrradstellplätze sind an der Fassade entlang des Haupteingangs.

Küchenanlieferung und Sporteingang sind deutlich getrennt. Der eingeschossige Zugang zur Halle hat ein barrierefreies WC und Umkleiden. Weitere Umkleiden befinden sich im Obergeschoss. Die barrierefreie Selbstrettung ist grundsätzlich möglich. Der Aufstellraum für den Aufzug scheint zu gering bemessen.

Im 1. OG sind die Verwaltungsräume. Der Luftraum der Turnhalle ist von den Fachklassen und zusätzlichen Klassen gut einsehbar. Im 2. OG sind die Cluster modifiziert gespiegelt. Sie sind wohl überlegt und bieten ein gutes Beispiel. Die pädagogischen Erschließungsflächen sind gut nutzbar, der Lichthof im südlichen Cluster und das grüne Klassenzimmer im nördlichen Cluster bieten hohe Qualitäten. Zwischen den beiden Clustern ist der Zutritt zu einer außenliegenden Treppenskulptur, die in den Schulhof führt.

Brandschutzkonzeption und Passivhaustauglichkeit sind im Entwurf weitgehend gelöst. Die Fassadenbegrünung ist nicht erdgebunden. Die Kennwerte liegen im wirtschaftlichen Bereich. Der Entwurf bringt alle Nutzungen ohne Untergeschoss und damit aufwändige Erdarbeiten unter.

Der Entwurf ist von hoher Funktionalität geprägt und verfügt im Inneren über qualitätvolle Raum- und Lichtsituationen. Leider geht die städtebauliche Setzung als langer Riegel zu Lasten der Durchlässigkeit des Parks und wird in Hinblick auf eine Grundschule kritisch diskutiert.