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  • DE-90402 Nürnberg
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-196014)

Flaschenhofstraße SW Nürnberg GmbH


  • 1. Preis


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    Architekten
    PECK.DAAM Architekten, München (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb, Freising (DE), Hamburg (DE)
    Modellbauer: Matthes Max Modellbau GmbH, München (DE)

    Preisgeld
    44.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt durch ihre klare städtebauliche Haltung. Ganz unaufgeregt und konsequent wird der Blockrand geschlossen, ein feiner Rhythmus der Struktur gliedert die Bebauung über die Länge. Die Neubebauung schließt jeweils an alte Brandwände der Nachbarbebauung an, sodass keinerlei „Wunden“ bleiben.

    Auch die Einpassung des neuen Baukörpers an der Marienstrasse wird souverän gemeistert.
    Der Vorschlag, den Baukörper in die Tiefe des Grundstücks zu entwickeln, führt zu einer angenehmen Proportion und entwickelt gute Übergänge zu den Nachbarn bei großzügigen Grundrissen im Innern.
    Auf das Staffelgeschoss hätte an dieser Stelle ohne weiteres verzichtet werden können. Ebenso wirkt die Fassade zu schematisch. Die Geschoßhöhen sind zu knapp bemessen.

    Der Neubau im Innenhof als Anschluss an die Brandwand Künstlerhaus ist geschickt gelöst. Die Höhe und Kubatur geht auf, die Ausrichtung der Wohnungen ist optimal.

    Ganz besonders geschätzt wird die Qualität der Blockrandbebauung. Hier wird die Baumasse geschickt durch Erschließungshöfe in einzelne „Häuser“ gegliedert. Die daran anknüpfenden Treppenhäuser sind über Rücksprünge belichtet und es entstehen differenzierte Adressen mit sehr schönen Eingangsbereichen.

    Die Qualität der Struktur setzt sich in den Grundrissen fort. Allerdings werden durch die Typologie innenliegende Bäder notwendig. Die Barrierefreiheit der Zugänge sollte geprüft werden. Die Betonung der Hauseingänge durch die Baumpflanzung wird sehr begrüßt.

    Die Darstellung der Fassaden zeigt eine klare Rhythmisierung, bietet jedoch wenig tiefere Informationen. Vorgeschlagen wird ein massives Mauerwerk, das aus statischer Sicht zu prüfen ist.

    Im Innenhof werden den EG-Wohnungen Mietergärten zugeordnet, es verbleibt ein großzügiger Bereich für Gemeinschaft und Spielflächen, diese werden über die Treppenhäuser gut erreicht. Der Innenhof wirkt ruhig und gut gegliedert. Die Bäume über der Tiefgarage werden so nicht möglich sein.

    Die Organisation und Erschließung der Tiefgarage ist gut gelöst. Die erforderliche Stellplatzzahl ist leicht unterschritten.

    Der Wohnungsschlüssel entspricht den Anforderungen, der hohe Anteil von Zweizimmerwohnungen ist zu prüfen. Die Wohnungsgrößen liegen im Bereich der Vorgaben, die Grundrisse folgen klaren Geometrien, damit wird die Arbeit als wirtschaftlich zu realisierende Lösung eingeschätzt.

    Der Beitrag wird als sehr umfassend entwickeltes Passstück für den Standort gesehen. Mit klaren Baukörpern wird auf die unterschiedlichen Situationen sehr differenziert reagiert. Dem Wohnen in der Stadt wird ein stimmiger neuer Rahmen gegeben.


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