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  • DE-33100 Paderborn
  • 05/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-186191)

Springbach Höfe


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
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    Landschaftsarchitekten
    Uwe Michel Landschaftsarchitekt, Hildesheim (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: Chmiel, Wolfgang - Architekt und Stadtplaner, Braunschweig (DE)

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebauliche Idee entwickelt sich schlüssig auf der prägnanten Topografie des Standortes. Angehängt an das ringförmig organisierte Erschließungssystem platzieren die Verfasser linear ausgerichtete kleine Baufelder in strenger Formation. Jedes einzelne Baufeld ist sinnvoll erschlossen mit kleinen platzartigen Aufweitungen an den Enden. Angeboten werden im Wesentlichen Einfamilienhäuser und Doppelhäuser.

    Das zweite wichtige städtebauliche Rückgrat bildet ein durch Reihenhäuser geprägtes Freiraumband in mitten der neuen Siedlung. Die hier angebotenen Nutzungen bleiben allerdings chiffrenhaft. So nachvollziehbar die neue Kita und das Gemeindezentrum am Rande des Springbachtales platziert sind. So kritisch wird die Lage und Erschließung des Nahversorgungszentrums gesehen. In unbestimmter Lage erfüllt es in Funktion, Größe und Gestalt nicht die gewünschte urbane Signalwirkung. Die talseitige Führung der Ringstraße ist nicht nachvollziehbar. Vermisst werden gebäudenahe Flächen für Parken, Marktnutzung o.ä.. Der ruhende Verkehr wird in aufwendigen Tiefgaragen organisiert.

    Der Rückbau der Driburger Straße auf einen Stadtstraßenquerschnitt ist in Verbindung mit einer Verlegung des Ortseinganges richtig. Kritisch hinterfragt wird der Umgang mit dem ruhenden Verkehr in den Stichstraßen. Die Unterbringung der Stellplätze ist nur auf Kosten der Raum- und Wohnqualität erreichbar. Schlüssig ist der Umgang mit den Rändern im Süden, der über kleine Verbindungswege zur Landschaft erfolgt. Der Quartiersplatz wird seinem vermuteten Anspruch nicht gerecht. Position und Atmosphäre werden hinterfragt.

    Der Beitrag bietet wenig halböffentliche und öffentliche qualitätsvolle Freiräume, die auch zu einer differenzierten Gebietsgestaltung und einer guten Orientierungsqualität beitragen könnten.
    Insgesamt würdigt das Preisgericht den konsequenten Umgang mit den besonderen topografischen Gegebenheiten. Die Stringenz in der konkreten Durchformulierung der Baufelder kann nicht überzeugen.


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