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  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: K9 ARCHITEKTEN Borgards.Lösch.Piribauer, Freiburg im Breisgau (DE)

    Preisgeld
    10.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt durch eine sensible und angemessene städtebauliche Lösung, die der Schule von der Ortsmitte aus eine gut auffindbare Adresse gibt und dieser mit dem Baukörper von Mensa und Me¬diathek einen gelungenen Schwerpunkt gibt. Die Verlängerung des Bauteils C in allen Geschossen stellt eine kompakte städtebauliche Lösung dar.

    Die Positionierung des neuen Baukörpers von Mensa und Mediathek im Zusammenhang mit dem Ein¬gang der Schule wird als funktional schlüssig befunden. Die Eingänge von Mensa und Mediathek sind differenziert und richtig zugeordnet. Die Orientierung des Freibereiches zur Kinzig und der durch das Herausschieben des Erdgeschossens zur Kinzig hin geschaffene Übergang zum Schulhof sind gelungen. Die baukörperliche Verbindung ist maßvoll und schafft gleichzeitig einen überdachten Außenraum.

    Die Positionierung des Musikraums im räumlichen Zusammenhang mit der Aula wird sehr positiv gese¬hen.

    Die Erschließung über einen durchladenen Aufzug im Erdgeschoss ist konsequent gewählt, wird aber im Bezug auf den Wegfall des WCs und die zu schaffende Unterkellerung auch kritisch gesehen. Die Grundrisslösungen im Erdgeschoss/Bauteil B werden bis auf die Verlagerung des Computerraums positiv gewürdigt. Auch das OG in Bauteil B ist in der Grundrissanordnung gut gelöst. Die Grundrisslösungen in Bauteil C und im Übergang von B zu C werden jedoch in beiden Geschossen kritisch gesehen: Es wird eine größere Nähe von Lehrerzimmer zu den Verwaltungsbüros benötigt. Die Technikräume können lärmbedingt nicht gegenüber dem Lehrerbereich angeordnet werden.
    Im Untergeschoss von Bauteil C werden logische Raumpotentiale angeboten. Das Büro des Sozialarbei¬ters ist hier jedoch falsch positioniert, da es unmittelbar der Schülerschaft im Erdgeschoss zugeordnet sein sollte. Die Höhendifferenz zwischen Bauteil B und C im OG wurde nicht gelöst. Eine erforderliche Rampe schränkt sicherlich die Erschließungsfunktion ein.

    Die Schnitte und Ansichten vermitteln, dass sich das Gebäude mit seinen Erweiterungen zu einem stim¬migen Gesamtbild fügt.

    Das Gebäude baut logische Bezüge zum Freiraum auf. Der Schulhof hat eine stimmige Größe und dif¬ferenziert durch den Übergang zwischen steinernem Schulhof nach Osten und grünem Schulhof zur Alten Kinzig hin. Das Jugendforum stellt prinzipiell eine gute Lösung dar, eine komplette Absenkung des Innenhofes ist jedoch nach Meinung des Preisgerichtes nicht erforderlich. Die zurückhaltende und eher grün gehaltene Behandlung der restlichen Freiflächen wird positiv gewürdigt. Die Erschließung und An¬ordnung der Parkplätze für PKW und Fahrräder ist schlüssig und räumlich gut eingebunden. Das gute Verhältnis zwischen Bruttogeschossfläche und dem Bruttorauminhalt lässt eine wirtschaftliche Umsetzung erwarten.

    Es handelt sich insgesamt um eine sehr gute Arbeit, die vor allem durch Ihre städtebauliche Lösung, die maßvolle bauliche Erweiterung mit der zu erwartenden Wirtschaftlichkeit und die Einbindung der Außen¬anlagen überzeugt, jedoch Mängel in der Zuordnung einzelner Grundrissfunktionen aufweist.