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  • DE-89250 Senden
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-188666)

Bahnhofsumfeld


  • Teilnahme 2. Phase


    Landschaftsarchitekten
    Förder Landschaftsarchitekten, Essen (DE), Luxembourg (LU) Büroprofil

    Mitarbeit
    Matthias Förder

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Haug + Schmidtler Architekten, Karlsruhe (DE)
    Stadtplaner: berchtoldkrass space&options Raumplaner, Stadtplaner. Partnerschaft, Karlsruhe (DE)
    Tragwerksplaner: Professor Pfeifer und Partner - Ingenieurbüro für Tragwerksplanung, Darmstadt (DE)

    Preisgeld
    3.335 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser schlägt eine großzügig gestaltete Unterführung vor, die als attraktives
    Bindeglied zwischen Sendens Osten und Westen dienen soll. Erreicht wird dies durch eine trichterförmige Aufweitung des Durchgangs an beiden Seiten des Unterführungsbauwerks, die die vorhandenen Wegebeziehungen geschickt aufnimmt und den Raum unter den Gleisen angenehm proportioniert.

    Die Gestaltung der Wände mittels hinterleuchteter, künstlerisch gestalteter vorgehängten
    Glaspaneelen lässt zusätzlich erwarten, dass dem Raum der tunnelartige Charakter
    genommen wird.

    Allerdings kann diese großzügige Öffnung und die barrierefreie Wegeführung in Richtung
    Stadtpark nur dadurch erreicht werden, dass der Höhenunterschied im Osten über eine
    unverhältnismäßig lange Stützmauer abgefangen werden muss, was kritisch beurteilt wird.

    Im Westen wird die Unterführung über eine breite Rampe in Richtung Hauptstraße angebunden, die allerdings aufgrund der Steigungsverhältnisse nicht barrierefrei ausgebildet ist. Sie stellt für Fahrradfahrer und nicht mobilitätseingeschränkte Fußgänger eine logische und direkte Verbindung an die Innenstadt dar. Die barrierefreie Zugänglichkeit wird über Aufzüge an beiden Seiten hergestellt.

    Um die Rampe im Westen weiter zu öffnen, als dies mit Stützwänden an beiden Seiten
    erreicht werden könnte, schlagen die Verfasser vor, eine flankierende, verschleifende
    Treppenanlage im Westen der Fahrradrampe anzuordnen. Um den Höhenunterschied auf
    der relativ kurzen zur Verfügung stehenden Strecke zu überwinden, wird auf das zwingend
    vorgeschriebene Zwischenpodest verzichtet. Für eine nachträgliche Einordung eines Podestes würde allerdings der Platz nicht ausreichen.Unbenommen des Podestes wird die Treppe vom Preisgericht als überdimensioniert und dem Ort nicht angemessen kritisiert.

    Der städtebauliche Vorschlag, den Busbahnhof umzugestalten und den Raum durch ein
    querstehendes Gebäude in Richtung REWE-Parkplatz zu schließen, wird zwar grundsätzlich begrüßt, erscheint aber durch den dann erforderlichen Abriss des erst kürzlich sanierten und sich in privatem Besitz befindlichem Bestandsgebäude unrealistisch.

    Das vorgeschlagene neue Bauquartier am Bahnübergang mit seiner Hofbildung setzt einen gelungenen Auftakt zur Innenstadt.

    Insgesamt stellt die vorliegende Arbeit einen wertvollen Diskussionsbeitrag dar, der jedoch in der Gesamtschau als nicht angemessen für das Bahnhofsumfeld von Senden beurteilt wird.