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  • DE-78462 Konstanz
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-188798)

Vincentius Areal


  • 2. Preis

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    Die LandschaftsArchitekten. Bittkau-Bartfelder + Ingenieure, Wiesbaden (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Petra Bittkau

    Mitarbeit
    Daniel Lindemann, Magdalena Zepf

    In Zusammenarbeit mit:
    Investoren: LBBW Immobilien Management GmbH, Stuttgart (DE)
    Architekten: Jo. Franzke Generalplaner, Frankfurt am Main (DE)

    Preisgeld
    48.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser greifen die historische Situation wieder auf und bilden eine eindeutige Raumfolge von Platz, Bebauung mit Innenhof und Altbau mit umgebender Gartenanlage aus. Der Schottenplatz als öffentlicher Freiraum bildet das Bindeglied zwischen Altstadt und gründerzeitlicher Erweiterung, die Schottenkappelle belegt respektvoll behandelt den Platzraum. Die konsequent und konzentriert aufgebaute Blockrandbebauung bildet am Platz das adäquate Gegenüber zum Humboldt Gymnasium.

    Der erhaltenswerte Baumbestand wird in die Gartenanlage einbezogen, die gleichzeitig das Entree zum Baublock darstellt. Die Übereinstimmung der Topografie des Geländes mit dem Baumbestand müsste überprüft werden. Die vorgeschlagene Kita hat leider keinen zugeordneten Außenbereich.
    Zwei Durchgänge verbinden den Innenbereich mit dem Schottenplatz, allerdings nicht barrierefrei. Begrüßt werden die den Erdgeschosswohnungen zugeordneten Privatgärten und das Angebot der gemeinschaftlich nutzbaren Grünfläche. Eine Grenzbebauung an der Schottenstraße wird nur möglich sein, wenn die Parkspur entfallen würde.

    Es werden unterschiedliche Wohntypologien angeboten, Geschoss- und Maisonette-Wohnungen und kleinere komfortablere Wohnungen mit Dachflächen in den obersten Geschossen. Der geforderte Mix an unterschiedlich großen Einheiten wird mit dem großen Angebot von 2 bis 6 Zimmerwohnungen gut erfüllt. Der Anteil von geförderten Wohntypen wird eingehalten. Die Baukörper mit ihren Fassaden spiegeln grundsätzlich das innere Gefüge wieder. Kritisiert werden die leichten Versätze der Hauseinheiten und die unruhig wirkende Farbgestaltung. Begrüßt wird die Staffelung der beiden oberen Geschosse, das Spiel der Gebäudehöhen unterstützt die Baukörpergliederung und Körnung.

    Der Entwurf liegt mit der BGF im Vergleich aller Arbeiten genau im Durchschnitt, in der GRZ und GFZ liegt er darunter, was durch eine sehr knappe Erschließungsflächen und einen Anteil an Maisonetten hervorgerufen wird.

    Zusammenfassend ein Entwurf, der mit seiner eindeutigen städtebaulichen Aussage zugunsten der öffentlichen und privaten Freiräume überzeugt und als neuer Stadtbaustein eine gute Antwort zur gestellten Aufgabe darstellt.