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  • DE-79106 Freiburg im Breisgau
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-205009)

Wohnen in Gutleutmatten-Ost


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Hetzel & Ortholf Architekten, Freiburg im Breisgau (DE)
    Visualisierer: RAUMDARSTELLER VISUALISIERUNGEN, Karlsruhe (DE)

    Preisgeld
    5.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Gebäude zeichnet sich eine klar gegliederte Fassade zum Straßenraum aus. Die als „Quartierseingang“ fungierende Nordfassade wird maßvoll durch einen zweigeschossigen Erker betont. Den Anforderungen an Schallschutz und Robustheit wird mit einer dreiseitigen „harten Schale“ mit Klinkervorsatz zum öffentlichen Raum und einer aufgelockerter Lochfassade zum privaten Innenhof entsprochen. Die hell verputzt Hofseite korrespondiert mit der angrenzenden Nachbarbebauung.

    Die heckeneingefassten Mietergärten der EG-Wohnungen werten diese auf und bieten hohe Aufenthaltsqualität. Ein gemeinschaftlich genutzter grüner Innenhof als Spielfläche wäre wünschenswert, sollte aber im Hinblick auf die notwendige Einzäunung der Kita-Freifläche und des nach LBO geforderten Spielplatzes überarbeitet werden. Der Innenhof muss barrierefrei erreichbar werden. Eine gesamthafte Betrachtung der Freianlagen wird im Blick auf die gewünschte Aufenthaltsqualität empfohlen. Dies gilt auch für die Ausbildung der öffentlichen Fläche des privaten Streifens vor den EG-Wohnungen.

    Der Gebäudezugang an der Südwestecke – von der Quartiersstraße – wird positiv gesehen; dies wird mit erheblichen Wegestrecken bei den Laubengängen erkauft. Die fehlende barrierefreie Erreichbarkeit des Innenhofs ist nicht hinnehmbar. Oberirdische Abstellmöglichkeiten für Fahrräder mussten ergänzt werden. Positiv wird der großzügig gestaltete, eingezogene Hauszugang mit überdachten Briefkastenanlagen, Kinderwagenabstellbereich und günstig gelegenem Müllraum bewertet.

    Aufgrund des geschlossene Laubengangs und des fehlenden notwendigen Treppenraums ist der 1. Rettungsweg nicht vorhanden. Die Anleiterflächen für den 2. Rettungsweg sind nicht dargestellt und noch nachzuweisen.

    Die vom Angrenzer klar abgetrennte Tiefgarage ist gelöst und für die spätere Bewirtschaftung vorteilhaft. Die in der Tiefgarage dargestellten Fahrradabstellbereiche liegen zu dezentral und sollten überdies abgetrennt sein.

    Die Wohnungsgrundrisse sind klar zoniert: Die Funktionsbereiche sind dem Laubengang zugeordnet Laubengang. Die Aufenthaltsräume orientieren sich im Innenhof. Einzig in den beiden Endwohnungen sind zur Eschholzstraße orientiert. Dies sollte überdacht werden. Die Varianz der Grundrisse zur Hofseite im 3. OG ist zu hinterfragen.

    Die Einhaltung der Förderrichtlinien scheint gewährleistet. Die Verteilung der rollstuhlgerechten Wohnungen über alle Geschosse wird als positiv betrachtet. Der geforderte Wohnungsmix wurde eingehalten.

    Der Entwurf lässt aufgrund der klaren Stapelung der Tragstrukturen, der Fassadengestaltung und der errechneten Kenndaten eine wirtschaftliche Realisierung erwarten.
    Der Wettbewerbsbeitrag liefert insgesamt eine gute architektonische Antwort auf die gestellte Aufgabe.