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  • DE-64295 Darmstadt, DE-64291 Darmstadt
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-195424)

Freiwillige Feuerwehr Arheilgen


  • Anerkennung

    © TRU Architekten

    Architekten
    TRU ARCHITEKTEN, Berlin (DE), Düsseldorf (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: HOLZWARTH Landschaftsarchitektur, Berlin (DE)

    Preisgeld
    3.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser stellen ein klar ausformuliertes, durch eine markante Einfriedung eingefasstes bauliches Ensemble aus Fahrzeughalle, Funktionstrakt und Übungsturm in die freie Landschaft. Die Außenanlagen sind unablösbarer Bestandteil des räumlich gestalterischen Gesamtkonzepts. Die klare bauliche Figur bildet ein einprägsames Entrée zum Stadtteil Arheilgen. Die beiden Ausfahrten für 1. und 2. Abmarsch liegen auf der Westseite des Gebäudes funktional richtig und werden durch einen Grünstreifen vom Radweg an der Frankfurter Landstraße getrennt. Die anrückenden Feuerwehrleute erreichen das Gebäude unabhängig von dieser Route über den Wirtschaftsweg im Süden. Das Freigelände ist in die verschiedenen Funktionsbereiche klar gegliedert. Der Übungshof ist mit großen Fahrzeugen ungünstig erreichbar, der Übungsturm in Folge seiner Randlage nur eingeschränkt nutzbar.

    Es wird ein Gebäude entwickelt, das durch klare und logische Gliederung besticht. Es ist angenehm proportioniert. Die Volumen der zwei zueinander versetzten Baukörper sind entsprechend ihrer Nutzung klar erkennbar. Die zwei längs gerichteten Baukörper werden mittels der befestigten Außenmauern mit dem Turm verbunden, wodurch ein reizvolles und angenehm zurückhaltendes Gebäudeensemble geschaffen wird.

    Das Gebäude soll als Massivbau errichtet werden. Die geschlossenen Fassadenbereiche sind als hinterlüftete Vorhangfassade mit großformatigen Paneelen vorgesehen. Dies führt ebenfalls zu einem ruhigen und angemessenen Erscheinungsbild. Markante Flächen wie Eckausbildungen der Fahrzeughalle, Teilbereiche des Turms usw. werden mit eloxierten Metalltafeln belegt und bilden zusammen mit den gleichfarbigen Metalltoren eine abwechslungsreiche Ergänzung der Gebäudeeinheit. Es entsteht eine skulpturale Prägnanz in angemessener Formen- und Materialsprache.

    Für die anrückenden Feuerwehrleute steht lediglich ein Zugang im Südosten des Gebäudes zur Verfügung. Die Wege zu den Umkleiden werden dadurch recht lang, die Trennung der S-WBereiche müsste nachgearbeitet werden. Schwerwiegender erscheint dagegen der funktionale Mangel des langgestreckten Materiallagers auf der Ostseite des Erdgeschosses, das nicht ausreichend an die Fahrzeughalle angebunden ist.

    Büros, Schulungsräume und Ausbildungsumkleiden liegen im 2. Obergeschoss. Leider kann hier die gewünschte Gliederung und Abtrennung der verschiedenen Funktionsbereiche nur schwer erreicht werden. Insbesondere die Lage der Ausbildungsumkleiden wirkt sich im Feuerwehralltag nachteilig aus.

    Explizite Aussagen zum energetischen Konzept machen die Verfasser nicht, jedoch wird der Entwurf auf Grund seiner durchschnittlichen Maße für Flächen und Kubatur als eine sowohl in der Herstellung als auch im Betrieb wirtschaftliche Lösung angesehen.

    Insgesamt stellt der Entwurf eine formale anspruchsvolle Lösung dar, die jedoch in der inneren Organisation einige Mängel aufweist.