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  • DE-70178 Stuttgart, DE-70567 Stuttgart
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-136560)

Neubau der Feuer- und Rettungswache 5 "Filder"


  • 1. Preis

    © Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten BDA

    Architekten
    Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB, Nürnberg (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    37.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit zeichnet sich durch eine klare Architektur aus, die gut auf die unterschiedlichen stadträumlichen Bedingungen reagiert:
    - Zur Sigmaringer Straße mit einer höher geschossigen Raumkante, die sich über den einbindenden Rahmen erhebt und die durchgehende Baumreihe weitestgehend ohne nennenswerte funktionale Einschränkungen ermöglicht.
    - Zur Wohnbebauung und dem großzügig formulierten Grünzug mit der ansonsten niedrigen Rahmenbebauung.
    Einerseits wird ein ordnender, schützender Hoftypus formuliert, andererseits zeigen die Grundrisse eine Aufteilung in vier Einzelbaukörper. Hier gibt es zwischen Modell und Plänen gewisse Ungereimtheiten. In Teilen zeigen die Fugen Potential zur Verknüpfung zu den öffentlichen Außenräumen oder Sportstätten, andererseits sind einige dieser Fugen im Hinblick auf ihre räumlichen Qualitäten und ihre Nutzungen zu überprüfen. So ist beispielsweise der Haupteingang am südlichen Vorplatz sowohl räumlich als auch funktional verbesserungswürdig. Die entstehenden Außenraumbezüge über diese Fugen werden allerdings positiv bewertet.
    Die Arbeit verzichtet auf eine Tiefgarage und bringt den ruhenden Verkehr im ersten Obergeschoss des nördlichen Gebäudeflügels unter. Dies führt zum einen zu einer kleineren Gebäudekubatur, entwickelt aber dadurch über die geschlossene Fassade zur benachbarten Wohnbebauung eine gewisse Härte, die an dieser Stelle allerdings akzeptabel erscheint.
    Der Übungsturm, der in einem Gebäudeflügel integriert ist, wird über seine Materialität als Teil der Gesamtarchitektur begriffen, weist aber eindeutige funktionale Mängel auf und müsste zumindest auf zwei Seiten voll nutzbar sein.
    Die erforderliche Trennung und die Positionierung der einzelnen Nutzungsbereiche sowie einzelne notwendige funktionale Zusammenhänge sind zu überprüfen.
    Die Arbeit zeichnet sich durch eine kompakte Baukörperkonfiguration aus, verbunden mit einer reduzierten, klaren und eindeutigen Materialsprache. Diese lässt in ihrer Robustheit einen niedrigen Unterhaltsaufwand erwarten.
    Der sehr kompakte Entwurf weist auf Grund des kleinen Bruttorauminhalts die geringste wärmeübertragende Außenwandfläche auf. Die Räume können natürlich belichtet und belüftet werden.
    Eine Arbeit, die dem Ort in seiner Heterogenität außerordentlich gut tut.