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  • CH-6207 Nottwil
  • 06/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-210754)

Schulraumerweiterung Gemeinde Nottwil


  • Teilnahme

    kein Bild vorhanden
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    Architekten
    Rohrer Sigrist Architekten, Luzern (CH)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau (CH), Berlin (DE)
    Bauingenieure: Felder Ingenieure Planer AG, Luzern (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die beiden Neubauten sollen in zwei separaten, kompakten, aus der bestehenden Baustruktur heraus entwickelten dreigeschossigen Gebäudekörpern mit je einem grossen zentralen Lichthof realisiert werden. Das quadratische Volumen der ersten Etappe steht unten am Böschungsfuss, während die zweite Etappe oben an der Böschungskante platziert wird. Gegen Nordosten, auf der dem See zugewandten Seite, stehen die beiden Gebäudevolumen auf einer Linie und betonen damit den markanten Geländesprung. Obwohl sie über die Flucht der bisherigen Bebauung hinaus in die Fläche ragen, bilden sie durch ihre Stellung einen klaren Abschluss der Bauzone.

    Durch die Übernahme des bestehenden Bebauungsmusters mit der Fortführung der Abfolge von Gebäuden und Freiflächen, gliedern sich die neuen Bauten ins bestehende Ensemble ein. Erst in der zweiten Etappe findet jedoch die Anlage gegen Osten dank des versetzt angeordneten, rechteckigen Volumens ihren räumlichen Abschluss. Obwohl sich die erste Etappe auf die Flucht der bestehenden Schulanalage bezieht, steht sie isoliert unterhalb des Geländesprungs.

    Die Gebäude beider Etappen werden jeweils auf dem obersten Geschoss von der grossen Pausenplatzebene aus erschlossen. Auf das Niveau der Hangfussfläche führen entlang der Seitenfassaden der ersten Etappe zwei grosse Treppenanlagen sowie ein Serpentinenweg an der östlichen Grenze der Parzelle. Im untersten Geschoss der ersten Etappe verbindet ein grosszügiger Durchgang den Hartplatz im Westen mit dem Pausenplatz im Osten. Dadurch erweitert sich das Wegnetz der Schulanlage und verbindet die vielfältig nutzbaren, gut gestalteten Plätze der Umgebung in idealer Weise. Eine gedeckte Verbindung zur bestehenden Schulanlage fehlt.

    Die beiden neuen Kindergärten sind im obersten Geschoss der ersten Etappe, unmittelbar gegenüber der bestehenden Kindergartenabteilung angeordnet. Sie werden mit einem im Bereich der aufgeschütteten Böschung liegenden eigenen Spielplatz ergänzt. Im Nordwesten befinden sich der Lehrpersonenbereich, die WC-Anlagen und der Aufzug. Auf der Ostseite wird das Gebäude über eine grosszügige, gedeckte Pausenhalle und ein Foyer mit Blick auf den See erschlossen. Von hier aus führt eine etwas zu schmale Kaskadentreppe entlang der Lichthoffassade in die zwei unteren Geschosse. Das Mittelgeschoss bietet mit dem um den Lichthof windflügelförmig organisierten Grundriss vier Klassenzimmern mit ihren Gruppenräumen Platz. Durch die beiden je 35 m2 grossen Verlängerungen der Korridorzonen und die Ausweitung des Korridors entlang des Lichthofes entstehen gut belichtete, vielfältig nutzbare Arbeitsbereiche, die das geplante Schulkonzept in idealer Weise umsetzen lassen. Darunter sind im Gartengeschoss zwei weitere Klasseneinheiten mit ihren Gruppenräumen angeordnet. Leider schränken die Platzierung der WC-Anlagen und der Aufzug die Offenheit des Grundrisskonzeptes etwas ein. Die jeweils dahinter liegenden Gruppenräume lassen sich gut verbinden, aber der entstehende schmale Raum beschränkt die Nutzungsmöglichkeiten. Die Bezüge zum Aussenraum weisen mit dem Foyer mit Seeblick, der Anbindung des Kindergartens an den zentralen Pausenplatz und den verschiedenen Zugängen eine hohe Qualität auf.

    Die beiden Neubauten sollen in zwei separaten, kompakten, aus der bestehenden Baustruktur heraus entwickelten dreigeschossigen Gebäudekörpern mit je einem grossen zentralen Lichthof realisiert werden. Das quadratische Volumen der ersten Etappe steht unten am Böschungsfuss, während die zweite Etappe oben an der Böschungskante platziert wird. Gegen Nordosten, auf der dem See zugewandten Seite, stehen die beiden Gebäudevolumen auf einer Linie und betonen damit den markanten Geländesprung. Obwohl sie über die Flucht der bisherigen Bebauung hinaus in die Fläche ragen, bilden sie durch ihre Stellung einen klaren Abschluss der Bauzone.

    Durch die Übernahme des bestehenden Bebauungsmusters mit der Fortführung der Abfolge von Gebäuden und Freiflächen, gliedern sich die neuen Bauten ins bestehende Ensemble ein. Erst in der zweiten Etappe findet jedoch die Anlage gegen Osten dank des versetzt angeordneten, rechteckigen Volumens ihren räumlichen Abschluss. Obwohl sich die erste Etappe auf die Flucht der bestehenden Schulanalage bezieht, steht sie isoliert unterhalb des Geländesprungs.

    Die Gebäude beider Etappen werden jeweils auf dem obersten Geschoss von der grossen Pausenplatzebene aus erschlossen. Auf das Niveau der Hangfussfläche führen entlang der Seitenfassaden der ersten Etappe zwei grosse Treppenanlagen sowie ein Serpentinenweg an der östlichen Grenze der Parzelle. Im untersten Geschoss der ersten Etappe verbindet ein grosszügiger Durchgang den Hartplatz im Westen mit dem Pausenplatz im Osten. Dadurch erweitert sich das Wegnetz der Schulanlage und verbindet die vielfältig nutzbaren, gut gestalteten Plätze der Umgebung in idealer Weise. Eine gedeckte Verbindung zur bestehenden Schulanlage fehlt.

    Die beiden neuen Kindergärten sind im obersten Geschoss der ersten Etappe, unmittelbar gegenüber der bestehenden Kindergartenabteilung angeordnet. Sie werden mit einem im Bereich der aufgeschütteten Böschung liegenden eigenen Spielplatz ergänzt. Im Nordwesten befinden sich der Lehrpersonenbereich, die WC-Anlagen und der Aufzug. Auf der Ostseite wird das Gebäude über eine grosszügige, gedeckte Pausenhalle und ein Foyer mit Blick auf den See erschlossen. Von hier aus führt eine etwas zu schmale Kaskadentreppe entlang der Lichthoffassade in die zwei unteren Geschosse. Das Mittelgeschoss bietet mit dem um den Lichthof windflügelförmig organisierten Grundriss vier Klassenzimmern mit ihren Gruppenräumen Platz. Durch die beiden je 35 m2 grossen Verlängerungen der Korridorzonen und die Ausweitung des Korridors entlang des Lichthofes entstehen gut belichtete, vielfältig nutzbare Arbeitsbereiche, die das geplante Schulkonzept in idealer Weise umsetzen lassen. Darunter sind im Gartengeschoss zwei weitere Klasseneinheiten mit ihren Gruppenräumen angeordnet. Leider schränken die Platzierung der WC-Anlagen und der Aufzug die Offenheit des Grundrisskonzeptes etwas ein. Die jeweils dahinter liegenden Gruppenräume lassen sich gut verbinden, aber der entstehende schmale Raum beschränkt die Nutzungsmöglichkeiten. Die Bezüge zum Aussenraum weisen mit dem Foyer mit Seeblick, der Anbindung des Kindergartens an den zentralen Pausenplatz und den verschiedenen Zugängen eine hohe Qualität auf.

    Eine vertikale, mit schrägen Brüstungen und Leibungen versehene Sichtbetonschale soll gemäss dem vorgeschlagenen hybriden Materialisierungskonzept einen vollständig aus Holzelementen gefertigten Kern umschliessen. Die Gestaltung der Innenräume mit Oberflächen aus Dreischichtplatten und fein strukturierten Holzdecken ergibt zusammen mit dem lichtdurchfluteten Innenhof eine helle und freundliche Lernatmosphäre. Der äussere architektonische Ausdruck mit den stützenlosen Ecken wirkt durch die grosse Auskragung der Brüstungen zu forciert.

    Durch die Gestaltung des Innenhofes als Aussenraum erhöht sich die Fassadenabwicklung des an und für sich kompakten Gebäudevolumens. Die sich dadurch ergebenden nutzungsspezifischen und belichtungstechnischen Vorteile überwiegen im Betrieb die erhöhten Gebäudekosten. Mit dem grossen Holzbauanteil lassen sich Ressourcen schonen und es ist ein niedriger Aufwand an grauer Energie zu erwarten. Diverse Punkte der Holzbaukonstruktion im Bereich der Treppenanschlüsse sowie der Lastabtragungen der inneren Zone werfen noch Fragen auf.

    Die bestehenden Freiflächen werden ergänzt mit einem Aussenraum für den neuen Kindergarten auf dem bestehenden Pausenplatzniveau und zusätzlichen Aussenlagen für die Primarschule auf dem Niveau des Gartengeschosses des Neubaus. Es entstehen gute Bezüge vom Innen- zum Aussenraum und die Anforderungen an den Bedarf an Freiräumen werden erfüllt. Zwischen Altbau und Neubau wird ein gemeinsamer Aussenraum für den bestehenden und den neuen Kindergarten geschaffen. Der querende Zugangsweg mindert jedoch die Nutzungsqualität dieses Aussenraumes und lässt ihn nicht als gemeinsamen grosszügigen Freiraum in Erscheinung treten. Pausenplatz und Fussballfeld liegen beidseitig des Neubaus und sind über gedeckte Aussenbereiche und den Lichthof miteinander verbunden. Gesamthaft bietet dieser Aussenraumbereich viel Abwechslung, welche jedoch in der gleichwertigen und symmetrischen Gestaltung von Aussentreppen und Flächen nicht so sehr zur Geltung kommt.


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