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  • DE-73033 Göppingen, DE-73033 Göppingen
  • 09/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-204300)

Neugestaltung Kornhausplatz


  • Anerkennung

    Kontext, © silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: LIMA architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke, Stuttgart (DE)
    Lichtplaner: DAY & LIGHT LICHTPLANUNG, München (DE)
    Visualisierer: monokrom, Hamburg (DE)

    Preisgeld
    3.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser begreift den Kornhausplatz als Pendant zum Schlossplatz und übernimmt den Bodenbelag aus Natursteinpflaster in Passéverband. Dieser wird als einheitlicher und schwellenloser Platzteppich verlegt. Kritisch gesehen wird, dass dieser Belag sich nicht auf den eigentlichen Platz beschränkt, sondern sich auf die aus klassizistischer Zeit stammenden Stadtstraßen bis zur neuen Mitte ausdehnt.

    Der Kornhausplatz bildet den Endpunkt der Pfarrstraße. Dementsprechend wird der Platz in einen zentralen urbanen Bewegungsraum und einen nördlich und südlichen Aufenthaltsbereichen gegliedert. Die Aufenthaltsbereiche werden als wassergebundene Wegedecken bodenbündig in den steinernen Platzteppich integriert. Baumpflanzungen versprechen eine angenehme Aufenthaltsqualität in lichtem Baumschatten und können durch die Außengastronomie bzw. als Lesegarten genutzt werden, der allerdings in seiner Detaillierung nicht überzeugt. Unglücklich scheint auch das formale Verhältnis der südlichen Aufenthaltsfläche zu den Gebäudekanten des Kornhauses. Der Endpunkt der Pfarrstraße wird durch ein Kunstwerk hervorgehoben, was an dieser Stelle nicht zwingend erforderlich erscheint, während ein Wasserspiel zur Belebung des zentralen Platzbereiches positiv gesehen wird.

    Die Erschließung des Parkhauses in der Südwestecke sowie die angeschlossene Erdgeschossnutzung unterstützen die zentrale Entwurfsidee und die Gliederung des Raumes in die drei Bereiche und stellt eine herausragende Zukunftsvision dar, die dem Platz die gewünschte Frequenz und die damit verbundene Urbanität verleiht. Kontrovers diskutiert wird die Qualität des Platzentwurfes, wenn die Maßnahmen im Parkhaus nicht zeitnah realisiert werden könnten, zudem dann auch die barrierefreie Erschließung zur Friedrichsstraße nicht gewährleistet wird. Problematisch werden auch die überdimensional wirkenden Sitzobjekte gesehen, die die direkte Verbindung der neuen Erdgeschossnutzung des Parkplatzes zum Platz verstellen. Das Beleuchtungskonzept lebt in seiner Entwurfsidee davon, dass die Fassaden entsprechen dem Vorschlag der Verfasser neu gestaltet werden (Ideenteil) und müsste für den Fall der Nichtrealisierung
    überarbeitet werden.

    Insgesamt handelt es sich bei der Arbeit um einen sensiblen Beitrag, der mit ruhiger Handschrift den städtischen Raum überzeugend entwickelt, und vor allem im Ideenteil hervorragende Vorschläge präsentiert, allerdings ohne Realisierung dieser Elemente nicht ausdrucksstark genug wirken könnte.