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  • DE-74523 Schwäbisch Hall, DE-74523 Schwäbisch Hall
  • 10/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-197541)

Bahnhofsareal


  • 4. Preis


    Stadtplaner
    Schaltraum Dahle - Dirumdam - Heise Partnerschaft von Architekten mbB, Hamburg (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    7.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der städtebauliche Ansatz, vorhandene Strukturen und Charaktere von Stadträumen und Quartieren aufzunehmen wird überzeugend vorgetragen. Dabei gelingt es den Verfassern, Verbindungslinien und Sichtlinien so nachzuziehen oder aufzudecken, dass mit der Neuordnung eine sinnfällige Einbindung in die größere Stadtstruktur entsteht.

    So ist die Umgestaltung und Aufwertung des Bahnhofsvorbereiches gut gelöst. Die Gestaltung antwortet auf die funktionalen Anforderungen und schafft eine angemessene Empfangssituation mit freiem Blick zu St. Michael in der Altstadt. Mit den Solitärbauten, die den Bahnbereich säumen, erhält die Straßenbebauung der Altstadt ein neues urbanes Gegenüber. Die Solitäre gewähren dabei Durchblicke von der Altstadt aus.

    Im Wohngebiet südlich der Bahn geben die neuen Straßen und Wegeverbindungen die Baufelder vor. Damit wird das Ziel einer optimalen Verknüpfung und Vernetzung mit den Nachbargebieten erreicht. Hierin sieht das Preisgericht eine besondere Qualität des Beitrages. die Querung der Bahn in Form einer Unterführung liegt an richtiger Stelle, sollte jedoch im Ganzen großzügiger gestaltet sein.

    In der Mitte des neuen Quartiers laufen die Straßen zusammen Es entsteht ein urbaner Quartiersplatz der dem Gebiet als prägender Ort Orientierung verleiht. Die urbane Interpretation des Platzes wird jedoch hinterfragt. Die Bebauung folgt urbanen Quartiersentwicklungen als Blockrandbebauung. Sie erlaubt unterschiedliche Wohntypologien, ist jedoch in Anlehnung an die umgebende Bebauung etwas zu kleinteilig aufgelöst. Dadurch entsteht zwischen unterschiedlichen Wohnformen teilweise eine zu große Enge, unter der auch die Besonnung der Freiräume und Gärten leidet. Die ansonsten schlüssige bauliche Struktur findet im Südwesten mit der Ausweisung eines Park-/ Marktplatzes keine sinnvolle Fortsetzung. Mit dem weitgehenden geschlossenen Rand im Süden schottet sich das Wohngebiet räumlich etwas zu stark ab.

    Eine abschnittweise Realisierung ist möglich, wirtschaftlich liegt die Arbeit im Vergleich zu allen Beiträgen im mittleren Bereich.

    Die Qualität der Arbeit liegt in einer optimalen Vernetzung mit den umgebenden Bereichen und ihrer klaren städtebaulichen Grunddisposition während die Ausformung und Kleinteiligkeit innerhalb der Baufelder nicht ganz überzeugt.